{"id":18099,"date":"2025-05-28T11:52:40","date_gmt":"2025-05-28T09:52:40","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=18099"},"modified":"2025-05-28T11:52:40","modified_gmt":"2025-05-28T09:52:40","slug":"projekt-zu-parkinson-forschende-untersuchen-kompensationsfaehigkeit-des-gehirns","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=18099","title":{"rendered":"Projekt zu Parkinson: Forschende untersuchen Kompensationsf\u00e4higkeit des Gehirns"},"content":{"rendered":"<p>Ein internationales Forschungskonsortium untersucht, wie das Gehirn in fr\u00fchen Krankheitsstadien den Abbau kompensiert. Unter der Bezeichnung &#8222;TRACE-PD&#8220; sucht es neue Wege zur Fr\u00fcherkennung und Therapie der Parkinson-Krankheit. <!--more--><br \/>\nWas geschieht im Gehirn, bevor Parkinson sichtbar wird? Mit dieser Frage befasst sich das europ\u00e4ische Verbundprojekt &#8222;Tracking the mechanisms of disease progression and functional compensation in the early phase of Parkinson disease&#8220; (TRACE-PD), das am Sonntag (1. Juni) startet. Das Ziel dieses Forschungsverbunds ist, die fr\u00fchen Phasen der Parkinson-Krankheit besser zu verstehen. Insbesondere geht es um jene Zeit, in der trotz fortschreitender Degeneration noch keine Symptome auftreten.<br \/>\nIm Fokus steht dabei die F\u00e4higkeit des Gehirns, krankhafte Ver\u00e4nderungen durch sogenannte &#8222;Resilienz- und Kompensationsmechanismen&#8220; auszugleichen. Koordiniert von der Philipps-Universit\u00e4t unter der Leitung von Prof. Dr. David Pedrosa, soll &#8222;TRACE-PD&#8220; mit Hilfe modernster bildgebender Verfahren neue Erkenntnisse zur Krankheitsentstehung liefern &#8211; und den Weg f\u00fcr innovative Therapien ebnen. Die F\u00f6rdersumme f\u00fcr den Marburger Projektanteil betr\u00e4gt 266.000 Euro.<br \/>\nDie Parkinson-Krankheit geh\u00f6rt zu den h\u00e4ufigsten neurodegenerativen Erkrankungen des Alters und stellt weltweit eine wachsende medizinische und gesellschaftliche Herausforderung dar. In einer alternden Gesellschaft sind Erkrankungen wie Parkinson oder Alzheimer mit hohen Belastungen f\u00fcr Gesundheitssysteme verbunden.<br \/>\n&#8222;Die Ursachen neurodegenerativer Prozesse werden bislang nur unzureichend verstanden insbesondere im Hinblick auf fr\u00fche, pr\u00e4symptomatische Stadien&#8220;, erkl\u00e4rte Projektleiter Pedrosa. Das &#8211; von der EU Forschungsinitiative &#8222;Join &#8211; Programme &#8211; Neurodegenerative Disease Research&#8220; (JPND) gef\u00f6rderte &#8211;<br \/>\nProjekt TRACE-PD bringt f\u00fchrende Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Schweden, den Niederlanden und Tschechien zusammen. Gemeinsam wollen sie zentrale Mechanismen der Krankheitsprogression untersuchen und neue Biomarker identifizieren, die k\u00fcnftig eine fr\u00fchzeitige Diagnose und pr\u00e4zisere Therapien erm\u00f6glichen k\u00f6nnten.<br \/>\nDie nationale F\u00f6rderung des Marburger Teilprojekts erfolgt durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF). Das Gesamtbudget des EU-Projekts bel\u00e4uft sich auf rund 1,3 Millionen Euro bei einer Laufzeit bis Mitte 2028. Unter insgesamt 142 zur Begutachtung eingereichten Vorantr\u00e4gen und 37 Vollantr\u00e4gen konnte sich das Verbundprojekt in einem dreistufigen Verfahren erfolgreich behaupten. Insgesamt wurden 10 Verbundprojekte, nach Begutachtung durch ein unabh\u00e4ngiges, internationales Gutachter-Gremium auf der Grundlage wissenschaftlicher Exzellenz unter Mitwirkung des JPND-Beirats f\u00fcr Patienten- und \u00d6ffentlichkeitsbeteiligung, zur F\u00f6rderung empfohlen.<br \/>\nDie Forschenden analysieren gro\u00dfe, multizentrische Datens\u00e4tze von Patientinnen und Patienten in der Fr\u00fchphase der Parkinson-Krankheit. Darunter sind EEG-, MEG-, PET-, SPECT- und MRT-Daten. &#8222;Die enge Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern erm\u00f6glicht es uns, anhand gro\u00dfer Datens\u00e4tze den fr\u00fchen Verlauf der Parkinson-Krankheit mittels hochmoderner Verfahren bildgebend zu untersuchen&#8220;, erl\u00e4uterte Marina Ruppert-Junck, die als leitende Postdoktorandin das Projekt begleitet.<br \/>\nErg\u00e4nzt wird diese retrospektive Analyse durch neue Untersuchungen einer multimodalen Kohorte am Karolinska Institutet der Universit\u00e4t Stockholm in Schweden, bei der die Wirkung kompensatorischer Prozesse unter Dopaminersatztherapie im Mittelpunkt steht. Ziel des Verbundprojekts ist es, ein umfassendes Modell zur funktionellen Kompensation im Gehirn zu entwickeln sowie einen Biomarker auf Basis von Ruhe-MRT-Daten, der klinisch breit einsetzbar sein k\u00f6nnte. &#8222;TRACE-PD&#8220; leistet damit nicht nur einen Beitrag zur Grundlagenforschung, sondern er\u00f6ffnet auch Perspektiven f\u00fcr eine personalisierte Medizin bei Parkinson &#8211; indem es nicht nur den Abbau von Nervenzellen adressiert, sondern auch die St\u00e4rkung k\u00f6rpereigener Schutzmechanismen ins Zentrum r\u00fcckt.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein internationales Forschungskonsortium untersucht, wie das Gehirn in fr\u00fchen Krankheitsstadien den Abbau kompensiert. 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