{"id":17130,"date":"2024-12-10T10:10:00","date_gmt":"2024-12-10T09:10:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17130"},"modified":"2024-12-10T12:15:15","modified_gmt":"2024-12-10T11:15:15","slug":"marburg-als-vorbild-englische-delegation-informierte-sich-ueber-die-blindenstadt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17130","title":{"rendered":"Marburg als Vorbild: Englische Delegation informierte sich \u00fcber die &#8222;Blindenstadt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Marburg ist Beispiel f\u00fcr Barrierefreiheit. Eine Delegation aus England nimmt Ideen f\u00fcr Inklusion aus Marburg mit.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nBarrierefreiheit ist in der Universit\u00e4tsstadt Marburg ein wichtiges Thema. Um sich \u00fcber die Formen der Barrierefreiheit f\u00fcr blinde und sehbehinderte Menschen in Marburg zu informieren, hat eine Delegation aus England die &#8222;Blindenstadt&#8220; besucht.<br \/>\n&#8222;Marburg als Universit\u00e4tsstadt ist mit rund 140 Nationalit\u00e4ten eine junge, bunte und aufgeschlossene Stadt&#8220;, sagte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier im Rahmen des Empfangs einer Delegation aus England im Rathaus. &#8222;Alle, die sich freundlich und respektvoll verhalten, sind hier willkommen. Dabei ist es uns als Stadt wichtig, m\u00f6glichst allen Gruppen Geh\u00f6r zu verschaffen, beziehungsweise alle anzuh\u00f6ren.&#8220;<br \/>\nDie Stadtr\u00e4tin fuhr fort: &#8222;Wir freuen uns sehr dar\u00fcber, dass Sie die Stadt Marburg als gutes Beispiel f\u00fcr Barrierefreiheit f\u00fcr blinde und sehbehinderte Menschen ausgew\u00e4hlt sowie sich f\u00fcr einen Besuch bei uns entschieden haben.&#8220; Der Austausch sei sehr wichtig, um auch von guten Beispielen aus England zu lernen. Aus England angereist waren Martha Foulds, Sydney May, Ian Mitchell und Rachel Wilkinson.<br \/>\nSie sind Mitarbeitende der Thomas Pocklington Trust.<br \/>\nDas ist eine nationale Wohlt\u00e4tigkeitsorganisation f\u00fcr Sehverlust, die sich f\u00fcr eine inklusivere, zug\u00e4nglichere und gerechtere Gesellschaft einsetzt. Die Aufgabe der Organisation ist daher, blinde und sehbehinderte Menschen in England in den Schwerpunkten Bildung, Besch\u00e4ftigung und Engagement zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nIn die Geschichte und Rahmenbedingungen der Behindertenpolitik in Marburg f\u00fchrte Kerstin H\u00fchnlein ein. Sie arbeitet im Fachdienst &#8222;Soziale Leistungen&#8220; in der Behindertenhilfe der Stadt Marburg und ist in der Gesch\u00e4ftsstelle des Behindertenbeirats. H\u00fchnlein stellte heraus, dass Marburg als \u201eHauptstadt der mobilen Blinden\u201c aufgrund ihrer besonderen Vorgeschichte mit der Deutschen Blindenstudienanstalt (BliStA) schon lange als Vorreiterin hinsichtlich Barrierefreiheit gilt.<br \/>\nDie Stadt Marburg hat schon oft Ma\u00dfnahmen f\u00fcr mehr Barrierefreiheit vorgenommen, noch bevor sie gesetzlich \u00fcberhaupt vorgeschrieben waren. So verf\u00fcgt Marburg seit langer Zeit \u00fcber Leitsysteme, Aufmerksamkeitsfelder, Tastmodelle, akustische Signale, barrierefreies Internet und sprechende Aufz\u00fcge. Daher werde die Universit\u00e4tsstadt zum Teil auch von anderen deutschen St\u00e4dten um Rat gefragt.<br \/>\nOliver Kutsch vom st\u00e4dtischen Fachbereich Immobilien und Freianlagen und Dorte Hitz vom Fachdienst Tiefbau stellten verschiedene Projekte der Stadt Marburg vor, bei denen die Belange von blinden und sehbehinderten Menschen besondere Ber\u00fccksichtigung fanden. Die Delegation zeigte sich beeindruckt davon, dass bei allen Bauprojekten die Beteiligung der Betroffenen bereits in der Planungsphase durch beispielsweise Runde Tische in Marburg bereits selbstverst\u00e4ndlich ist. Auch die Tatsache, dass der Behindertenbeirat bei allen politischen Entscheidungen einbezogen wird, die Menschen mit Behinderungen betreffen, sah die Delegation aus England als besonders positiv und wichtig an.<br \/>\nVertreter der Stadt Marburg und die Mitglieder der Delegation haben m\u00f6gliche L\u00f6sungen f\u00fcr Probleme, mit denen blinde und sehbehinderte Menschen immer wieder konfrontiert sind, diskutiert und sich ausgetauscht. Dabei kam auch das \u201esoziale Modell\u201c zur Sprache, das besagt, dass Behinderung durch Barrieren in der Umwelt entsteht. Dadurch, dass die Stadt Marburg grunds\u00e4tzlich bei der Planung neuer Geb\u00e4ude die Barrierefreiheit ber\u00fccksichtigt, setzt die Universit\u00e4tsstadt bereits einige Ideen aus dem sozialen Modell um, um die Barrieren in der Umwelt zu verringern.<br \/>\nIm Anschluss an die Gespr\u00e4che besuchte die Gruppe verschiedene Standorte in Marburg, die als Beispiel f\u00fcr barrierefreie Planung dienen. So ging es zum einen zum Bahnhofsvorplatz am Hauptbahnhof sowie zum Nachbarschaftszentrum im Waldtal. Den Weg legte die Gruppe dabei jeweils mit dem \u00d6ffentlichen Personennahverkehr (\u00d6PNV) zur\u00fcck, um die Niederflurbusse, die Leitsysteme an den Haltestellen sowie die Ansagen der Linien und Abfahrten per Knopfdruck vorzustellen.<br \/>\nDie Delegation bedankte sich f\u00fcr den Input aus Marburg und hat viele Ideen mitgenommen, die die Mitglieder in ihrer Heimat als gute Beispiele pr\u00e4sentieren wollen. Ihr Ziel ist, die Aussage &#8222;das geht nicht&#8220; zu entkr\u00e4ften, indem sie anhand der Beispiele in Marburg aufzeigen, dass es eben doch geht, Barrierefreiheit bei der Planung von Anfang an mitzudenken.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marburg ist Beispiel f\u00fcr Barrierefreiheit. Eine Delegation aus England nimmt Ideen f\u00fcr Inklusion aus Marburg mit.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[4],"tags":[724,1275,42],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-4si","jetpack-related-posts":[{"id":14330,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=14330","url_meta":{"origin":17130,"position":0},"title":"Immer weiter: Koreanische Delegation informierte sich \u00fcber Teilhabe Behinderter","date":"10. November 2023","format":false,"excerpt":"Eine Delegation aus Korea hat sich \u00fcber Inklusion und Barrierefreiheit in Marburg informiert. Die Stadt gilt als orbildlich beim Umgang mit Behinderten. 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