{"id":17005,"date":"2024-11-28T18:26:00","date_gmt":"2024-11-28T17:26:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=17005"},"modified":"2024-11-29T20:28:37","modified_gmt":"2024-11-29T19:28:37","slug":"technische-vielfalt-netzwerk-ueber-digitale-hilfen-im-alter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=17005","title":{"rendered":"Technische Vielfalt: Netzwerk \u00fcber digitale Hilfen im Alter"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann Digitalisierung die Lebensqualit\u00e4t im Alter steigern? Dazu gab ein Netzwerktreffen &#8222;Gesundheit, Pflege und soziale Hilfen&#8220; Impulse.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nDie Digitalisierung hat das Potential, die Lebensqualit\u00e4t auch im Alter erheblich zu verbessern. Das wurde in verschiedenen Beitr\u00e4gen von Expertinnen und Experten im Rahmen der Gesamtkonferenz des Netzwerks &#8222;Gesundheit, Pflege und Soziale Hilfen&#8220; im Landratsamt deutlich. Zu Gast waren 90 Interessierte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich.<br \/>\n&#8222;Digitale Hilfen bieten viele Chancen und Unterst\u00fctzungsm\u00f6glichkeiten&#8220;&#8220;, sagte Landrat Jens Womelsdorf. &#8222;Deshalb sollten wir uns klarmachen, dass beim Voranbringen der Digitalisierung nicht alles schlecht l\u00e4uft, sondern dadurch auch immer mehr Annehmlichkeiten entstehen.&#8220;<br \/>\nWichtig sei dabei auch, offen f\u00fcr neue Wege zu bleiben und sich mit neuen Angeboten auseinanderzusetzen. Digitale Hilfen k\u00f6nnten schlie\u00dflich f\u00fcr alle Teile der Bev\u00f6lkerung Unterst\u00fctzung sein, nicht nur f\u00fcr junge Menschen. Die erheblichen Vorteile der Digitalisierung merke er als Landrat in seiner t\u00e4glichen Arbeit selbst immer st\u00e4rker. Potentielle Risiken gelte es grunds\u00e4tzlich nat\u00fcrlich trotzdem zu ber\u00fccksichtigen.<br \/>\n&#8222;Digitale Anwendungen im Alltag zu nutzen ist f\u00fcr viele &#8211; auch \u00e4ltere &#8211; Menschen eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit geworden&#8220;, machte auch Dr. Constanze Schul deutlich. &#8222;Insbesondere die Corona-Pandemie war hier noch mal ein Beschleuniger f\u00fcr die digitale Vernetzung, zumal es kaum mehr m\u00f6glich ist, sich dem zu entziehen.&#8220;<br \/>\nSchul ist stellvertretende Leiterin des Kreis-Gesundheitsamts. Dort leitet sie das Team &#8222;Pflegest\u00fctzpunkte und Altenplanung&#8220;.<br \/>\nEin Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf digitalen Hilfen, die insbesondere \u00e4lteren Menschen dabei helfen k\u00f6nnen, m\u00f6glichst lange im eigenen Zuhause wohnen zu bleiben. Gesellschaftswissenschaftlerin Melanie Heu\u00dfner von der Hessischen Fachstelle f\u00fcr Wohnberatung ging auf die wichtige Kernaussage der Studie &#8222;Uncover: SmartAgeing&#8220; ein, die sich mit Digitalisierung und Wohnen auseinandersetzt: Demnach seien Selbstbestimmung und Eigenst\u00e4ndigkeit f\u00fcr ein gutes Leben im Alter entscheidend.<br \/>\nHier k\u00f6nne Technologie unterst\u00fctzen. Je klarer erkennbar der Mehrwert f\u00fcr die Menschen sei, desto h\u00f6her falle die Akzeptanz aus, solche Mittel zu nutzen, zumal laut der Studie eine gro\u00dfe Aufgeschlossenheit gegen\u00fcber technischen Neuerungen f\u00fcr ein erf\u00fclltes und eigenst\u00e4ndiges Leben im Alter bestehe. Gleichzeitig w\u00fcrden sich \u00e4ltere Menschen h\u00e4ufig w\u00fcnschen, dass ihre Bed\u00fcrfnisse bei der Entwicklung von Technologie noch st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt w\u00fcrden. Insbesondere die M\u00f6glichkeit, durch digitale Technologien viel in Kontakt mit Familie und Freunden zu sein, sei ein Wunsch nicht nur junger, sondern auch fortgeschrittener Altersgruppen.<br \/>\nZudem stellte Heu\u00dfner die Ergebnisse einer Befragung vor, in der deutlich wird, dass die Mehrheit ein digitales Zuhause mit \u00dcberwachung durch digitale Anwendungen dem Pflegeheim vorzieht. Das geht inzwischen bereits \u00fcber Assistenzsysteme, die zum Beispiel Auff\u00e4lligkeiten des \u00fcberwachten Verhaltensmusters registrieren und ohne manuellen Knopf eigenst\u00e4ndig den Notruf w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Gleichzeitig ging Heu\u00dfner auch auf den Aspekt Datenschutz ein.<br \/>\nDaher k\u00f6nne sich eine Fachberatung vor der Einrichtung eines solchen Systems lohnen. Eine Online-Wohnberatung gibt es beispielsweise unter &lt;a href=&#8220;<a href=\"http:\/\/www.online-wohn-beratung.de\">http:\/\/www.online-wohn-beratung.de<\/a>&#8220; target=&#8220;_blank&#8220;&gt;<a href=\"www.online-wohn-beratung.de<\/a&amp;gt\">www.online-wohn-beratung.de&lt;\/a&amp;gt<\/a>;.<br \/>\nAuch auf das hessische \u201eTechnikkoffer-Projekt\u201c ging Heu\u00dfner ein: Der Koffer kommt bei der Wohnberatung zum Einsatz, vorgesehen ist je ein Koffer f\u00fcr mindestens eine Wohnberatungsstelle in allen hessischen Landkreisen und kreisfreien St\u00e4dten.<br \/>\nIn den Pflegest\u00fctzpunkten im Landkreis Marburg-Biedenkopf kommen ebenfalls zwei Technikkoffer zum Einsatz. Darin enthalten sind beispielhafte Produkte, die Wohnberaterinnen und Wohnberater f\u00fcr ihre Beratungen und Veranstaltungen nutzen und praxisnah digitale Werkzeuge wie ein Herdw\u00e4chter oder privates Notrufsystem zeigen k\u00f6nnen. Ein Beispiel aus der Praxis f\u00fcr die erfolgreiche Implementierung von digitalen Hilfen in der Seniorenarbeit zeigte das Projekt &#8222;Hoffnungsschimmer 22&#8243;\u201c, das federf\u00fchrend durch Diana Gillmann-Kamm vom Diakonischen Werk umgesetzt und vorgestellt wurde.<br \/>\nWie digitale Verfahren dabei helfen, b\u00fcrokratische H\u00fcrden abzubauen und Verfahren zu erleichtern, erfuhren die G\u00e4ste auch anhand von kurzen Videos. Neben den angeblichen Vorteilen der elektronischen Patientenakte &#8211; unter anderem durch die erleichterte Daten\u00fcbermittlung &#8211; wurde beispielsweise auch der Nachrichtenempfang und -versand mit &#8222;KIM&#8220; vorgestellt. Das ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr &#8222;Kommunikation im Medizinwesen&#8220;.<br \/>\n&#8222;KIM&#8220; wird f\u00fcr die elektronische \u00dcbermittlung medizinischer Dokumente genutzt. So k\u00f6nnen verschiedene medizinische Einrichtungen sicher und deutlich schneller als analog miteinander kommunizieren &#8222;Digital-Lotsen&#8220;.<br \/>\nDer IT-Sicherheitsbeauftragte Olaf Kirsch vom Landkreis Marburg-Biedenkopf zeigte in seinem Impulsvortrag die Grundregeln des sicheren Umgangs mit digitalen Medien auf. Unterst\u00fctzungsangebote von ehrenamtlich engagierten Menschen sollen anderen Menschen bei Bedarf helfen, digitale Angebote zu nutzen und am digitalen Alltag teilzuhaben. Dabei haben sie die M\u00f6glichkeit, Kenntnisse zu erwerben und pers\u00f6nliche Erfolgserlebnisse im Umgang mit digitalen Medien zu haben. Die Lotsinnen und Lotsen unterst\u00fctzen einzelne Personen, aber auch Vereine und Initiativen beim Aufbau digitaler Kompetenzen, indem sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen niedrigschwellig weitergeben.<br \/>\nDie Einsatzbereiche orientieren sich dabei an den Bed\u00fcrfnissen der Hilfesuchenden. Laut Susanne Batz gibt es aktuell \u00fcber 30 freiwillige Lotsinnen und Lotsen im Kreis, die Angebote an fast 20 Orten im Landkreis vorhalten.<br \/>\nSolche Gesamtkonferenzen wie nun 2024 finden alle f\u00fcnf Jahre statt und werden durch die Pflegest\u00fctzpunkte des Landkreises organisiert. Dort treffen und vernetzen sich alle drei Netzwerkregionen der Pflegest\u00fctzpunkte im Landkreis. Sie sind nach Regionen aufgeteilt.<br \/>\nZiel der Netzwerke ist der Austausch zum Beispiel \u00fcber Informationen zu neuen Angeboten im Landkreis im Bereich Gesundheit und Versorgung. Die einzelnen Regionen treffen sich ein- bis zweimal j\u00e4hrlich. Dort nehmen unter anderem Vertreterinnen und Vertreter von Altenheimen, Pflegediensten, B\u00fcrgerhilfen und Betreuungsvereinen teil. Aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kommunen, Hospizdiensten oder auch \u00c4rztinnen und \u00c4rzte.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann Digitalisierung die Lebensqualit\u00e4t im Alter steigern? 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