{"id":17966,"date":"2025-05-08T16:10:00","date_gmt":"2025-05-08T14:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17966"},"modified":"2025-05-08T16:10:00","modified_gmt":"2025-05-08T14:10:00","slug":"geschichtlich-gebildet-ausstellung-zeigt-kameras-von-filmrolle-bis-fingertipp","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17966","title":{"rendered":"Geschichtlich gebildet: Ausstellung zeigt Kameras von &#8222;Filmrolle bis Fingertipp&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Filmrolle bis Fingertipp&#8220;hei\u00dft eine Ausstellung zur Geschichte der Kameratechnik. Zu sehen ist sie bis Montag (19. Mai) im Cineplex. <!--more--><br \/>\nHistorische Kameras treffen auf moderne Technik: Bis Montag (19. Mai) gibt es die Ausstellung &#8222;Von der Filmrolle zum Fingertipp&#8220; zur Geschichte der Kameratechnik im Kino &#8222;Cineplex&#8220; zu sehen. Neben den Ausstellungsobjekten erwarten die G\u00e4ste digitale und interaktive Angebote sowie ein Einblick in Marburg als Filmstadt.<br \/>\n&#8222;Die Ausstellung in unserem traditionsreichen Kino verdeutlicht nicht nur die technische Entwicklung, sondern auch den Marburger Weg zu einer attraktiven Kino- und Filmstadt&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. &#8222;Wir erz\u00e4hlen damit unsere ganz eigene Tradition von Bild, Bewegtbild und Film \u00fcber die Entstehung der Medienwissenschaft bis in eine digitale Zukunft.&#8220;<br \/>\nIn Kooperation mit dem Kameramuseum Marburg und der Cineplex Marburg GmbH &amp; Co. Filmtheater KG bietet die Stadt Marburg die Ausstellung &#8222;Filmrolle bis Fingertipp &#8211; Eine Marburger Geschichte der Kameratechnik&#8220;. Noch bis Montag (19. Mai) ist die Ausstellung mit historischen Exponaten sowie digitalen und interaktiven Angeboten im Kino &#8222;Cineplex&#8220; an der Biegenstra\u00dfe zu sehen.<br \/>\nSeit dem Aufkommen kameraf\u00e4higer Smartphones scheint Filmemachen kinderleicht geworden zu sein. Geschehen kann das er Fingertipp. &#8222;&#8220;Bewegte Bilder sind so sehr Teil unseres Alltags geworden, dass wir ihr Zustandekommen gar nicht mehr hinterfragen&#8220;, sagte Spies, der daran erinnerte: &#8222;Die bewegten Bilder, wie wir sie kennen, beruhen auf ganz vielen Erfindungen des 19. und 20. Jahrhunderts.&#8220;<br \/>\nWie dieser Weg bis zu heutigen Kameras zustande gekommen ist, zeigt die Ausstellung im zweiten Obergeschoss im Cineplex. So lernen die G\u00e4ste spielerisch unter anderem etwas \u00fcber den Objektivrevolver: Bei einigen fr\u00fchen Filmkameras erm\u00f6glichte er den raschen Wechsel zwischen Objektiven. Zwei bis drei kleine Objektive &#8211; meist Teleobjektiv, Weitwinkel und ein normales Objektiv &#8211; auf der R\u00fcckseite der Smartphone-Kameras erinnern daran, dass ein schneller Wechsel zwischen den Perspektiven immer noch gebraucht wird &#8211; inzwischen allerdings automatisch.<br \/>\nWie unterschiedlich die Ressourcen zwischen damals und heute sind, veranschaulicht etwa die Debrie Sept. Die Kamera verdankt ihren Namen &#8222;Sept&#8220; (franz\u00f6sisch f\u00fcr &#8222;sieben&#8220;) den sieben Metern Filmstreifen in ihrem Inneren &#8211;<br \/>\nein f\u00fcr die heutige Zeit eher kleiner Speicher. Die historischen Kameras sind wertvolle Leihgaben von Prof. Dr. G\u00fcnter Giesenfeld. Er ist Gr\u00fcnder und Leiter des Marburger Kameramuseums am Gr\u00fcn.<br \/>\nDie Ausstellung verdeutlicht auch Marburgs Rolle als Filmstadt und verbindet analoge sowie digitale Pr\u00e4sentationsformen. Neben den historischen Kameras sind Medienstationen aufgebaut, an denen die Besucherinnen und Besucher Informationen aus der umfangreichen Sammlung Giesenfelds erhalten. In 30 kurzen Filmen berichtet Giesenfeld von den Besonderheiten seiner Kameras.<br \/>\nAn einer Mitmachstation sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, ihr eigenes Zoetrop zu gestalten: Auf mechanischem Weg erzeugt es bewegte Bilder und gilt als ein Vorl\u00e4ufer der Kinematographie. Es besteht aus einer nach oben offenen, drehbaren Trommel, an deren Innenwand die Besucher*innen ihre eigenen gemalten oder gestempelten Bilder einf\u00fcgen k\u00f6nnen. Bei schneller Drehung sind diese durch Schlitze als Bewegtbilder zu sehen.<br \/>\nNeben Erkl\u00e4rfilmen gibt es au\u00dferdem Audioguides f\u00fcr Menschen mit Einschr\u00e4nkungen, ebenso interaktive Elemente. Die Ausstellung ist Ergebnis eines Digitalisierungsprojekts der Sammlungen in der Stadt Marburg zur Entwicklung eines hybriden und digitalen Museums.<br \/>\nEnde 2021 wurde es vom Stadtparlament beschlossen. Die Ausstellung soll einen Ausblick geben auf das digitale Museum Marburgs, das Mitte Mai 2025 im Kulturausschuss vorgestellt wird.<br \/>\nWarum eine solche Ausstellung in Marburg am passenden Ort ist, erkl\u00e4rte der Oberb\u00fcrgermeister in seiner Rede: &#8222;Wir sind in der gl\u00fccklichen Lage und in der historischen Verantwortung, dass wir das k\u00f6nnen.&#8220; Spies verwies auf eine ganze Reihe regionaler Meilensteine zum Thema: Der geb\u00fcrtige Marburger Fotograf Ludwig Bickell reiste schon im 19. Jahrhundert mit seiner Plattenkamera durch Hessen und fertigte bis zu seinem Lebensende rund 3000 Aufnahmen in gro\u00dfformatigen Glasplattennegativen von historischen Bauwerken an. Seine Arbeit trug ma\u00dfgeblich zur Gr\u00fcndung des Bildarchiv Foto Marburg bei.<br \/>\nDie Familie Closmann er\u00f6ffnete im Jahr 1913 den Kinobetrieb in Marburg. Dort wird j\u00e4hrlich der Marburger Kamerapreis ausgelobt. Marburg war lange Zeit die Stadt mit den meisten Kinobesucher*innen gemessen an der Einwohner*innen-Zahl. Vor einem knappen Jahr wurde in Marburg eine Filmservicestelle eingerichtet, die bei Dreharbeiten unterst\u00fctzt. Spies fasste zusammen: &#8222;Eine solche Kultur verpflichtet.&#8220;<br \/>\nDer Eintritt zur Ausstellung ist frei. Die \u00d6ffnungszeiten sind von montags bis donnerstags von 16 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 22 Uhr sowie sonntags von 11 bis 22 Uhr.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Filmrolle bis Fingertipp&#8220;hei\u00dft eine Ausstellung zur Geschichte der Kameratechnik. Zu sehen ist sie bis Montag (19. 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