{"id":17352,"date":"2025-01-20T17:40:00","date_gmt":"2025-01-20T16:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17352"},"modified":"2025-01-20T17:40:00","modified_gmt":"2025-01-20T16:40:00","slug":"41-teilnehmende-versorgungskonferenz-nahm-digitalisierung-in-den-blick","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17352","title":{"rendered":"41 Teilnehmende: Versorgungskonferenz nahm Digitalisierung in den Blick"},"content":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung st\u00e4rken m\u00f6chten Stadt und Kreis. Eine gemeinsame Versorgungskonferenz hat die Chancen digitaler Anwendungen in den Blick genommen. <!--more--><br \/>\nDie Digitalisierung spielt in der Gesundheitsversorgung eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Bei der inzwischen sechsten Versorgungskonferenz des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg ging es diesmal insbesondere um den Sachstand und die Zukunft des digitalen Datenaustauschs im Gesundheitsbereich. 41 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Fachkreisen tauschten sich dazu im Landratsamt aus.<br \/>\nDie Veranstaltung fand im Rahmen der gemeinsamen Initiative &#8222;Gesundheit f\u00f6rdern &#8211; Versorgung st\u00e4rken&#8220; statt, die 2016 ins Leben gerufen wurde. Die Initiative von Kreis und Stadt m\u00f6chte mit Gesundheitsf\u00f6rderung sowie Pr\u00e4vention und der F\u00f6rderung der medizinischen Versorgung die Gesundheit und Lebensqualit\u00e4t der Einwohnerinnen und Einwohner verbessern.<br \/>\nLandrat Jens Womelsdorf betonte, digitale Anwendungen seien auch im Gesundheitssektor bereits vielfach eine Erleichterung. Gleichzeitig sei es gut und wichtig, dass relevante Akteurinnen und Akteuren in der Region zusammenarbeiten und sich vernetzen, um damit die Gesundheitsregion Marburg-Biedenkopf weiter voranzubringen. Daf\u00fcr sei die Versorgungskonferenz eine gute Plattform.<br \/>\nStadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier sagte, Deutschland falle derzeit im Hinblick auf die Digitalisierung in der Medizin insgesamt hinter viele andere europ\u00e4ische L\u00e4nder. &#8222;Wir m\u00fcssen alle gemeinsam daran arbeiten, uns hier zu verbessern&#8220;, forderte Dinnebier. Auf regionaler Ebene seien Veranstaltungen wie beispielsweise diese Versorgungskonferenz daf\u00fcr ein wichtiger Beitrag.<br \/>\nNicht nur Landrat und Stadtr\u00e4tin hoben die M\u00f6glichkeiten digitaler Anwendungen hervor. Die Teilnehmenden betonten die Notwendigkeit des digitalen Datenaustauschs im Gesundheitswesen: Die schnelle Kommunikation untereinander und der Austausch von Befunden k\u00f6nne vieles &#8211; im Arbeitsablauf und zugunsten der Patientinnen und Patienten &#8211; verbessern. Risiken bez\u00fcglich der Datensicherheit und ein absehbarer Mehraufwand durch die Digitalisierung wurden aber auch thematisiert.<br \/>\nDer digitale Datenaustausch zwischen verschiedenen Gesundheits- und Medizinsektoren, der im Fokus der Konferenz stand, ist mittels der sogenannten &#8222;Telematik&#8220;-Infrastruktur (TI) m\u00f6glich. Auf Bundesebene ist die gematik GmbH als Nationale Agentur f\u00fcr Digitale Medizin beauftragt, sie aufzubauen. Die TI ist das geschlossene Netz f\u00fcr den sicheren Datenaustausch im deutschen Gesundheitswesen. Daf\u00fcr sind verbindliche Standards f\u00fcr Dienste, Komponenten und Anwendungen n\u00f6tig.<br \/>\ngematik-Produktmanager Torsten Hoffmann gab in der Versorgungskonferenz einen \u00dcberblick zum aktuellen Umsetzungsstand der drei TI-Anwendungen &#8222;KIM&#8220; (Kommunikation im Medizinwesen), TIM (TI-Messenger) sowie die Elektronische Patientenakte. Der \u00d6ffentliche Gesundheitsdienst, zu dem auch das Gesundheitsamt geh\u00f6rt, ist bisher nicht verpflichtet, die Telematik-Infrastruktur zu nutzen. In Hessen sind daher erst acht von 24 Gesundheits\u00e4mtern angeschlossen &#8211; Marburg-Biedenkopf geh\u00f6rt dabei zu den Vorreitern. &#8222;KIM&#8220; ist wiederum ein E-Mail-System, mit dem Nachrichten und Dokumente &#8211;<br \/>\nwie beispielsweise Arztbriefe oder Befunde &#8211; sicher und datenschutzkonform versendet werden k\u00f6nnen&#8220;,<br \/>\n. Auch die elektronische Arbeitsunf\u00e4higkeitsbescheinigung (eAU) wird \u00fcber KIM versendet. Sehr viele Arzt- und Zahnarztpraxen sowie Apotheken nutzen KIM bereits.<br \/>\nDas best\u00e4tigte auch der niedergelassene Internist und Kardiologe Dr. Payam Katebini f\u00fcr den Bereich der Arztpraxen. Hans-Walter Fritsch vom Gesch\u00e4ftsbereich IT am Universit\u00e4tsklinikum Gie\u00dfen-Marburg (UKGM) sprach f\u00fcr den station\u00e4ren Bereich: Dort m\u00fcssten noch weitere technische Voraussetzungen seitens der gro\u00dfen Software-Anbieter geschaffen werden, damit die Krankenh\u00e4user umfassend mit KIM kommunizieren k\u00f6nnten.<br \/>\nMichel Stockmann erl\u00e4uterte die Perspektive der Digitalisierungs- und Systemadministration beim Gesundheitsamt des Landkreises Marburg-Biedenkopf: Er betonte, dass das Kreis-Gesundheitsamt bundesweit zu den circa drei Prozent der \u00c4mter geh\u00f6re, die bereits KIM nutzen, um mit Arztpraxen sicher Patientendaten auszutauschen. Gelegenheit zur bereichs\u00fcbergreifenden Betrachtung sowie f\u00fcr Beitr\u00e4ge aus dem Publikum bot die abschlie\u00dfende Podiumsdiskussion mit Dr. Birgit Wollenberg vom Gesundheitsamt, dem niedergelassenen Internisten und Kardiologen Dr. Lothar Born Prof. Dr. Uwe Wagner von der Klinik f\u00fcr Frauenheilkunde und Geburtshilfe am UKGM Marburg sowie Torsten Hoffmann von gematik. Moderator der Podiumsdiskussion war Dr. Heinrich Grebe, die Leitung der Gesamtveranstaltung hatte Dr. Birgit Wollenberg inne.<br \/>\nDie angeregte Diskussion der 41 Teilnehmenden zeigte die Relevanz der diesj\u00e4hrigen Versorgungskonferenz. Der Bedarf an sicherer digitaler Kommunikation \u00fcber &#8222;KIM&#8220; und perspektivisch auch \u00fcber den Messenger &#8222;TIM&#8220; ist bei allen Akteuren hoch. Bei der Elektronischen Patientenakte kam in den Gespr\u00e4chen auch Verbesserungsbedarf hinsichtlich Aufbau und Vollst\u00e4ndigkeit zur Sprache. Ein Notfall-Datensatz wurde angeregt, damit die wichtigsten Daten stets schnell zu erfassen sind.<br \/>\nDer Landkreis m\u00f6chte den z\u00fcgigen Weiterausbau der Telematik-Infrastruktur gemeinsam mit allen Versorgungsakteuren vor Ort f\u00f6rdern. Hoffmann lobte das Engagement im Landkreis Marburg-Biedenkopf und sagte dabei seine Unterst\u00fctzung zu: &#8222;Dieser Landkreis zeichnet sich aus durch eine ausgepr\u00e4gte Kommunikation der Sektoren des Gesundheitswesens &#8211; eine wichtige Ausgangsbasis f\u00fcr die digitale Vernetzung. Hier wird sichtbar, wie Sektorengrenzen auch durch den Einsatz der Telematik-Infrastruktur \u00fcberwunden und Versorgungspfade zukunftsweisend gestaltet werden k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nDie Arbeitsgemeinschaft medizinische Versorgung wird den Prozess weiter begleiten und neue Akteure wie die Pflegeeinrichtungen und -dienste dauerhaft mit einbeziehen. Moderiert wird das durch das Gesundheitsamt.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung st\u00e4rken m\u00f6chten Stadt und Kreis. 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