{"id":17324,"date":"2025-01-15T12:20:40","date_gmt":"2025-01-15T11:20:40","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17324"},"modified":"2025-01-15T12:20:40","modified_gmt":"2025-01-15T11:20:40","slug":"siegerehrung-studis-entwickelten-gummi-aus-loewenzahn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17324","title":{"rendered":"Siegerehrung: Studis entwickelten Gummi aus L\u00f6wenzahn"},"content":{"rendered":"<p>Die Ehrung des &#8222;iGEM-Teams Marburg 2024&#8220; hat k\u00fcrzlich im Rathaus stattgefunden. Geballte Power aus Marburg hat erneut diesen internationalen Wettbewerb gewonnen. <!--more--><br \/>\nDas &#8222;Marburg iGEM-Team 2024&#8220; hat beim internationalen Wettbewerb der synthetischen Mikrobiologie in Paris den Gesamtsieg und vier Einzelpreise gewonnen. Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies hat das interdisziplin\u00e4re Team im Rathaus empfangen. Kautschuk aus L\u00f6wenzahn f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Gummiproduktion? &#8211; Geht! Das zeigte im Herbst 2024 das &#8222;Marburg iGEM-Team 2024&#8220; bei dem allj\u00e4hrlichen internationalen Wettbewerb.<br \/>\nDie &#8222;international Genetically Engineered Machine (iGEM) competition&#8220; (iGEM) ist ein internationaler Wettbewerb f\u00fcr Studierende auf dem Gebiet der synthetischen Biologie. Der Wettbewerb fand im vergangenen Jahr in Paris statt. Mehr als 400 Teams aus Forschungseinrichtungen der synthetischen Mikrobiologie aus der ganzen Welt kamen dort zusammen, um sich in einem der gr\u00f6\u00dften studentischen Wettbewerbe miteinander zu messen. Das Team aus Marburg hat dabei nicht nur den Gesamtsieg geholt, sondern auch vier Einzelpreise in verschiedenen Kategorien gewonnen.<br \/>\n&#8222;Sie haben einen Weg gefunden, wie aus L\u00f6wenzahnwurzeln Kautschuk hergestellt werden kann&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies w\u00e4hrend des Empfangs des iGEM-Teams im Historischen Saal des Rathauses. &#8222;Das ist \u00e4u\u00dferst bemerkenswert. Auf die Idee, dies zu versuchen, muss man erst einmal kommen. Und Sie sind nicht nur auf die Idee gekommen, sondern haben es auch noch geschafft. Das hat mich sehr beeindruckt. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch zu Ihrem grandiosen Erfolg!&#8220;<br \/>\nForschung und Innovation zu f\u00f6rdern habe in Marburg nicht nur Tradition, sondern sei auch f\u00fcr die Zukunft der Stadt als Universit\u00e4ts- und Wirtschaftsstandort von besonderer Bedeutung. Das Besondere an dem iGEM-Wettbewerb ist, dass die jungen Studierenden dort die Ergebnisse von einem Jahr interdisziplin\u00e4rer und eigenst\u00e4ndiger Forschung pr\u00e4sentieren. Die Projektteam-Mitglieder kommen aus dem Zentrum f\u00fcr Synthetische Mikrobiologie, den Fachbereichen Biologie, Chemie, Medizin, Informatik, Geschichte und dem Max-Planck-Institut f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie.<br \/>\nNachdem die Teams aus Marburg bereits in den Jahren 2018 und 2021 Gesamtsieger waren, ging die &#8222;Goldmedaille&#8220; nun zum insgesamt dritten Mal nach Marburg und damit so oft, wie an keine andere Universit\u00e4t beziehungsweise Forschungseinrichtung. &#8222;Mit Ihrem Engagement und Ihrer Kompetenz haben Sie erneut die hervorragende Qualit\u00e4t des Forschungs- und Innovationsstandorts Marburg herausgestellt&#8220;, erkkl\u00e4rte der Oberb\u00fcrgermeister. Bei der Bewertung im Wettbewerb spielt aber nicht nur die Forschung eine Rolle &#8211; die Studierenden sind auch angehalten, ihr Projekt und die Synthetische Biologie im Allgemeinen in der \u00d6ffentlichkeit darzustellen und zu diskutieren.<br \/>\n&#8222;Gummi beziehungsweise Kautschuk findet sich in vielen unserer allt\u00e4glichen Produkte wiedervon Autoreifen bis Quietscheente&#8220;, , erl\u00e4uterte die Masterstudentin Julia Rinn vom iGEM-Team. &#8222;Das Problem dabei ist, dass wir im Augenblick Naturkautschuk nur aus dem Kautschukbaum gewinnen k\u00f6nnen, was zur Abholzung der Tropenw\u00e4lder beitr\u00e4gt.&#8220;<br \/>\nIn der Forschung habe das Team festgestellt, dass sich aus den Wurzeln einer L\u00f6wenzahnart aus Kasachstan Kautschuk herstellen l\u00e4sst. Doch dabei endete die Forschung des Teams noch lange nicht.<br \/>\n&#8222;Das Problem dabei wiederum ist, dass es neue Maschinen br\u00e4uchte, um diesen L\u00f6wenzahn mitsamt seinen Wurzeln gut ernten zu k\u00f6nnen&#8220;, erl\u00e4uterte Rinn weiter. &#8222;Das w\u00fcrde wiederum die Landwirt*innen belasten. Daher haben wir uns gedacht, dass wir die Pflanze einfach an die vorhandenen Maschinen anpassen.&#8220;<br \/>\nDas Marburger Team hat das Gespr\u00e4ch mit verschiedenen Expertinnen und Experten gesucht. So haben die Mitglieder nicht nur mit L\u00f6wenzahnz\u00fcchtern, Gummiproduzenten und weltweit f\u00fchrenden Wissenschaftler*innen gesprochen, sondern auch von EU-Vertretern, Umweltschutzorganisationen, Landwirten oder Historiker*innen ma\u00dfgebliche Anregungen zur Ausrichtung ihres Projektes erhalten. Dabei hat sich ganz besonders die starke Interdisziplinarit\u00e4t des iGEM-Teams ausgezahlt.<br \/>\n&#8222;Wir sind mit vielen Menschen aus Wirtschaft und Industrie in den Austausch gegangen und haben einfach gefragt: ,Was braucht ihr?&#8220;, erg\u00e4nzte Alexander Kuhne. &#8222;Es soll am Ende ja wirklich einsetzbar und praktikabel sein&#8220;. Ich denke, dass wir damit eine nachhaltigere Kautschukproduktion erm\u00f6glichen k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nKuhne ist ebenfalls Masterstudent der molekularen und zellul\u00e4ren Biologie und Mitglied im iGEM-Team. &#8222;Zudem geht von der L\u00f6wenzahnart keine Gefahr f\u00fcr heimische Pflanzenarten aus&#8220;, betonte Kuhne.<br \/>\nMa\u00dfgeblich zum Erfolg beigetragen hat auch Teambetreuer Dr. Ren\u00e9 Inckemann, der vor kurzem seine Doktorarbeit am Max-Planck-Institut f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie abgeschlossen hat. &#8222;Das iGEM-Team 2024 hat molekulare Werkzeuge etabliert, die f\u00fcr die Entwicklung von Sorten einer Latex-f\u00fchrenden L\u00f6wenzahnart essentiell sind. Diese L\u00f6wenzahnart eignet sich zudem f\u00fcr den fl\u00e4chendeckenden Anbau auf der Nordhalbkugel.&#8220;<br \/>\nDas spare Transportwege. Die untersuchte L\u00f6wenzahnart ist sehr gen\u00fcgsam und w\u00fcrde im Anbau nicht mit der Nutzung von Ackerfl\u00e4chen f\u00fcr die Nahrungs- und Futtermittelproduktion konkurrieren. Zur Deckung der Kosten im Zusammenhang mit der Teilnahme am internationalen Wettbewerb in Paris hat die Stadt Marburg 2024 einen Zuschuss von 2.000 Euro gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ehrung des &#8222;iGEM-Teams Marburg 2024&#8220; hat k\u00fcrzlich im Rathaus stattgefunden. 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