{"id":17705,"date":"2025-03-21T13:33:24","date_gmt":"2025-03-21T12:33:24","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17705"},"modified":"2025-03-21T13:33:24","modified_gmt":"2025-03-21T12:33:24","slug":"neue-ansprachen-forschungsverbund-zu-depression-und-bipolaren-stoerungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17705","title":{"rendered":"Neue Ansprachen: Forschungsverbund zu Depression und Bipolaren St\u00f6rungen"},"content":{"rendered":"<p>Depression und Bipolare St\u00f6rungen besser verstehen, besser erkennen und besser behandeln m\u00f6chte ein neuer Forschungsverbund unter Leitung der Philipps-Universit\u00e4t. Prof. Dr. Tilo Kircher ist Sprecher des Sonderforschungsbereichs SFB\/TRR 393. <!--more--><br \/>\nNach intensiven Vorbereitungen und unter gro\u00dfem Engagement aller Projektbeteiligten wurde Anfang M\u00e4rz 2025 die erste Probandin in die Kohorte des neu eingerichteten Sonderforschungsbereichs (SFB\/TRR) 393 &#8222;Verlaufsformen affektiver St\u00f6rungen&#8220; in Marburg eingeschlossen. Bei diesem Sonderforschungsbereich handelt es sich um einen &#8211; durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bis Mitte 2028 mit 13,8 Millionen Euro &#8211;<br \/>\ngef\u00f6rderten Forschungsverbund, an dem neben der Philipps-Universit\u00e4t als Sprecherhochschule Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Technischen Universit\u00e4t Dresden, der Universit\u00e4ten M\u00fcnster und Bonn sowie des Karlsruher Instituts f\u00fcr Technologie beteiligt sind. Sprecher ist Prof. Dr. Tilo Kircher von der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie. Gemeinsam verfolgen die Mitglieder des &#8211; auf bis zu zw\u00f6lf Jahre angelegten &#8211;<br \/>\nForschungsverbunds das \u00fcbergeordnete Ziel, Krankheitsverl\u00e4ufe affektiver St\u00f6rungen (Depression und Bipolare St\u00f6rung) besser zu verstehen, zu erkennen und zu behandeln, um damit einen wichtigen Beitrag zur Behandlung und Pr\u00e4vention dieser Erkrankungen zu leisten.<br \/>\nDie mit psychischen Erkrankungen einhergehenden gesellschaftlichen Herausforderungen steigen kontinuierlich. In Deutschland erf\u00fcllen innerhalb eines Jahres etwa 25 Prozent der Erwachsenen die Kriterien f\u00fcr eine psychische Erkrankung. Affektive St\u00f6rungen beginnen typischerweise im Alter zwischen 20 und 30 Jahren. Neben akuten Symptomen beeintr\u00e4chtigen sie das Wohlbefinden, die psychosoziale Funktionsf\u00e4higkeit sowie die sozio\u00f6konomische Lage der Betroffenen \u00fcber Jahrzehnte hinweg.<br \/>\nDabei sind die Verl\u00e4ufe sehr unterschiedlich. Typischerweise treten Symptome in Phasen auf, die viele Jahre auseinanderliegen, mit Jahren und Jahrzehnten der psychischen Gesundheit dazwischen. Die genauen Ursachen f\u00fcr das erneute Auftreten von Symptomen, Phasen der Besserung und Chronifizierung sind jedoch nicht ausreichend erforscht.<br \/>\nGenau da setzt das Konsortium an und untersucht, welche umweltbedingten, psychosozialen und (neuro-)biologischen Faktoren den Krankheitsverlauf voraussagen, welche kognitiv-emotionalen und neurobiologischen Mechanismen R\u00fcckf\u00e4llen und Remissionen zugrunde liegen und wie gezielte, auf diesen Mechanismen basierende Therapien entwickelt werden k\u00f6nnen. Dazu werden \u00fcber einen Zeitraum von zwei Jahren kontinuierlich Mobiltelefondaten sowie viele weitere biologische und klinische Parameter einer gro\u00dfen Patientenkohorte gesammelt und mit modernen Methoden wie maschinellem Lernen analysiert.<br \/>\nMit der ersten Probandin startet ab sofort die Rekrutierung weiterer Probanden. Wer sich f\u00fcr eine Studienteilnahme interessiert, findet weitere Informationen auf der Homepage des SFB\/TRR 393 unter <a href=\"https:\/\/sfb-trr393.de\">sfb-trr393.de<\/a>.<br \/>\n&#8222;Mit der Aufnahme der ersten Patientinnen und Patienten startet nun die entscheidende Phase des SFB\/TRR 393&#8220;, erkl\u00e4rte Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss. Das sei &#8222;ein Meilenstein f\u00fcr die psychiatrische und psychologische Forschung. Die Philipps-Universit\u00e4t Marburg und ihre Partnerhochschulen b\u00fcndeln modernste Technologien und klinische Expertise, um affektive St\u00f6rungen besser zu verstehen und gezielt zu behandeln. Dieses wegweisende Gro\u00dfprojekt er\u00f6ffnet neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr personalisierte Therapien und verbessert langfristig die Versorgung Betroffener. Die interdisziplin\u00e4re Zusammenarbeit st\u00e4rkt die internationale Spitzenforschung und setzt neue Ma\u00dfst\u00e4be in der Diagnostik und Therapie. Wir freuen uns, dass es nun losgeht, und sind stolz, als Sprecherhochschule mit Prof. Tilo Kircher dieses bedeutende Vorhaben zu f\u00fchren.&#8220;<br \/>\nMedizin-Dekan Prof. Dr. Michael Hertl erg\u00e4nzte: &#8222;Es ist ein gro\u00dfer Erfolg f\u00fcr die Universit\u00e4tsmedizin Marburg, dass zentrale Erkrankungen unserer Gesellschaft &#8211; Depression und bipolare St\u00f6rungen &#8211; unter Marburger F\u00fchrung in einem Transregio SFB umfassend von der Grundlagenforschung, digitalen Bildgebung bis zu klinischen und Patienten-bezogenen Messparametern erforscht werden. Marburg setzt hiermit ein Zeichen als universit\u00e4rer, translationaler Forschungsschwerpunkt affektiver St\u00f6rungen in Deutschland und dar\u00fcber hinaus.&#8220;<br \/>\nAuch Vorsitzender Dr. Gunther K. Wei\u00df von der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Universit\u00e4tsklinikums Gie\u00dfen und Marburg (UKGM) sowie dessen Kaufm\u00e4nnische Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dr. Sylvia Heinis \u00e4u\u00dferten sich positiv: &#8222;Es ist f\u00fcr uns am Universit\u00e4tsklinikum Marburg eine gro\u00dfe Ehre und Freude, bei einen so bedeutenden Sonderforschungsbereich mitwirken zu k\u00f6nnen. Wir sind stolz darauf, dass die Klinik f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie nun zusammen mit den Partnereinrichtungen in Bonn, Dresden, Karlsruhe und M\u00fcnster einen wichtigen Beitrag in der weiteren Erforschung der Krankheitsbilder Depression und Bipolare St\u00f6rungen wird leisten k\u00f6nnen. Die Vorhersage von m\u00f6glichen Krankheitsr\u00fcckf\u00e4llen mittels Smartphone-Daten und die neuen, gezielt personalisierten &#8211; auf die spezifischen Krankheitsmechanismen jedes einzelnen Patienten abzielenden &#8211; neuen Therapien sind jetzt schon konkrete Verbesserungen f\u00fcr die Krankenversorgung in Marburg und den Partnerstandorten. Wir w\u00fcnschen Prof. Kircher und seinem Team viel Erfolg und alles Gute.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Depression und Bipolare St\u00f6rungen besser verstehen, besser erkennen und besser behandeln m\u00f6chte ein neuer Forschungsverbund unter Leitung der Philipps-Universit\u00e4t. 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Darin besch\u00e4ftigen sich Forschende der Philipps-Universit\u00e4t, der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen (JLU) und des Herder-Instituts f\u00fcr historische Ostmitteleuropa-Forschung mit der Bedeutung\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":19077,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=19077","url_meta":{"origin":17705,"position":4},"title":"Beforschung: Funktionsst\u00f6rungen von Zellverbindungen","date":"21. November 2025","format":false,"excerpt":"Ein neuer Sonderforschungsbereich untersucht, wie St\u00f6rungen in Zellverbindungen Haut- und Darmerkrankungen beeinflussen. Er hei\u00dft \"Desmosomale Dysfunktion in Epithelbarrieren\". Die Philipps-Universit\u00e4t Marburg startet gemeinsam mit f\u00fchrenden Kooperationspartnern den Sonderforschungsbereich\/Transregio TRR 425 \"Desmosomale Dysfunktion in Epithelbarrieren\" (DEFINE). 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