{"id":17297,"date":"2025-01-10T12:45:00","date_gmt":"2025-01-10T11:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17297"},"modified":"2025-01-10T12:45:00","modified_gmt":"2025-01-10T11:45:00","slug":"fuer-forschung-uni-marburg-beteiligt-sich-an-eu-projekt-defender","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17297","title":{"rendered":"F\u00fcr Forschung: Uni Marburg beteiligt sich an EU-Projekt &#8222;DEFENDER&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die Virologie der Philipps-Universit\u00e4t unterst\u00fctzt internationale Forschungsanstrengungen gegen zuk\u00fcnftige Pandemien. Sie beteiligt sich am &#8222;Horizon Europe-Projekt DEFENDER&#8220;. <!--more--><br \/>\nDas interdisziplin\u00e4re Projekt &#8222;DEFENDER&#8220; entwickelt innovative Ans\u00e4tze zur Bek\u00e4mpfung von neu- und wiederauftretenden Viren (emerging viruses). Das Vorhaben unter Koordination des Leibniz-Instituts f\u00fcr Virologie (LIV) wird im Rahmen von &#8222;Horizon Europe&#8220; mit rund 9,6 Millionen Euro gef\u00f6rdert. Das Institut f\u00fcr Virologie der Philipps-Universit\u00e4t Marburg beteiligt sich unter der Leitung von Dr. Thomas Strecker als Kooperationspartner mit einer Summe von rund 750.000 Euro.<br \/>\nDie COVID-19-Pandemie hat das immense Risikopotential durch neu- und wiederauftretende Viren verdeutlicht. Gegen viele dieser Viren gibt es weder zugelassene Impfstoffe noch spezifische Therapien. Genau hier setzt &#8222;DevelopmEnt of IDEntification oF novel viral Entry factors (DEFENDER) an: Das Projekt zielt darauf ab, neue, alternative antivirale Ans\u00e4tze zu entwickeln, um auf zuk\u00fcnftige Ausbr\u00fcche vorbereitet zu sein.<br \/>\nDurch die Nutzung modernster Technologien wie CRISPR-Gentechnologie, bioinformatischer Analysen und k\u00fcnstlicher Intelligenz verfolgt DEFENDER ein Konzept zur Entwicklung neuer Angriffspunkte f\u00fcr antivirale Therapien, das sowohl den Wirt als auch das Virus in den Fokus r\u00fcckt. Auf der Wirt-Seite werden neue Wirtsfaktoren identifiziert, die eine Schl\u00fcsselrolle beim Eindringen von Viren spielen, w\u00e4hrend auf der Virus-Seite Virusstrukturen identifiziert werden, die potenzielle Ziele f\u00fcr therapeutische Antik\u00f6rper oder Nanobodies darstellen. Im Zentrum stehen dabei hochpathogene Viren wie das Nipah- und Lassa-Virus sowie durch M\u00fccken \u00fcbertragene Viren wie das Zika-, Dengue-, Gelbfieber- und Chikungunya-Virus.<br \/>\nMit dem Start im Januar 2025 hat DEFENDER eine Laufzeit von f\u00fcnf Jahren und wird entscheidend dazu beitragen, die europ\u00e4ische und globale Pandemievorsorge zu verbessern. Durch die systematische Erforschung von Virus-Wirt-Interaktionen sollen antivirale Kandidaten entwickelt werden, die in klinischen Studien weiterverfolgt werden k\u00f6nnen. Projektleiterin Prof. Dr. Stephanie Pf\u00e4nder von der Forschungsgruppe Emerging Viruses am Leibniz-Institut f\u00fcr Virologie in Hamburg betonte: &#8222;DEFENDER vereint die Expertise f\u00fchrender europ\u00e4ischer Forschungsinstitutionen in den Bereichen Virologie, Strukturbiologie, Genetik und Bioinformatik, um innovative, zukunftsweisende antivirale Strategien zu entwickeln. Wir sind davon \u00fcberzeugt, dass wir damit einen wesentlichen Beitrag zur Bek\u00e4mpfung zuk\u00fcnftiger Virusausbr\u00fcche leisten werden.&#8220;<br \/>\nDr. Thomas Strecker vom Institut f\u00fcr Virologie der Philipps-Universit\u00e4t untersucht dabei die molekularen und zellul\u00e4ren Infektionsmechanismen von Lassa-Viren in menschlichen Zellen. &#8222;Durch die Kombination dieser Ans\u00e4tze hoffen wir, neue angreifbare Schnittstellen in der Virus-Wirt-Interaktion zu identifizieren, um die Grundlage f\u00fcr innovative antivirale Therapien zu schaffen&#8220;, erl\u00e4uterte der Virologe.<br \/>\nNeben dem LIV sind 11 weitere Institutionen an DEFENDER beteiligt. Das sind die Universit\u00e4t Z\u00fcrich in der Schweiz, die Universit\u00e4tsmedizin Greifswald, das Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Infektionsforschung in Braunschweig, die Universit\u00e4t zu L\u00fcbeck, die \u00c9cole Polytechnique F\u00e9d\u00e9rale de Lausanne in der Schweiz, die Universit\u00e4t Heidelberg, die Liverpool School of Tropical Medicine in England, das Institut Pasteur in Paris, die Ruhr-Universit\u00e4t Bochum, die Philipps-Universit\u00e4t Marburg sowie das Bernhard-Nocht-Institut f\u00fcr Tropenmedizin in Hamburg.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Virologie der Philipps-Universit\u00e4t unterst\u00fctzt internationale Forschungsanstrengungen gegen zuk\u00fcnftige Pandemien. 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