{"id":17829,"date":"2025-04-10T18:10:00","date_gmt":"2025-04-10T16:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17829"},"modified":"2025-04-10T18:10:00","modified_gmt":"2025-04-10T16:10:00","slug":"ganzjaehrig-gefuerchtet-hasenpest-im-landkreis-nachgewiesen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17829","title":{"rendered":"Ganzj\u00e4hrig gef\u00fcrchtet: Hasenpest im Landkreis nachgewiesen"},"content":{"rendered":"<p>Ein Fall der Hasenpest wurde im Landkreis nachgewiesen. Hunde sollte man deshalb unbedingt an die Leine nehmen. <!--more--><br \/>\nBei einem toten Feldhasen, den ein aufmerksamer B\u00fcrger bei Weimar-Weiershausen gefunden hat, ist der Erreger der Tular\u00e4mie &#8211;<br \/>\numgangssprachlich &#8222;Hasenpest&#8220; genannt &#8211; festgestellt worden. Die Erkrankung wird durch Bakterien \u00fcbertragen und endet f\u00fcr infizierte Tiere meist t\u00f6dlich. Zu den betroffenen Tierarten geh\u00f6ren in erster Linie Hasen, Kaninchen und andere Nager. Aber auch Menschen, andere Wildtiere und Haustiere k\u00f6nnen sich anstecken und erkranken.<br \/>\nDie Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Kreises gibt daher Handlungsempfehlungen, um eine Infektion zu vermeiden. Eine Ansteckungsgefahr f\u00fcr Menschen besteht vor allem durch direkten Kontakt mit infizierten oder erkrankten Tieren. Aber auch deren Ausscheidungen oder kontaminiertes Wasser, der Verzehr von nicht ausreichend erhitztem Fleisch oder das Einatmen von kontaminiertem Staub &#8211;<br \/>\nzum Beispiel dann, wenn J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger infizierten Hasen das Fell abziehen &#8211; sind nicht ohne Risiko.<br \/>\n&#8222;Wer beim Spaziergang in Feld oder Wald tote oder vermeintlich hilfsbed\u00fcrftige Wildtiere findet, die keine Scheu vor dem Menschen zeigen, sollte diese daher nicht anfassen, sondern den zust\u00e4ndigen Jagdp\u00e4chter oder das Veterin\u00e4ramt informieren&#8220;, unterstrich Amtstierarzt Dirk Behnke von der Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Kreises. &#8222;Wir k\u00f6nnen dann, wenn es erforderlich ist, weitere Schritte und eine Untersuchung veranlassen.&#8220; Zwar bestehe eine Infektionsgefahr nur bei intensivem Kontakt mit erkrankten oder toten Tieren oder deren Ausscheidungen; jedoch sei grunds\u00e4tzlich Vorsicht geboten.<br \/>\nAuch Hunde k\u00f6nnten sich anstecken. Der direkte Kontakt von Hunden zu Feldhasen, Kaninchen und anderen Wildtieren sollte daher vermieden werden. &#8222;Hundehalterinnen und Hundehalter sollen ihre Tiere deshalb bei Spazierg\u00e4ngen im Wald und im Freien anleinen&#8220;, betonte der Amtstierarzt.<br \/>\nMa\u00dfnahmen gegen eine Ausbreitung der Krankheit in der Wildhasenpopulation gibt es nicht. Eine Impfung ist nicht m\u00f6glich. \u00dcbertr\u00e4ger, auch auf den Menschen sind unter anderem auch Zecken, Stechfliegen und M\u00fccken. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) l\u00e4sst sich eine Infektion mit dem Tular\u00e4mie-Erreger bei Menschen sehr gut mit Antibiotika behandeln. Auch bei Tieren kann eine Behandlung mit Antibiotika in Betracht kommen.<br \/>\nDie Krankheit beginnt beim Menschen meist mit grippeartigen Symptomen wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie einer Schwellung der lokalen Lymphknoten. Die Inkubationszeit &#8211; also der Zeitraum von der Infektion bis zur Erkrankung &#8211; kann bis zu 14 Tage betragen. Eine Mensch-zu-Mensch-\u00dcbertragung ist laut RKI nicht bekannt.<br \/>\nAn Hasenpest erkrankte Tiere magern oft stark ab, schwanken beim Gehen oder wirken teilnahmslos. Erkrankte Hasen k\u00f6nnen sich auch weniger scheu gegen\u00fcber Menschen verhalten, was das Risiko eines ungewollten Kontakts erh\u00f6ht. Aber: Es m\u00fcssen nicht immer sichtbare Ver\u00e4nderungen am Tierk\u00f6rper auftreten. Weshalb umso mehr Vorsicht geboten ist, krank oder tot gefundene Tiere nicht anzufassen, sondern zu melden. J\u00e4gerinnen und J\u00e4ger sollten aufgrund des direkten Kontaktes zu erlegtem Wild besonders aufmerksam sein.<br \/>\nDie Hasenpest werde seit vielen Jahren immer wieder bei einzelnen Wildtieren in Hessen festgestellt und komme auch in Marburg-Biedenkopf immer wieder mal vor. Zuletzt war das im Jahr 2015, berichtete Behnke. Im M\u00e4rz wurden bereits zwei F\u00e4lle im Landkreis Gie\u00dfen nachgewiesen.<br \/>\nWer tote Tiere findet, sollte diese auf keinen Fall anfassen, sondern den zust\u00e4ndigen Jagdp\u00e4chter oder die Veterin\u00e4rbeh\u00f6rde des Landkreises verst\u00e4ndigen. Das Veterin\u00e4ramt des Kreises ist telefonisch unter 06421\/405-6601 sowie per E-Mail an fdvuv@marburg-biedenkopf.de erreichbar. Weitere Informationen zur Hasenpest gibt es auf der Homepage des Hessischen Landeslabors unter <a href=\"https:\/\/lhl.hessen.de\">lhl.hessen.de<\/a> sowie dem Direktlink <a href=\"https:\/\/lhl.hessen.de\/veterinaermedizin\/bakteriologie-mykologie\/wissenswertes-aus-der-bakteriologie-mykologie\/aktuelles-zur-hasenpest-tularaemie\">lhl.hessen.de\/veterinaermedizin\/bakteriologie-mykologie\/wissenswertes-aus-der-bakteriologie-mykologie\/aktuelles-zur-hasenpest-tularaemie<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Fall der Hasenpest wurde im Landkreis nachgewiesen. Hunde sollte man deshalb unbedingt an die Leine nehmen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[4],"tags":[6781,1683,2361],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-4Dz","jetpack-related-posts":[{"id":18214,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18214","url_meta":{"origin":17829,"position":0},"title":"Schweinepest-Schutz: Kreis baut Desinfektionsanlage und Sammelstelle auf","date":"18. Juni 2025","format":false,"excerpt":"Der Landkreis ergreift Schutzma\u00dfnahmen gegen die \"Afrikanische Schweinepest\". Er baut eine Desinfektionsschleuse auf und richtet eine Sammelstelle ein. 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