{"id":174,"date":"2017-02-19T10:41:38","date_gmt":"2017-02-19T09:41:38","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=174"},"modified":"2017-02-28T10:29:09","modified_gmt":"2017-02-28T09:29:09","slug":"vaupel-las-im-rathaus-geschichten-vom-rathausgockel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=174","title":{"rendered":"Vaupel las: Im Rathaus Geschichten vom Rathausgockel"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Wenn ich was zu sagen h\u00e4tte, k\u00e4me das Bild weg&#8220;, hatte Egon Vaupel vor rund 40 Jahren beim Anblick des Gem\u00e4ldes im Historischen Saal des Rathauses gedacht. &#8222;Das darf nie weg&#8220;, sagt er heute. <!--more--><br \/>\n\u00dcber die Geschichte des Gem\u00e4ldes &#8222;Der Weg des Lebens&#8220; von Carl Bantzer sprach der ehemalige Oberb\u00fcrgermeister am Samstag (18. Februar) anl\u00e4sslich einer Lesung im Historischen Saal. Dort las Vaupel aus dem Kinderbuch &#8222;Fast wie eine Zeitreise: Geschichten vom Marburger Rathausgockel&#8220; von Ute Schneidewindt.<br \/>\nDas Bild hatten die Br\u00fcder Strau\u00df 1930 ihrer Heimatstadt gestiftet. Schon wenige Jahre sp\u00e4ter mussten sie Marburg wegen ihrer j\u00fcdischen Herkunft verlassen. Daran erinnere dieses &#8211; in seiner Darstellungsweise durchaus kritisierenswerte &#8211; Gem\u00e4lde an dieser prominenten Stelle, erkl\u00e4rte Vaupel.<br \/>\nDrei Kapitel aus Schneidewindts Kinderbuch las der fr\u00fchere Oberb\u00fcrgermeister am Samstagnachmittag im Historischen Saal des Rathauses vor. Dort befand er sich am Ort des Geschehens der Erlebnisse von Anna-Lena und der Tochter des Konditormeisters. Die beiden M\u00e4dchen erkunden das Rathaus und erfahren viele alte Geschichten vom Rathausgockel.<br \/>\nAnna-Lena vertreibt die Tauben, die den Rathausgockel angreifen. Er redet mit ihr und erz\u00e4hlt ihr viele Geschichthten aus seinem Langen Leben auf dem Dach des Rathauses.<br \/>\nBereits im Oktober 2010 hatte Schneidewindt ihr erstes Kinderbuch &#8222;Fast wie im Himmel &#8211; Geschichten von der Linde in Himmelsberg&#8220; beim Burgwald-Verlag ver\u00f6ffentlicht. Bei der Marburger Verlagsgesellschaft erschien im November 2016 in \u00e4hnlicher Machart das Kinderbuch \u00fcber den Rathausgockel und seine Wirkungsst\u00e4tte. Illustrationen dazu hatte Rachel Hunter beigesteuert.<br \/>\nWilfried Hahn berichtet Anna-Lena von seinen Erlebnissen. Im Keller des Rathauses findet sie auch einen Spiegel, der ihr Fragen zur Geschichte des Rathauses beantwortet.<br \/>\nIn diesem alten Keller befinden sich auch die Arrestzellen, wo die Statd w\u00e4hrend der Nazi-Zeit Kritiker der NS-Diktatur gefangenhielt. Auch davon erz\u00e4hlt das Kinderbuch.<br \/>\nEs erkl\u00e4rt Demokratie und Diktatur. Diese Erkl\u00e4rung ist so einfach wie einleuchtend: In einer Demokratie haben alle was zu sagen; in einer Diktatur nur ein einziger.<br \/>\nDieses kindgerechte Pl\u00e4doyer f\u00fcr Demokratie griff Vaupel bei der Lesung auf. Nachdr\u00fccklich bekr\u00e4ftigte er die Notwendigkeit, dass jede und jeder Einzelne sich f\u00fcr die Demokratie einsetzen m\u00fcsse.<br \/>\nMit vielen Anekdoten aus seiner fast 20-j\u00e4hrigen Zeit als B\u00fcrgermeister und Oberb\u00fcrgermeister w\u00fcrzte Vaupel die Lesung. Er beschrieb das Uhrwerk unter dem Dach und die kleine Klappe mitten im Zifferblatt der Rathausuhr.<br \/>\nVerleger Erich Schumacher ging auf die Anregung einer ausw\u00e4rtigen Besucherin ein, das Buch auch \u00fcber die Tourist-Information zu vermarkten. Dort habe man den Vertrieb des Kinderbuchs jedoch abgelehnt, berichtete er. Das m\u00fcsse aber nicht so bleiben, wenn viele Interessierte dort danach fragten, meinte Vaupel daraufhin. *<\/p>\n<p>Franz-Josef Hanke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wenn ich was zu sagen h\u00e4tte, k\u00e4me das Bild weg&#8220;, hatte Egon Vaupel vor rund 40 Jahren beim Anblick des Gem\u00e4ldes im Historischen Saal des Rathauses gedacht. &#8222;Das darf nie weg&#8220;, sagt er heute.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":178,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[3,2],"tags":[140,141,142,143],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/marburg.news\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/Lesung-Rathaus_19322-e1487700287509.jpg?fit=520%2C475","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-2O","jetpack-related-posts":[{"id":14901,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=14901","url_meta":{"origin":174,"position":0},"title":"Sie ist vorbildlich: Rita Vaupel erhielt das Bundesverdienstkreuz","date":"9. 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