{"id":16965,"date":"2024-11-25T15:45:00","date_gmt":"2024-11-25T14:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=16965"},"modified":"2024-11-25T15:45:00","modified_gmt":"2024-11-25T14:45:00","slug":"sagenhaft-harmonisch-stadt-uni-und-pharma-ziehen-an-einem-strang","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=16965","title":{"rendered":"Sagenhaft harmonisch: Stadt, Uni und Pharma ziehen an einem Strang"},"content":{"rendered":"<p>Gemeinsam engagieren sich Stadt, Uni und Pharma-Unternehmen f\u00fcr einen Starken Standort Marburg. Sie haben eine Kooperation bei Forschung, Qualifizierung und Vermarktung angek\u00fcndigt. <!--more--><br \/>\nMarburg ist &#8222;die Universit\u00e4tsstadt&#8220;, eine Stadt der Lehre und der Forschung mit besonderem Schwerpunkt in Biotech, Pharma und LifeScience. Und Marburg ist ein traditioneller wie zunehmend gewichtiger Pharmastandort. Aus dieser sehr guten Ausgangsposition gemeinsam mehr machen m\u00f6chten die Spitzen von Stadt, Universit\u00e4t und Behring-Standortunternehmen. Das haben Oberb\u00fcrgermeister, Universit\u00e4tspr\u00e4sident sowie Unternehmensvertreter Dr. Martin Egger und Dr. Lars Gr\u00f6nke am Montag (25. November) angek\u00fcndigt.<br \/>\n&#8222;Marburg ist zwar nicht New York, aber wir haben sowohl internationale Spitzenforschung als auch einen der gr\u00f6\u00dften Pharmastandorte in ganz Deutschland in unserer Stadt&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. &#8222;Daraus ergibt sich ein gro\u00dfes Entwicklungspotenzial.&#8220;<br \/>\nDiese St\u00e4rken m\u00fcssen aber im nationalen und internationalen Wettbewerb der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorte besser sichtbar gemacht werden. Darin ist sich das Stadtoberhaupt mit den Spitzen von Universit\u00e4t und Behring-Unternehmen einig. Schlie\u00dflich soll Marburg auch in Zukunft im Wettbewerb um Studierende, Forschende und Fachkr\u00e4fte bestehen.<br \/>\nDa hilft es, dass die Wege in der laut Spies &#8222;kleinsten Metropole der Welt&#8220; so kurz sind wie die Dr\u00e4hte zwischen den Entscheidungstr\u00e4ger*innen. Diesen Standort-Vorteil wollen Stadt, Universit\u00e4t und Unternehmen besser nutzen: Unter dem Slogan &#8222;Br\u00fcckenbildung&#8220; sind seit 2023 bereits mehrere Kooperationen f\u00fcr &#8222;Fachkr\u00e4fte\/Aus- und Weiterbildung&#8220; sowie &#8222;Forschung und Entwicklung&#8220; entstanden.<br \/>\nDas Ziel ist, Marburg als leistungsf\u00e4higen Forschungs- und Produktionsstandort zu st\u00e4rken. Gleichzeitig sollen die Qualit\u00e4ten vonMarburgs Wissenschaft und Wirtschaftsichtbarer werden in Stadt und Region ebenso wie national und international. Und drittens arbeiten alle drei Kooperationspartner daran, Marburg im internationalen Kontext zu einer der ersten Adressen f\u00fcr Existenzgr\u00fcndungen und Start-Ups aus der Biotech-, Pharma- und Life-Science-Branche zu machen.<br \/>\nDer Behring-Standort dient in erster Linie der Produktion: GSK, Siemens, CSL und nat\u00fcrlich BioNTech stellen dort Impfstoffe, Diagnostikger\u00e4te, Plasmatherapien und andere Produkte f\u00fcr die globalen M\u00e4rkte her. Geforscht wird aber vor allem an anderen Standorten der internationalen Konzerne. Lediglich CSL hat f\u00fcr die eigene Forschung unter dem Dach der CSL Innovation rund 500 Besch\u00e4ftigte im neuen R&amp;D-Geb\u00e4ude in G\u00f6rzhausen zusammengezogen.<br \/>\nGleichzeitig fehlt es an der Philipps-Universit\u00e4t an ingenieurs- oder verfahrenstechnischen Studieng\u00e4ngen mit biotechnologischem Schwerpunkt. G\u00e4be es sie, w\u00fcrden die Absolvent*innen optimal f\u00fcr die Arbeit am Behring-Standort ausgebildet.<br \/>\nBereits seit Jahren bietet die Stadt Marburg den Rahmen f\u00fcr eine bessere Vernetzung zwischen Stadt, Universit\u00e4t und Standort. Diese wurde zuletzt noch einmal intensiviert und tragen zunehmend Fr\u00fcchte: Insbesondere gemeinsame Entwicklungen in Ausbildung und Studium, aber auch den Transfer von Innovation und wissenschaftlichen Ideen in konkrete Produkte gehen alle Partner jetzt gemeinsam an.<br \/>\nEin gro\u00dfer Schritt war die Akkreditierung des neuen Master-Studiengangs &#8222;Molekulare Biotechnologie&#8220; an der Philipps-Universit\u00e4t im Jahr 2023. &#8222;Der Studiengang bietet viele M\u00f6glichkeiten zur praxisnahen Forschung einschlie\u00dflich Kooperationen mit Industriepartnern und Praktika bei f\u00fchrenden Biotech-Unternehmen&#8220;, erkl\u00e4rte Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss. &#8222;Damit bieten wir eine Ausbildung f\u00fcr Studierende mit der Perspektive an, sp\u00e4ter auch passende Arbeitspl\u00e4tze am Standort Marburg zu finden.&#8220;<br \/>\nDie L\u00fccke zwischen dem Lehrangebot der Universit\u00e4t und den nachgefragten Kompetenzen am Standort will die Universit\u00e4t weiter schlie\u00dfen und die gemeinsame Forschung weiter ausbauen. Aktuelles Beispiel daf\u00fcr ist die Lungenforschung, in der Uni und einige Unternehmen bereits gemeinsam an Wirkstoffen zur besseren Behandlung der chronisch-obstruktiven Lungenkrankheit (COPD) arbeiten. Seit Dezember 2023 gibt es den zweiten Forschungsstrang zu RNA-Molek\u00fclen bei fehlgeleiteten Immunkreisl\u00e4ufen.<br \/>\nEin weiterer Schl\u00fcsselmoment ist auch die Einf\u00fchrung der schulischen Ausbildung f\u00fcr Pharmakant*innen an der Adolf-Reichwein-Schule (ARS) zum neuen Schuljahr im August. Die Verlegung des Schulstandorts von Frankfurt nach Marburg ist ein echter Gewinn &#8211; f\u00fcr die Auszubildenden und Studierenden aus der Region ebenso wie f\u00fcr die Unternehmen am Pharmastandort. Solche gemeinsamen Erfolge seien besonders wichtig, um Nachwuchskr\u00e4fte aus der Region zu gewinnen und zu f\u00f6rdern.<br \/>\nAlle Beteiligten wollen an einem Strang ziehen, die Stadt voranbringen und den Standort gemeinsam vermarkten. Daf\u00fcr traten Spies, Nauss und Egger Anfang Oktober zum ersten Mal gemeinsam bei der internationalen Immobilien-<br \/>\nund Standortmesse &#8222;Expo Real&#8220; in M\u00fcnchen auf. Unter dem Titel &#8222;Marburg &#8211; ein heimlicher Wirtschafts- und Wissenschaftsgigant&#8220; stellten sie dort gemeinsame Aktivit\u00e4ten vor, die die Infrastruktur f\u00fcr Gr\u00fcndungen verbessern und den Fachkr\u00e4ftebedarf in Marburg langfristig sichern sollen.<br \/>\nDazu geh\u00f6ren die gemeinsame F\u00f6rderung von Innovation, der &#8222;&#8220;reativity and Social Innovation Hub Marburg&#8220; (CIM) und der &#8222;Innovation Hub&#8220; am Pharmastandort. Gerade beim &#8222;Innovation-Hub&#8220; ziehen Stadt, Standort und Universit\u00e4t an einem Strang. Bereits seit dem vergangenen Jahr wird gemeinsam an einem Konzept gearbeitet, um Gr\u00fcndungsideen in Marburg weiterzuentwickeln und langfristig in Unternehmen zu \u00fcberf\u00fchren.<br \/>\nF\u00fcr Innovationen im Bereich LifeScience fehlt es insbesondere an Laborkapazit\u00e4ten. Am Behring-Standort wirSo plant Pharmaserv derzeit eine v\u00f6llige Umgestaltung des Berghof-Gel\u00e4ndes in der Marbach. Auf dem Gel\u00e4nde wird nach dem R\u00fcckbau mehrerer Geb\u00e4ude als Herzst\u00fcck ein Innovation Hub mit rund 11.500 Quadratmetern entstehen, in dem Start-Ups sowie Unternehmen aus der Biotech- und LifeScience-Branche flexibel Laborfl\u00e4chen anmieten k\u00f6nnen.<br \/>\nGeplant sind neben Exklusiveinheiten mit bis zu 908 Quadratmetern auch flexibel buchbare Labore ab 74 Quadratmetern. &#8222;Wir wollen das Areal zukunftsorientiert weiterentwickeln und Raum f\u00fcr Innovationen schaffen&#8220;, erl\u00e4uterte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Egger von der &#8222;Infrareal Holding&#8220; und von Pharmaserv. Zudem sind im neuen R&amp;D-Geb\u00e4ude bei CSL Innovation in G\u00f6rzhausen bereits rund 800 Quadratmeter reserviert.<br \/>\n&#8222;Damit wollen wir jungen Gr\u00fcnderteams die M\u00f6glichkeit bieten, ihre Produktideen weiterzuentwickeln&#8220;, erl\u00e4uterte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Lars Gr\u00f6nke von CSL Innovation. &#8222;Indem wir R\u00e4umlichkeiten und Unterst\u00fctzungsstrukturen bereitstellen, st\u00e4rken wir die Gr\u00fcndungsszene und somit innovative Ideen.&#8220;<br \/>\nDas Ganze muss dann mit Leben gef\u00fcllt werden, mit Ausstattung und Strukturen. Die Stadt Marburg beteiligt sich daran, diese Strukturen zu verwirklichen. &#8222;Im Haushalt sind Mittel f\u00fcr den Entwicklungsprozess und langfristig f\u00fcr Ausstattung vorgesehen&#8220;, berichtete Spies.<br \/>\nDer Oberb\u00fcrgermeister glaubt, diese Form der Wirtschaftsf\u00f6rderung werde sich auch f\u00fcr die Stadt lohnen. &#8222;Behring war auch mal ein kleines Start-Up; und heute finanzieren die Steuern vom Standort einen gro\u00dfen Teil der st\u00e4dtischen Eink\u00fcnfte&#8220;, bemerkte Spies. Jetzt gelte es, gemeinsam optimale Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sich solche Geschichten wiederholen k\u00f6nnen &#8211; f\u00fcr Arbeitspl\u00e4tze, f\u00fcr Impfstoffe und neue Therapien in Marburg.<br \/>\n&#8222;Marburg wird durch all diese Kooperationserfolge deutlich an Attraktivit\u00e4t und Strahlkraft gewinnen&#8220;, sind sich Spies, Nauss und Egger sicher. Unterst\u00fctzen soll dabei zus\u00e4tzlich eine Gesamtvermarktungsstrategie f\u00fcr den Standort Marburg. Die Arbeit daran beginnt noch in diesem Jahr.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gemeinsam engagieren sich Stadt, Uni und Pharma-Unternehmen f\u00fcr einen Starken Standort Marburg. 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