{"id":17159,"date":"2024-12-11T15:45:00","date_gmt":"2024-12-11T14:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17159"},"modified":"2024-12-12T13:20:30","modified_gmt":"2024-12-12T12:20:30","slug":"an-den-bitcoin-kommen-polizei-warnt-vor-betrug-mit-kryptowaehrugen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17159","title":{"rendered":"An den Bitcoin kommen: Polizei warnt vor Betrug mit Kryptow\u00e4hrugen"},"content":{"rendered":"<p>Die aktuelle &#8222;Hausse&#8220; des Bitcoin hat die Polizei zum Anlass einer Warnung genommen. Betr\u00fcger versuchen, Unerfahrene mit Kryptow\u00e4hrungen \u00fcbers Ohr zu hauen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Frage nach sinnvollen Geldanlagen besch\u00e4ftigt viele B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger: Wo erhalte ich die beste Rendite? Welche Anlageformen sind sicher, welches Risiko kalkulierbar?<br \/>\nDie M\u00f6glichkeiten, Geld anzulegen, haben sich in den letzten Jahren ver\u00e4ndert und sind auch mehr geworden. Seit einiger Zeit stehen Kryptow\u00e4hrungen &#8211; also digitale Zahlungsmittel &#8211; bei Anlegern hoch im Kurs. Eine dieser Kryptow\u00e4hrungen ist der &#8222;Bitcoin&#8220;.<br \/>\nIn der vergangenen Woche verzeichnete er ein neues Allzeithoch: Der Wert eines Bitcoins \u00fcberstieg erstmals die Grenze von 100.000 EUR und steigerte somit die Aufmerksamkeit f\u00fcr Kryptow\u00e4hrungen nochmals deutlich. Insbesondere im Internet kursieren viele Meldungen \u00fcber Erfolgsgeschichten und gewonnenen Reichtum. F\u00fcr viele ist das ein Grund, auf den Zug aufzuspringen.<br \/>\nAm besten gesch\u00e4he das so schnell wie m\u00f6glich, um die Chance auf eine gute Rendite zu nutzen und vor allem noch schneller als andere zu sein. Insbesondere der gef\u00fchlte Zeitdruck, die Chance nutzen zu m\u00fcssen, bevor es zu sp\u00e4t ist, birgt dabei Risiken. Dieses Ph\u00e4nomen &#8222;Fear of missing out&#8220; (FOMO) &#8211; die Furcht, etwas zu verpassen- machen sich Betr\u00fcger zunutze. Abgesehen haben sie es dabei vor allem auf Einsteiger, die bislang noch keine Erfahrungen mit Kryptow\u00e4hrungen gemacht und sich nicht ausreichend informiert haben.<br \/>\nMit &#8211; auf den ersten Blick ansprechenden &#8211; Angeboten eines angeblichen Anlageprofis, der verspricht, sich um alles zu k\u00fcmmern, werden die Interessenten gek\u00f6dert. H\u00e4ufig handelt es sich zun\u00e4chst um eine Einstiegsinvestition von 200 bis 300 Euro. Teilweise werben die Betr\u00fcger in sozialen Medien mit Bildern von Prominenten oder angeblichen Finanzexperten, die Erfolge mit Investitionen gehabt h\u00e4tten, und versprechen schnelle Gewinne.<br \/>\nIhr Ziel ist dabei aber einzig und allein, B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger um ihr Geld zu bringen. Auf gef\u00e4lschten Plattformen gaukeln sie mit professionell wirkenden Webseiten einen seri\u00f6sen Betrieb vor. &#8222;Kunden&#8220; erhalten exklusive Konten und Zugangsm\u00f6glichkeiten und k\u00f6nnen das Anwachsen ihres Verm\u00f6gens nahezu t\u00e4glich mitverfolgen&#8220;, berichtete Polizeisprecher Tobias Schwarz. &#8222;Das b\u00f6se Erwachen kommt in der Regel, wenn man seinen Gewinn ausgezahlt haben m\u00f6chte: Nach Ausreden, weshalb dies nicht m\u00f6glich ist, erfolgt ein letzter Versuch, dem Opfer weiteres Geld f\u00fcr die n\u00e4chste &#8211; angeblich gewinnbringende &#8211; Investition abzukn\u00f6pfen, ehe der Kontakt abbricht und das zuvor investierte Geld verloren ist.<br \/>\nAnleger, die vor einigen Jahren auf diese Masche hereingefallen sind, werden nun teilweise erneut von den Betr\u00fcgern mit dem Hinweis kontaktiert, dass noch Guthaben vorhanden sei. Die Hoffnung auf Geld, das vergessen ging, verleitet schnell dazu, erneut Opfer zu werden. Durch die Zahlung von angeblichen Geb\u00fchren oder Steuern k\u00f6nne man angeblich an die suggerierten Gewinne kommen.<br \/>\nDoch auch im Umgang mit Kryptow\u00e4hrungen erfahrene B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind vor Betr\u00fcgern nicht gefeit. \u00dcber E-Mails oder SMS-Nachrichten, in denen dazu aufgefordert wird, Zugangsdaten zu Plattformen oder den sogenannten &#8222;Wallets&#8220; &#8211; den privaten Schl\u00fcsseln f\u00fcr den Zugang zur Kryptow\u00e4hrung &#8211; preiszugeben, versuchen Kriminelle, bereits vorhandene Krypto-Verm\u00f6genswerte zu stehlen. Bei Schneeballsystemen hingegen versprechen die Betr\u00fcger hohe Ertr\u00e4ge, die aus den Einlagen neuer Investoren bezahlt werden. Systeme dieser Art brechen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zusammen, was f\u00fcr die meisten Teilnehmer den Verlust des eigenen Geldes bedeutet.<br \/>\nDie Polizei r\u00e4t dazu, sich im Vorfeld sorgf\u00e4ltig und bei seri\u00f6sen Quellen zu informieren: &#8222;Es ist wichtig, dass Sie verstehen, in was Sie investieren! Kryptow\u00e4hrungen sind unbest\u00e4ndig und sprunghaft. Sie unterliegen keinen traditionellen Sicherungsmechanismen.&#8220;<br \/>\nFundiertes Wissen senkt das Risiko. &#8222;Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen&#8220;, riet Polizeisprecher Schwarz. Betr\u00fcger machen sich zu Nutze, was landl\u00e4ufig als &#8222;Gier frisst Hirn&#8220; bezeichnet wird. Seri\u00f6se Investitionsm\u00f6glichkeiten erfordern keine schnellen Entscheidungen.<br \/>\n&#8222;\u00dcberpr\u00fcfen Sie die Seriosit\u00e4t der Handelsplattformen&#8220;, empfahl Schwarz. &#8222;Recherchieren Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte und meiden Sie Anbieter ohne Lizenz!&#8220;<br \/>\nVertrauensw\u00fcrdige Unternehmen sind bei der Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungen (&#8222;BaFin&#8220;) gelistet. Unter<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bafin.de\/DE\/PublikationenDaten\/Datenbanken\/Unternehmenssuche\/unternehmenssuche_node.html\">https:\/\/www.bafin.de\/DE\/PublikationenDaten\/Datenbanken\/Unternehmenssuche\/unternehmenssuche_node.html<\/a><br \/>\nkann man eigenst\u00e4ndig \u00fcberpr\u00fcfen, ob das Unternehmen, bei dem man investieren m\u00f6chte, auch bei der BaFin gelistet ist.<br \/>\n&#8222;Sch\u00fctzen Sie ihre sensiblen Daten&#8220;, empfahl der Pressesprecher der Polizei. &#8222;Wallets&#8220; sind wie digitale Tresore. Geben Sie niemals ihren privaten Schl\u00fcssel oder ihre Zugangsdaten weiter!&#8220; Seri\u00f6se Anbieter fragen nicht danach.<br \/>\n&#8222;Seien und bleiben Sie skeptisch bei unrealistischen Versprechen&#8220;, warnte Schwarz. Angebote, die zu gut klingen, um wahr zu sein, beinhalten in der Regel einen Haken. Hohe Renditeversprechen bei minimalem Risiko sind ein klassisches Warnsignal.<br \/>\n&#8222;Sollten Sie Opfer eines Betrugs geworden sein, wenden Sie sich an die Polizei&#8220; riet Schwarz. &#8222;Dokumentieren Sie alle Transaktionen und Kontakte und erstatten Sie Anzeige!&#8220;<br \/>\nKryptow\u00e4hrungen k\u00f6nnen eine spannende Investitionsm\u00f6glichkeit sein. Sie bergen aber auch erhebliche Risiken. &#8222;Lassen Sie sich nicht von medialer Aufmerksamkeit oder der Angst, nicht auf den Erfolgszug aufgesprungen zu sein, leiten&#8220; warnte Schwarz. &#8222;Nehmen Sie sich Zeit, um eine fundierte Entscheidung zu treffen und achten Sie dabeiauf entsprechende Warnsignale! Ihre finanzielle Sicherheit sollte bei Anlagen dieser Art an erster Stelle stehen. Bleiben Sie deshalb skeptisch und wachsam!&#8220;<br \/>\nKriminalhauptkommissar Ulrich Kaiser steht als Fachberater f\u00fcr den Bereich der Cybercrimepr\u00e4vention im Polizeipr\u00e4sidium Mittelhessen bei Fragen gerne zur Verf\u00fcgung. Erreichbar ist der Pr\u00e4ventionsexperte unter der Telefonnummer 0641\/7006-2942 oder Praevention.PPMH@polizei.hessen.de.<\/p>\n<p>* pm: Polizei Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die aktuelle &#8222;Hausse&#8220; des Bitcoin hat die Polizei zum Anlass einer Warnung genommen. 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Die Polizei warnt immer wieder vor dem betr\u00fcgerischen Vorgehen und erhofft sich durch regelm\u00e4\u00dfige Pressemitteilungen und eine\u2026","rel":"","context":"In &quot;Sonstiges&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":20086,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=20086","url_meta":{"origin":17159,"position":2},"title":"Erneute Qualifikation: Aurelia Birne \u00fcbernimmt Gastprofessur am Institut f\u00fcr das Recht der Digitalisierung","date":"27. Mai 2026","format":false,"excerpt":"Dr. Aurelia Birne \u00fcbernimmt eine Gastprofessur am Institut f\u00fcr das Recht der Digitalisierung. Das hat die Philipps-Universit\u00e4t am Mittwoch (27. Mai) mitgeteilt. F\u00fcr f\u00fcnf Semester \u00fcbernimmt Dr. Aurelia Birne eine Gastprofessur am Fachbereich Rechtswissenschaften. 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