{"id":16756,"date":"2024-10-28T15:45:00","date_gmt":"2024-10-28T14:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=16756"},"modified":"2024-10-28T15:45:00","modified_gmt":"2024-10-28T14:45:00","slug":"weiterer-erfolg-marburger-igem-team-gewann-wettbewerb-zum-dritten-mal","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=16756","title":{"rendered":"Weiterer Erfolg: Marburger iGEM-Team gewann Wettbewerb zum dritten Mal"},"content":{"rendered":"<p>Das Marburger iGEM-Team hat das Triple vollgemacht. Das multidisziplin\u00e4re Team hat eden internationalen Wettbewerb der synthetischen Biologie gewonnen. <!--more--><br \/>\nAuch in diesem Jahr kamen Studierende aus der ganzen Welt in Paris zum bedeutendsten internationalen Wettbewerb der Synthetischen Biologie zusammen. Dabei waren die Studierenden der Philipps-Universit\u00e4t wieder besonders erfolgreich: Sie holten den Gesamtsieg des iGEM-Wettbewerbs und dar\u00fcber hinaus vier Preise in weiteren Kategorien. Darunter war auch der Preis f\u00fcr das beste Pflanzenprojekt.<br \/>\nDas Marburger iGEM-Team hat mit seinem Wettbewerbsbeitrag entscheidende Grundvoraussetzungen f\u00fcr die Weiterentwicklung einer Latex produzierenden L\u00f6wenzahnart als zuk\u00fcnftiger Alternative zum Kautschukbaum bei der Rohstoffgewinnung f\u00fcr die Gummiproduktion geschaffen. Damit kommt die Siegermannschaft des iGEM-Wettbewerbs nach 2018 und 2021 nun zum dritten Mal aus Marburg. H\u00e4ufiger hat in der Geschichte des Wettbewerbs keine andere Universit\u00e4t den Gesamtsieg erringen k\u00f6nnen.<br \/>\nDie &#8222;international Genetically Engineered Machine (iGEM) competition&#8220; ist ein internationaler Wettbewerb f\u00fcr Studierende auf dem Gebiet der synthetischen Biologie. Er wird von der gleichnamigen Stiftung ausgerichtet und verfolgt das Ziel, Studierende zum eigenst\u00e4ndigen und innovativen Forschen bereits w\u00e4hrend ihres Studiums anzuregen. In der synthetischen Biologie bauen Forscherinnen und Forscher vorhandene biologische Bausteine um, oder kombinieren genetische Bausteine neu, um damit besondere und neuartige biologische Eigenschaften zu entwickeln.<br \/>\n&#8222;Ich gratuliere den Studierenden und den Projektleitern aus unserem Zentrum f\u00fcr Synthetische Mikrobiologie, den Fachbereichen Biologie, Chemie, Medizin, Informatik, Geschichte und dem Max-Planck-Institut f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie sehr herzlich&#8220;, erkl\u00e4rte Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss. &#8222;Sie haben sich gegen mehr als 400 Teams von Universit\u00e4ten aus der ganzen Welt durchgesetzt und den Preis erneut nach Marburg geholt.Dieser Erfolg illustriert Marburgs Spitzenposition in der synthetischen Biologie und die nachhaltige F\u00f6rderung junger Talente in diesem Bereich.&#8220;<br \/>\nDas Team wurde ferner von Siemens HealthineersOpentrons, Cultivarium und der Stadt Marburg, Hessen Trade &amp; Invest und zahlreichen weiteren Firmen unterst\u00fctzt. &#8222;Dieser erneute Erfolg belegt, wie eng verzahnt und fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen der Philipps-Universit\u00e4t und dem Max-Planck-Institut f\u00fcr Terrestrische Mikrobiologie im Bereich der Synthetischen Biologie &#8211; nicht nur bei der Exzellenzinitiative, sondern auch bei der Nachwuchsarbeit &#8211; ist&#8220;, bemerkte Uni-Vizepr\u00e4sident Prof. Dr. Gert Bange.<br \/>\n&#8222;Das iGEM-Team hat molekulare Werkzeuge etabliert, die f\u00fcr die Entwicklung von Sorten des Latex-f\u00fchrenden L\u00f6wenzahns Taraxacum kok-saghyz essentiell sind, welche sich f\u00fcr den fl\u00e4chendeckenden Anbau in der n\u00f6rdlichen Hemisph\u00e4re eignen&#8220;, erl\u00e4uterte der Teambetreuer Dr. Ren\u00e9 Inckemann, der k\u00fcrzlich am Max-Planck-Institut f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie seine Doktorarbeit abgeschlossen hat und ma\u00dfgeblich zum Erfolg des Teams beigetragen hat. &#8222;Die untersuchte L\u00f6wenzahnart ist sehr gen\u00fcgsam und w\u00fcrde im Anbau nicht mit der Nutzung von Ackerfl\u00e4chen f\u00fcr die Nahrungs- und Futtermittelproduktion konkurrieren&#8220;, f\u00fcgte der molekulare Pflanzenphysiologe Prof. Dr. Lars Voll hinzu. &#8222;Der L\u00f6wenzahn w\u00e4re somit eine nachhaltige Alternative zur Nutzung des Kautschukbaumes, f\u00fcr den bislang immense Fl\u00e4chen an Regenwald gerodet worden sind.&#8220;<br \/>\nVoll betreute das Studierendenteam gemeinsam mit dem Pflanzenbiologen Prof. Dr. Felix Willmund und der Mikrobiologin Prof. Dr. Anke Becker aus dem Zentrum f\u00fcr synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO). &#8222;Au\u00dferdem kann die Z\u00fcchtung von L\u00f6wenzahnsorten beschleunigt werden, die ernte- und anbautechnische Vorteile bergen&#8220;, bemerkte Voll weiter.<br \/>\nBei der Bewertung im Wettbewerb spielt aber nicht nur die Forschung eine Rolle; die Studierenden sind auch angehalten, ihr Projekt in der \u00d6ffentlichkeit darzustellen und mit Experten aus verschiedenen Disziplinen zu diskutieren, um durch deren R\u00fcckmeldungen die Ziele ihres Forschungsprojekts besser an gesellschaftliche und industrielle Bed\u00fcrfnisse anzupassen. Dabei war das Marburger Team in diesem Jahr besonders aktiv und hat nicht nur mit L\u00f6wenzahnz\u00fcchtern, Gummiproduzenten und weltweit f\u00fchrenden Wissenschaftlern wie Prof. Dr. Dirk Pr\u00fcfer aus M\u00fcnster gesprochen, sondern auch von EU-Vertretern, Umweltschutzorganisationen, Landwirten oder Historikern ma\u00dfgebliche Anregung zur Ausrichtung ihres Projektes erhalten. Dabei zahlte sich ganz besonders die starke Interdisziplinarit\u00e4t des iGEM-Teams aus, in dem nicht nur Studierende aus naturwissenschaftlichen F\u00e4chern mitgewirkt haben.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Marburger iGEM-Team hat das Triple vollgemacht. 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