{"id":16029,"date":"2024-07-24T14:51:17","date_gmt":"2024-07-24T12:51:17","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=16029"},"modified":"2024-07-24T14:51:17","modified_gmt":"2024-07-24T12:51:17","slug":"vielgestaltig-uni-erhielt-guetesiegel-fuer-arbeitsschutz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=16029","title":{"rendered":"Vielgestaltig: Uni erhielt G\u00fctesiegel f\u00fcr Arbeitsschutz"},"content":{"rendered":"<p>Die Philipps-Universit\u00e4t erh\u00e4lt die &#8222;ASCA-Arbeitsschutz&#8220;-Best\u00e4tigung. Ministerin Heike Hofmann hat ihr das G\u00fctesiegel f\u00fcr Arbeitsschutz verliehen. <!--more--><br \/>\nDie Arbeitspl\u00e4tze an einer Universit\u00e4t sind so vielf\u00e4ltig wie ihre F\u00e4cher. Um sicherzustellen, dass der betriebliche Arbeitsschutz hohen Standards gen\u00fcgt und Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige in den verschiedensten Lehr-, Forschungs-<br \/>\nund Arbeitsbereichen wirksam vor Gesundheitsgef\u00e4hrdungen sch\u00fctzt, hat sich die Philipps-Universit\u00e4t einer externen Pr\u00fcfung unterzogen. Jetzt erh\u00e4lt sie als landesweit erste Hochschule ein G\u00fctesiegel f\u00fcr ihr Arbeitsschutz-Management-System.<br \/>\nSozialministerin Heike Hofmann machte sich am Mittwoch (24. Juli) selbst ein Bild von der Umsetzung der Schutznormen an der Philipps-Universit\u00e4t und \u00fcberreichte die &#8222;ASCA-Arbeitsschutzmanagement&#8220;-Best\u00e4tigung. &#8222;Die \u00dcberpr\u00fcfung und Auditierung Ihres etablierten Managementsystems f\u00fcr Arbeitssicherheit durch die Kolleginnen und Kollegen des Regierungspr\u00e4sidiums Gie\u00dfen im vergangenen Jahr hat ergeben, dass nicht nur organisatorische Arbeitsschutz-Strukturen hier an der Philipps-Universit\u00e4t geschaffen wurden, sondern eine besondere Bedeutung auf die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Besch\u00e4ftigten gelegt wird&#8220;, erkl\u00e4rte die hessische Ministerin f\u00fcr Arbeit, Integration, Jugend und Soziales. &#8222;Hier kommt Ihrer Universit\u00e4t eine wichtige Vorbild-Funktion zu: Sie entwickeln zukunftsf\u00e4hige L\u00f6sungen f\u00fcr gro\u00dfe Herausforderungen und tragen entscheidend dazu bei, hoch qualifizierte Fachkr\u00e4fte auszubilden, die wir in Hessen dringend ben\u00f6tigen.&#8220;<br \/>\nEine sichere Arbeitsumgebung ist die Basis f\u00fcr exzellentes wissenschaftliches Arbeiten auf internationalem Niveau. &#8222;Um H\u00fcrden abzubauen, setzen wir dabei auf die Kombination aus Sachkenntnis und Verantwortung direkt vor Ort und auf anerkannte Standards, um die Gesundheit aller Mitarbeitenden zu erhalten und den Umweltschutz im Umgang mit Gefahrg\u00fctern sicherzustellen&#8220;, erkl\u00e4rte Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss.<br \/>\nAuf dem Campus Lahnberge &#8211; genauer in den Laborr\u00e4umen des wissenschaftlichen Zentrums f\u00fcr Materialwissenschaften (WZMW) der Philipps-Universit\u00e4t &#8211; wurde exemplarisch deutlich, worum es bei einem guten betrieblichen Arbeitsschutz geht: Dort geht es um die besonderen Gef\u00e4hrdungen, die bei der Forschung an Energiematerialien zu beachten sind. Zum Beispiel geht es um die sichere Bedienung von Experimental-Gro\u00dfger\u00e4ten, an denen zum Teil mit Hochspannung von mehreren 100.000 Volt gearbeitet wird, den Umgang mit giftigen und brennbaren Gasen, sowie das sichere Arbeiten mit und die korrekte Entsorgung von potentiell krebserregenden Schwermetallen.<br \/>\nDas WZMW ist einer von 13 verschiedenen Forschungs- und Lehrbereichen der Universit\u00e4t, die ein Audit-Team des Regierungspr\u00e4sidiums Gie\u00dfen (RP) genau unter die Lupe genommen hat. Vor allem Laborbereiche, die mit gef\u00e4hrlichen Chemikalien, mit infekti\u00f6sen Erregern oder physikalischen Gro\u00dfger\u00e4ten arbeiten, kamen dabei auf den Pr\u00fcfstand.<br \/>\nIm Zuge der mehrt\u00e4tigen System- und Compliance-Pr\u00fcfungen wurden insgesamt 40 Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige befragt, die Verantwortung f\u00fcr die Umsetzung von Schutzma\u00dfnahmen tragen. Darunter waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Arbeitsgruppenleitungen, der Pr\u00e4sident, Dekan*innen und Einrichtungsleitungen sowie Arbeitsschutzfunktionstragende. &#8222;Die Vielfalt der T\u00e4tigkeitsfelder machte die Philipps-Universit\u00e4t Marburg zu einem besonders spannenden Audit-Projekt, das wir auf beiden Seiten mit viel Engagement und Kompetenz gemeistert haben&#8220;, berichtete Christian Schmidt von der Abteilung Arbeitsschutz und Inneres im Regierungspr\u00e4sidium Gie\u00dfen. &#8222;Ein wichtiger Nebeneffekt ist, dass die Studierenden die Bedeutung eines guten Arbeitsschutzes in ihre k\u00fcnftigen beruflichen T\u00e4tigkeiten und damit weit \u00fcber die Grenzen der Universit\u00e4t hinaustragen.&#8220;<br \/>\nDie Philipps-Universit\u00e4t hat sich dieser System- und Compliance-Pr\u00fcfung freiwillig unterzogen und ist die bislang einzige Hochschule Hessens, die mit dem G\u00fctesiegel f\u00fcr guten Arbeitsschutz ausgezeichnet wurde. &#8222;Das Siegel ist eine wichtige Best\u00e4tigung f\u00fcr unsere breit aufgestellte und \u00fcber Jahre hinweg aufgebaute Arbeitsschutzorganisation&#8220;, betonte Dr. Annette Biederbick, die als Sicherheitsreferentin die Arbeitsschutzorganisation an der Universit\u00e4t leitet. Sie wird unterst\u00fctzt von einem Netz an eigens geschulten Sicherheitsreferent*innen, Fachkr\u00e4ften f\u00fcr Arbeitssicherheit und weiteren Sicherheitsbeauftragten, die die verantwortlichen Leitungspersonen in den jeweiligen Forschungs-, Lehr- und Arbeitsbereichen darin unterst\u00fctzen, spezifische Vorsorge- und Schutzma\u00dfnahmen festzulegen, bekanntzumachen und umzusetzen sowie ihre Einhaltung zu \u00fcberpr\u00fcfen.<br \/>\nDiese Ma\u00dfnahmen reichen im Bereich der Gesundheitsvorsorge beispielsweise von der ergonomischen Einrichtung der Bildschirmarbeitspl\u00e4tze \u00fcber den Schutz bei Feldforschung und Exkursionen oder besondere Schutzma\u00dfnahmen w\u00e4hrend der Schwangerschaft bis hin zum Umgang mit Biostoffen oder Gefahrstoffen und im Eigenbau erstellte Versuchsanlagen. Im Bereich des Umweltschutzes reichen die Aktivit\u00e4ten von den L\u00fcftungsregelungen in den Laboren zur Senkung des Energieverbrauchs bis zum Schutz der Gew\u00e4sser und des Bodens durch die fachgerechte Sammlung und Entsorgung gef\u00e4hrlicher Abf\u00e4lle. Das dezentrale System soll sicherstellen, dass die Vorsorge- und Schutzma\u00dfnahmen spezifisch an die Gesundheitsgef\u00e4hrdungen einzelner Bereiche angepasst werden und den Besonderheiten des Universit\u00e4tsbetriebs mit seinen h\u00e4ufigen Personalwechseln, der Einbindung Studierender, der Vielfalt an T\u00e4tigkeiten und Arbeitsmitteln sowie der weiten r\u00e4umlichen Verteilung in Marburg gerecht werden.<br \/>\nDer Urkundentext lautet: &#8222;Die Philipps-Universit\u00e4t Marburg f\u00fchrt am Standort Marburg ein Arbeitsschutzmanagementsystem, das den Anforderungen des Leitfadens ASCA-Arbeitsschutzmanagement entspricht. Dies schlie\u00dft die \u00dcbereinstimmung mit dem &#8222;Nationalen Leitfaden Arbeitsschutzmanagement (NLF) 2002&#8220; sowie mit den &#8222;Guidelines on occupational safety and health management systems ILO-OSH 2201&#8243; ein. Diese Best\u00e4tigung ist bis zum Jahr 2027 g\u00fcltig.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Philipps-Universit\u00e4t erh\u00e4lt die &#8222;ASCA-Arbeitsschutz&#8220;-Best\u00e4tigung. 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