{"id":17546,"date":"2025-02-20T10:28:25","date_gmt":"2025-02-20T09:28:25","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17546"},"modified":"2025-02-20T10:28:25","modified_gmt":"2025-02-20T09:28:25","slug":"ins-krankenhaus-gehen-versorgungskonferenz-sprach-ueber-medizin-in-mittelhessen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17546","title":{"rendered":"Ins Krankenhaus gehen: Versorgungskonferenz sprach \u00fcber Medizin in Mittelhessen"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Spitzenmedizin und lokale medizinische Versorgung m\u00fcssen Hand in Hand ein funktionierendes Gesundheitsnetzwerk bilden.&#8220; das hat die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz bei einer Versorgungskonferenz f\u00fcr Gie\u00dfen und Marburg gefordert. <!--more--><br \/>\nAnl\u00e4sslich der f\u00fcnften Konferenz zur Umsetzung der Krankenhausreform des Bundes in Hessen im Versorgungsgebiet Gie\u00dfen\/Marburg betonte die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz: &#8222;Die Fragen und Gespr\u00e4che hier in Wetzlar haben einmal mehr deutlich gemacht, wie wichtig es ist, vor Ort mit den verantwortlichen Akteuren &#8211; wie den Kliniken und den Vertretern der kommunalen Ebene &#8211; in den Austausch zu gehen. In dem Versorgungsgebiet Gie\u00dfen-Marburg stellen sich mit gleich zwei Standorten des Universit\u00e4tsklinikums Gie\u00dfen und Marburg wiederum g\u00e4nzlich andere Fragen als in den anderen Regionen Hessens. Und ich freue mich, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer selbst unterstrichen haben, wie wichtig nun die Vernetzung auch untereinander sein wird.&#8220;<br \/>\nDr. Gunther Wei\u00df ist Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Universit\u00e4tsklinikums Gie\u00dfen und Marburg (UKGM. &#8222;Der durch die demografische sowie wirtschaftliche Entwicklung anstehende und notwendige Transformationsprozess in der Gesundheitsversorgung kann nicht alleine gelingen&#8220;, sagte er. &#8222;Nur gemeinsam und mittels gut funktionierender regionaler Gesundheitsnetzwerke kann eine fl\u00e4chendeckende und hochwertige medizinische Versorgung sichergestellt werden. Diesen Gedanken hat sich das Hessische Gesundheitsministerium zur Richtschnur aller Entscheidungen gemacht, weshalb wir uns in diesen Zeiten anstehender Ver\u00e4nderungen bei ihm sehr gut aufgehoben f\u00fchlen.&#8220;<br \/>\nDie Hessischen Gesundheitsministerin appellierte an die Teilnehmenden: &#8222;Wir m\u00fcssen jetzt alle den R\u00fccken gerade machen. Es ist eine Frage der Demokratie, dass wir alle das gleiche Ziel verfolgen, eine fl\u00e4chendeckende und gute Gesundheitsversorgung f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sicherzustellen. Die Menschen in unserem Land m\u00fcssen im Krankheits- und Notfall Zugang zu einer zuverl\u00e4ssigen sowie hochwertigen medizinischen Versorgung haben, das ist unsere Richtschnur.&#8220;<br \/>\nDie Versorgungsregion ist dadurch gekennzeichnet, dass es mit dem Universit\u00e4tsklinikum Gie\u00dfen und Marburg gleich zwei Standorte gibt, die neben ihrer Rolle in der Spitzenmedizin auch in der lokalen Versorgung eine gro\u00dfe Rolle spielen. Das Bundesrecht erfordere &#8222;L\u00f6sungen, an denen die Kliniken vor Ort gemeinsam arbeiten m\u00fcssen. Mir ist es wichtig, dass die Akteure vor Ort gut informiert und vorbereitet sind, erl\u00e4uterte Stolz. &#8222;Deswegen freue ich mich, dass unserer Einladung zur Versorgungskonferenz im Gebiet Gie\u00dfen-Marburg so viele Vertreterinnen und Vertreter der Gesundheitsversorgung gefolgt sind. Wir haben \u00fcber das weitere Verfahren zur Umsetzung der Krankenhausreform des Bundes hier in der Versorgungsregion und die Rahmenbedingungen aus der Bundesgesetzgebung informiert. Wir haben gemeinsam Chancen und Herausforderungen vor Ort identifiziert.&#8220;<br \/>\nTeilnehmer der Versorgungskonferenz waren unter anderen die Tr\u00e4ger der Kliniken, die Hessische Krankenhausgesellschaft, die Kassen\u00e4rztliche Vereinigung Hessen, die Krankenkassen, die Landes\u00e4rztekammer und die kommunale Seite. Vertreten war sie durch die Marburger Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier und Landrat Jan Weckler aus dem Wetteraukreis. Stolz betonte, dass Hessen sich &#8222;sehr fr\u00fchzeitig&#8220; auf die Krankenhausreform des Bundes vorbereitet habe. Sie betonte, dass man die Regionen nicht \u00fcber einen Kamm scheren k\u00f6nne und es f\u00fcr eine solide Gesundheitsversorgung der Menschen entscheidend sei, individuell &#8222;sehr genau&#8220; hinzuschauen.<br \/>\n&#8222;Es wird so sein, dass jede Region andere Antworten braucht&#8220;, erl\u00e4uterte Stolz. &#8222;Gerade in Mittelhessen ist es wichtig, einen Ausgleich zwischen universit\u00e4rer Spitzenmedizin und der Versorgung in der Fl\u00e4che zu finden. Deswegen sind wir hier und sprechen mit den Verantwortlichen in der Region, die ihre Versorgungslage kennen und die Ver\u00e4nderungen ansto\u00dfen und voranbringen m\u00fcssen.&#8220;<br \/>\nMit Blick &#8211; auf die Versorgungsregion konnte auf Basis der von der Hessen-Agentur erhobenen &#8211; Datenlage festgestellt werden, dass es neben dem Universit\u00e4tsklinikum Gie\u00dfen und Marburg eine Reihe von weiteren leistungsf\u00e4higen Krankenh\u00e4usern sowie eine gro\u00dfe Zahl von spezialisierten Fachkliniken gibt. Das Versorgungsgebiet in Gie\u00dfen-Marburg nimmt dabei Aufgaben war, die in Hessen einzigartig sind. Zu denken ist hier an die Transplantationsmedizin oder an die seltenen Erkrankungen, bei denen das Universit\u00e4tsklinikum Marburg &#8211; gemeinsam mit dem Universit\u00e4tsklinikum Frankfurt am Main &#8211; das Zentrum der Versorgung in Hessen bildet.<br \/>\nDazu f\u00fchrte Stolz aus: &#8222;In der Region wird deutlich, wie wichtig es ist, in regionalen Netzwerken zu denken, damit das Wissen der Universit\u00e4tskliniken in allen Regionen Hessens und \u00fcber alle Krankenhaustr\u00e4ger hinweg den Patientinnen und Patienten zu Gute kommt.&#8220; Dieses Beispiel zeige, so der Vortrag der Hessen-Agentur bei der Veranstaltung, hervorragend den &#8222;dringend erforderlichen Abstimmungsbedarf&#8220;. Die Region m\u00fcsse als Ganzes gedacht werden.<br \/>\nDie Untersuchung der Hessen-Agentur macht auch deutlich, welche Ver\u00e4nderungen sich aus dem demografischen Wandel ergeben und welche Auswirkungen das auf den Versorgungsbedarf hat. Rund 24.000 F\u00e4lle werden im Jahr 2035 ambulant erbracht werden, f\u00fcr die man heute noch ein Krankenhaus aufsucht. Jedoch ist in der station\u00e4ren Versorgung aufgrund des demografischen Wandels mit mehr schweren F\u00e4llen und mit einer l\u00e4ngeren Verweildauer zu rechnen.<br \/>\nEine Analyse im Detail zeigt, dass die Entwicklung in den einzelnen Leistungsgruppen sehr unterschiedlich verlaufen wird. Beispielsweise ist mit einem h\u00f6heren geriatrischen Versorgungsbedarf zu rechnen, w\u00e4hrend in anderen Bereichen zuk\u00fcnftig viele Leistungen ambulant erbracht werden k\u00f6nnen. Weiterhin werden nicht alle Kliniken die vom Bund vorgegebenen Kriterien f\u00fcr bestimmte Leistungsgruppen erf\u00fcllen k\u00f6nnen und sich ver\u00e4ndern und gegebenenfalls Partner suchen m\u00fcssen.<br \/>\n&#8222;Deshalb ist es unabdingbar, dass sich die Krankenh\u00e4user spezialisieren, sich vernetzen und kooperieren&#8220;, fasste Stolz den Vortrag zusammen. Die Gesundheitsministerin betonte auf der Versorgungskonferenz die bundesweite Vorreiterrolle Hessens: &#8222;Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat uns in der aktuellen Bestandsaufnahme f\u00fcr die Jahre 2019 bis 2021 best\u00e4tigt, dass Hessen bei der Investitionsf\u00f6rderung im Spitzenbereich liegt, bei der Krankenhausinvestitionsquote pro Fall auf Platz eins aller L\u00e4nder.&#8220; Dabei seien die massiv angestiegenen Investitionsf\u00f6rdermittel seit 2022 noch nicht ber\u00fccksichtigt.<br \/>\n&#8222;In Hessen haben wir die Pauschalf\u00f6rdermittel seit 2016 um rund 170 Prozent auf mittlerweile 390 Millionen Euro gesteigert&#8220;, erl\u00e4uterte die Ministerin. &#8222;Daneben haben wir ein mit 140 Millionen Euro dotiertes Landesdarlehensprogramm beschlossen. Wir werden au\u00dferdem mit insgesamt 80 Millionen Euro Investitionsma\u00dfnahmen von Krankenh\u00e4usern in l\u00e4ndlichen Regionen oder in Ballungsgebieten, die einen Verbund bilden, unterst\u00fctzen.&#8220;<br \/>\nZum weiteren Vorgehen betonte die Ministerin abschlie\u00dfend: &#8222;Wir werden uns weiter f\u00fcr Ver\u00e4nderungen am Bundesgesetz einsetzen, weil es zu wenig die regionalen Besonderheiten und die finanzielle Lage der Krankenh\u00e4user im Blick hat. Unabh\u00e4ngig von m\u00f6glichen \u00c4nderungen am zeitlichen Verlauf der Krankenhausreform nach der Bundestagswahl werden wir jedoch in Hessen die notwendigen Schritte zu einer zukunftsfesten Krankenhauslandschaft im Sinne der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in unserem Land gehen. Zahlreiche Einzelgespr\u00e4che und harte Arbeit bis zur Beantragung und Bescheidung von Leistungsgruppen stehen uns nun allen gemeinsam bevor. Die Menschen in Hessen k\u00f6nnen jedoch sicher sein, dass wir alles Notwendige tun, damit sie im Krankheits- oder Notfall fl\u00e4chendeckend medizinisch gut versorgt werden.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Hessisches Ministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Wiesbaden<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Spitzenmedizin und lokale medizinische Versorgung m\u00fcssen Hand in Hand ein funktionierendes Gesundheitsnetzwerk bilden.&#8220; das hat die Hessische Gesundheitsministerin Diana Stolz bei einer Versorgungskonferenz f\u00fcr Gie\u00dfen und Marburg gefordert.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[2,4],"tags":[2713,53,715],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-4z0","jetpack-related-posts":[{"id":19018,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=19018","url_meta":{"origin":17546,"position":0},"title":"Ausschreibung: Gemeinsame Exzellenz der Unis Marburg und Gie\u00dfen","date":"12. 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