{"id":17138,"date":"2024-12-10T17:10:00","date_gmt":"2024-12-10T16:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17138"},"modified":"2024-12-11T08:15:49","modified_gmt":"2024-12-11T07:15:49","slug":"landkreis-als-paradies-foerdergelder-fuer-streuobstwiesen-helfen-natur-und-kultur","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17138","title":{"rendered":"Landkreis als Paradies: F\u00f6rdergelder f\u00fcr Streuobstwiesen helfen Natur und Kultur"},"content":{"rendered":"<p>Das &#8222;Kelterwiesen-Projekt&#8220; des Kreises schl\u00e4gt erneut Wurzeln. Weitere 200 Obstb\u00e4ume hat der Landkreis im November gepflanzt.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDas ist nicht nur ein wichtiger Beitrag f\u00fcr den Obstanbau, sondern auch f\u00fcr die Artenvielfalt. Allein Ende November hat der Kreis 200 Obstb\u00e4ume im Rahmen seines &#8222;Kelterwiesen-Projekts&#8220; an zehn teilnehmende Betriebe und Privatpersonen zur Pflanzung verteilt. Seit 2020 wurden damit im Rahmen des Projekts insgesamt rund 2.000 B\u00e4ume im Landkreis gepflanzt und zirka 30 Hektar Streuobstwiesen neu angelegt. Das entspricht der Gr\u00f6\u00dfe von etwa 42 Fu\u00dfballfeldern. Mitgemacht haben bislang \u00fcber 60 landwirtschaftliche Betriebe und Privatpersonen.<br \/>\nStreuobstwiesen geh\u00f6ren zu den artenreichsten Lebensr\u00e4umen. Dort finden viele seltene Tiere und Pflanzen ein Zuhause: Bis zu 60 verschiedene Brutvogelarten wurden auf einer der gro\u00dfen Streuobstwiesen im Landkreis nachgewiesen. Auch seltene Arten wie der Gartenrotschwanz, Wendehals oder Steinkauz kommen im Landkreis vor und profitieren von den Streuobstwiesen.<br \/>\nSie dienen ihnen beispielsweise als Brutst\u00e4tte. Tiere wie Rinder und Schafe beweiden zudem h\u00e4ufig das Gr\u00fcnland unter den B\u00e4umen und leisten so einen wichtigen Beitrag daf\u00fcr, dass sich vielf\u00e4ltige Pflanzen- und Insektenarten an Streuobstwiesen ansiedeln. Alternativ findet auch oft eine Heuwiesenmahd statt, die sich ebenfalls positiv auf die Artenvielfalt auswirkt.<br \/>\nZudem sind Streuobstwiesen aus kultureller Perspektive wichtig, auch um regionale Obstsorten zu erhalten. &#8222;Die hessischen Keltereien verzeichnen in den vergangenen Jahren einen stetigen R\u00fcckgang von Kelterobst und greifen deshalb immer \u00f6fter auf Importe zur\u00fcck&#8220;, berichtete Michael Zerbe vom Fachbereich L\u00e4ndlicher Raum und Verbraucherschutz des Landkreises. &#8222;Meist wird das Obst aber privat, durch \u00f6rtliche Vereine oder in den regionalen kleinen Keltereien verarbeitet. Gerade in den D\u00f6rfern des Landkreises gibt es erfreulicherweise noch viele lokale Initiativen und Kelterm\u00f6glichkeiten.&#8220;<br \/>\nIn Zerbes Fachbereich ist das &#8222;Kelterwiesen-Projekt&#8220;, in dessen Rahmen die Pflanzaktionen stattfinden, organisatorisch angesiedelt. Es ist Teil der F\u00f6rderangebote des Landkreises, um Streuobstwiesen zu erhalten, zu pflegen und neu anzulegen. Schwerpunkt des &#8222;Kelterwiesen-Projekts&#8220; sind gro\u00dffl\u00e4chige Pflanzungen, die in die landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Fl\u00e4chen integriert werden. Neben Kelterobst k\u00f6nnen auch Tafelobst oder andere Obstsorten angepflanzt werden.<br \/>\nDer Fachbereich L\u00e4ndlicher Raum und Verbraucherschutz (LRV) koordiniert das Projekt, \u00fcbernimmt die Abwicklung und steht Interessierten beratend zur Seite. Ein bis zweimal im Jahr organisieren Mitarbeitende eine Sammelbestellung und bieten ein Pflanzworkshop an. &#8222;ichtig ist auch die Zusammenarbeit mit den Obst- und Gartenbauvereinen und die Vermittlung von Fortbildungsangeboten f\u00fcr die Teilnehmenden&#8220;, erkl\u00e4rte Zerbe.<br \/>\nJeder Baum wird vom Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen mit 50 Euro aus Mitteln der Hessischen Biodiversit\u00e4tsstrategie bezuschusst. Au\u00dferdem kann in den folgenden Jahren ein Zuschuss aus dem Hessischen Programm f\u00fcr Agrarumwelt- und Landschaftspflegema\u00dfnahmen (HALM) f\u00fcr die Pflege und Unterhaltung der Streuobstwiesen beantragt werden. Weitere Informationen zum Projekt beantwortet der Fachbereich L\u00e4ndlicher Raum und Verbraucherschutz telefonisch unter 06421\/405-6214 oder per E-Mail an ZerbeM@marburg-biedenkopf.de.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das &#8222;Kelterwiesen-Projekt&#8220; des Kreises schl\u00e4gt erneut Wurzeln. Weitere 200 Obstb\u00e4ume hat der Landkreis im November gepflanzt.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[4],"tags":[943,4385,4331],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-4sq","jetpack-related-posts":[{"id":14655,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=14655","url_meta":{"origin":17138,"position":0},"title":"Angeschafft: Nistk\u00e4sten als Bruthilfe auf Streuobstwiesen","date":"22. Dezember 2023","format":false,"excerpt":"Der Landkreis schafft 200 Nistk\u00e4sten an. Die Bruthilfen geben Vogelarten auf Streuobstwiesen ein Zuhause. 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