{"id":17736,"date":"2025-03-27T10:15:00","date_gmt":"2025-03-27T09:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17736"},"modified":"2025-03-27T10:15:00","modified_gmt":"2025-03-27T09:15:00","slug":"ehrenamtliche-erkungung-rp-sucht-freiwillige-fuer-biber-beobachtung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17736","title":{"rendered":"Ehrenamtliche Erkungung: RP sucht Freiwillige f\u00fcr Biber-Beobachtung"},"content":{"rendered":"<p>In Mittelhessen gibt es rund 140 Biberreviere. Daf\u00fcr werden ehrenamtliche Beobachter gesucht. <!--more--><br \/>\nBiber sind eifrige Nager: In ein bis zwei Stunden k\u00f6nnen sie kleine B\u00e4ume f\u00e4llen, in einer Nacht sogar dicke St\u00e4mme durchnagen. Die Tiere sind geschickte und flei\u00dfige Baumeister.<br \/>\nHaben sie &#8222;ihr&#8220; Revier in einem Gew\u00e4sser gefunden, wird es &#8222;wohnlich&#8220; eingerichtet. Dazu geh\u00f6rt je nach Gew\u00e4ssertyp ein Bau oder eine Burg. Dar\u00fcber hinaus werden in den kleineren B\u00e4chen D\u00e4mme gebaut, die das Wasser stauen.<br \/>\nSo werden die Wohnungen gesch\u00fctzt und die schwimmbegeisterten Tiere k\u00f6nnen sich problemlos fortbewegen. Durch diese Lebensweise gelingt es dem Biber in k\u00fcrzester Zeit, seine Lebensr\u00e4ume neu zu gestalten und enge Gew\u00e4sserl\u00e4ufe zu renaturieren. Was den Biber und Umweltsch\u00fctzer freut, sorgt allerdings mancherorts f\u00fcr \u00c4rger, wenn zum Beispiel Felder \u00fcberflutet werden oder das Wasser f\u00fcr einen R\u00fcckstau in der Kanalisation sorgt.<br \/>\n&#8222;Der Biber wird nat\u00fcrlich nicht von allen gern gesehen, aber er bringt viel Wertvolles mit und wird sich weiter etablieren&#8220;, sagt Sebastian Weller. Er ist Bibermanager beim Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen und hat als solcher einen Blick auf die inzwischen rund 140 Biberreviere in Mittelhessen. Neben dem Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen ist auch &#8222;HessenForst&#8220; mit seinen Forst\u00e4mtern in dieses hauptamtliche Management eingebunden.<br \/>\nDas ist viel Arbeit. Daher sucht das amtliche Management weitere Menschen, die ehrenamtlich helfen. Weller und seine Kollegen und Kolleginnen von HessenForst sind viel unterwegs insbesondere im Kreis Gie\u00dfen und im Vogelsbergkreis.<br \/>\nAllein im Vogelsberg gibt es mehr als 80 Biberreviere. Hinzu kommen rund 40 im Landkreis Gie\u00dfen, acht im Lahn-Dill-Kreis, sieben im Landkreis Marburg-Biedenkopf und eines im Landkreis Limburg-Weilburg. &#8222;Es werden nat\u00fcrlich auch immer mehr&#8220;, berichtet Weller.<br \/>\nGenau deswegen sucht er Menschen aus den f\u00fcnf Landkreisen, die oft an Gew\u00e4ssern unterwegs sind und merken, wenn dort ein Biber am Werk ist. Angenagte oder gef\u00e4llte B\u00e4ume, eine Burg, ein Damm aus \u00c4sten, der quer durch den Bach geht sind typische Anzeichen, dass die streng gesch\u00fctzte Art hier aktiv ist. Je fr\u00fcher die Tiere entdeckt werden, desto besser kann das Management laufen. Werden Konflikte fr\u00fchzeitig erkannt, k\u00f6nnen diese bereits vor dem Eintritt gr\u00f6\u00dferer Probleme gel\u00f6st und angegangen werden, ist Weller \u00fcberzeugt.<br \/>\n&#8222;Die Tiere leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt; und es passieren tolle Dinge, wenn der notwendige Raum daf\u00fcr da ist&#8220;, betont Weller. &#8222;Sie schaffen es, ehemals geradlinige, enge Gew\u00e4sserl\u00e4ufe neu zu gestalten und zu renaturieren. Oftmals k\u00f6nnen dadurch aufwendige und kostenintensive Renaturierungsma\u00dfnahmen eingespart und das daf\u00fcr ben\u00f6tigte Geld an anderen Stellen eingespart werden. Aber es gilt auch abzuw\u00e4gen, besonders wenn die \u00f6ffentliche Infrastruktur betroffen ist. Daher ist das Management, das wir seit Jahren betreiben, immens wichtig.&#8220;<br \/>\nW\u00e4hrend das L\u00f6sen von Konflikten weiterhin dem amtlichen Management obliegt, soll das Ehrenamt k\u00fcnftig beim Monitoring eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen. Die Ehrenamtlichen sind dann sozusagen &#8222;die Augen vor Ort&#8220;.<br \/>\nSie sollen beobachten und melden, wenn die Tiere beispielsweise ein neues Gew\u00e4sser besiedeln. Das kann ein Fluss sein, aber genauso gut ein gr\u00f6\u00dferer Teich. &#8222;Wichtig ist, dass wir die Aktivit\u00e4ten der Tiere fr\u00fchzeitig mitbekommen&#8220;, erkl\u00e4rt Weller.<br \/>\nDaneben sollen die Ehrenamtlichen die bestehenden Burgen und D\u00e4mme im Auge behalten, auf Ver\u00e4nderungen und entstehende Probleme achten. Er hofft, dass sich m\u00f6glichst viele Menschen melden. &#8222;Das muss nicht zwingend eine Person aus dem Naturschutzbereich sein&#8220;, verdeutlicht er. &#8222;Genauso gut k\u00f6nnen es Menschen sein, die regelm\u00e4\u00dfig an Gew\u00e4ssern mit ihrem Hund spazieren gehen, oder aber Besch\u00e4ftigte von Kommunen, die hier t\u00e4tig sind.&#8220;<br \/>\nBislang gibt es in Mittelhessen vor allem im Norden und Osten viele Reviere, aber auch an Lahn und Dill ist der Biber auf dem Vormarsch. Gibt es Konflikte, sind L\u00f6sungen und gute Kompromisse gefragt. Sie k\u00f6nnen zum Beispiel so aussehen, dass Eigent\u00fcmer die betroffenen Fl\u00e4chen tauschen; oder aber es werden Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen ergriffen, die weitere Sch\u00e4den verhindern. Weitere Informationen k\u00f6nnen per E-Mail an Wildtiermanagement@rpgi.hessen.de erfragt werden.<\/p>\n<p>* pm: Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Mittelhessen gibt es rund 140 Biberreviere. 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