{"id":15926,"date":"2024-07-04T13:27:26","date_gmt":"2024-07-04T11:27:26","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15926"},"modified":"2024-07-04T13:27:26","modified_gmt":"2024-07-04T11:27:26","slug":"sie-alle-polizei-warnt-vor-anlagebetrug","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15926","title":{"rendered":"Sie alle: Polizei warnt vor Anlagebetrug"},"content":{"rendered":"<p>Die Polizei warnt vor Anlagebetrug und gibt Pr\u00e4ventionstipps. Die Maschen der Betr\u00fcger reichen von Love-Scamming \u00fcber den &#8222;Enkeltrick&#8220;, falsche Polizeibeamte und Haust\u00fcrgesch\u00e4fte bis hin zu \u00fcberteuerten Arbeiten. <!--more--><br \/>\nDas Vorgehen der Betr\u00fcger ist facettenreich. Die Polizei warnt immer wieder vor dem betr\u00fcgerischen Vorgehen und erhofft sich durch regelm\u00e4\u00dfige Pressemitteilungen und eine intensive Pr\u00e4ventionsarbeit die \u00dcbermittlung von Hinweisen sowie eine Sensibilisierung der Bev\u00f6lkerung. Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei vor Anlagebetrug.<br \/>\nBei der Kriminalpolizei Marburg meldeten sich k\u00fcrzlich Gesch\u00e4digte aus dem Landkreis, die aufgrund der Betr\u00fcgereien insgesamt 150.000 Euro verloren haben. Hinter diesen Delikten stecken professionelle Banden, die arbeitsteilig vorgehen. Ihr Ziel ist immer, das Vertrauen zu erschleichen, um dann einen gr\u00f6\u00dferen Bargeldbetrag oder eine \u00dcberweisung zu erhalten.<br \/>\nMeist werden die sp\u00e4teren Opfer \u00fcber eine Werbung &#8211; h\u00e4ufig in den &#8222;Sozialen Medien&#8220; oder als Anzeige auf Internetseiten, mitunter auch auf Seiten von bekannten E-Mail-Anbietern oder Nachrichten-Seiten &#8211; auf Anlagem\u00f6glichkeiten aufmerksam, die durch den Handel mit Kryptow\u00e4hrung mit au\u00dfergew\u00f6hnlich hohen Renditen locken. Gerne nutzten Betr\u00fcger Prominente um ihre Glaubw\u00fcrdigkeit zu unterst\u00fctzen. Inzwischen sind bereits sogenannte &#8222;Deep-Fakes&#8220; aufgetreten, in denen ein Gespr\u00e4ch zwischen Prominenten durch die T\u00e4ter ver\u00e4ndert wird. In diesen Gespr\u00e4chen geht es um Anlagen in Kryptow\u00e4hrungen und wie viel Geld sie damit angeblich verdient h\u00e4tten.<br \/>\nNach einer ersten Kontaktaufnahme auf solch eine Anzeige hin fordern die T\u00e4ter zun\u00e4chst eine Einstiegssumme von einigen hundert Euro zur Anlage. H\u00e4ufig werden die Opfer nun durch die Betr\u00fcger bereits telefonisch beraten; und es findet ein Fernzugriff auf die Computer oder Handys der Opfer statt, die den T\u00e4tern zuvor durch die Installation von bestimmten Apps oder einer Software f\u00fcr diese Zwecke erm\u00f6glicht wurde. Dadurch k\u00f6nnen den Opfern manipulierte Grafiken zu angeblichen Renditen auf ihren eigenen Ger\u00e4ten gezeigt werden.<br \/>\nMeist wird dabei suggeriert, dass die erste Anlagesumme nach nur wenigen Tagen bereits auf 1.000 Euro und mehr angestiegen sei. Dann werden die Opfer aktiv gefragt, h\u00f6here Summen &#8211; meist bereits f\u00fcnfstellige Euro-Betr\u00e4ge &#8211; zu investieren, da sich erst dann h\u00f6here Gewinne erzielen lie\u00dfen. Durch die von den Betr\u00fcgern manipulierten Grafiken wird den Opfern vorgegaukelt, dass auch das neuerlich investierte Kapital bereits erhebliche Gewinne erzielt habe.<br \/>\nMeist befinden sie sich angeblich auf Renditen im Bereich von 50 Prozent und mehr innerhalb weniger Tage, was aufgrund der nun bereits hohen \u00fcberwiesenen Summen meist mehrere zehn- bis hunderttausend Euro sind. Wenn nun eine Auszahlung durch die Opfer erfragt wird, werden durch die T\u00e4ter Verhinderungsgr\u00fcnde wie Steuer- oder Umrechnungsaufschl\u00e4ge vorgeschoben, weshalb anstatt einer Auszahlung erneut vier- bis f\u00fcnfstellige Eurobetr\u00e4ge durch die Opfer gezahlt werden m\u00fcssten, um die Gewinne nicht zu gef\u00e4hrden. Erst dann sei eine Auszahlung m\u00f6glich. Daraufhin werden meist erneut hohe Betr\u00e4ge \u00fcberwiesen.<br \/>\nLetztlich investieren die Opfer in diesen F\u00e4llen h\u00e4ufig Betr\u00e4ge zwischen 20.000 und 100.000 Euro in diese betr\u00fcgerischen Gesch\u00e4fte. Nicht selten nehmen Opfer daf\u00fcr Kredite auf, um die hohen Einlagesummen zu finanzieren. Der Kontakt zu den Gesch\u00e4digten findet in der Regel telefonisch \u00fcber Vorwahlen aus dem Ausland sowie begleitend \u00fcber Messangerdienste statt, wobei ein R\u00fcckruf an diese Telefonnummern meist nicht m\u00f6glich ist.<br \/>\nIn den Gespr\u00e4chen greifen die T\u00e4ter immer wieder auf, dass die Opfer den eigenen (Haus-)Banken nicht vertrauen sollten, wenn die Banken Warnungen an die Kunden vor hohen \u00dcberweisungen an Kryptob\u00f6rsen oder ausl\u00e4ndische Bankverbindungen aussprechen: die vermeintlichen Anleger sollten die Warnungen der Banken bewusst ignorieren, da sie sich mit Kryptow\u00e4hrungen nicht auskennen w\u00fcrden und lieber ihre eigenen, unrentablen Anlagen anbieten wollten. Ermittlungen zu R\u00fcck\u00fcberweisungen der gezahlten Summen erweisen sich als \u00e4u\u00dferst schwierig, da die T\u00e4ter die Summen bereits weiter transferiert haben.<br \/>\nDie Polizei r\u00e4t: &#8222;Informieren und recherchieren, erst dann investieren! Informieren Sie sich \u00fcber die Trading-Plattformen, bevor Sie sich anmelden oder Geld \u00fcberweisen. Nutzen Sie daf\u00fcr zum Beispiel die Unternehmensdatenbank der BaFin!&#8220;<br \/>\nDas ist die Bundesanstalt f\u00fcr Finanzdienstleistungsaufsicht. Au\u00dferdem r\u00e4t Polizeisprecherin Kerstin M\u00fcller zu Vorsicht bei Werbe-Mails mit bekannten Gesichtern und wahnsinnigen Erfolgsgeschichten: &#8222;Traumhafte Renditen sind und bleiben ein Warnsignal!!! Wenden Sie sich im Zweifel an die Verbraucherzentralen! Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen!&#8220;<br \/>\nZudem solltlte man keine sensiblen Daten preisgeben wie Zugangsdaten zum Online-Banking oder zum Depot. &#8222;Sind Sie auf eine solche Masche hereingefallen, informieren Sie ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei&#8220;, riet M\u00fcller. Auch der Fachberater f\u00fcr Cybercrime Kriminalhauptkommissar Ulrich Kaiser ist Ansprechpartner f\u00fcr alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Erreichbar ist er unter praevention.ppmh@polizei.hessen.de oder telefonisch unter 0641\/7006-2942.<\/p>\n<p>* pm: Polizei Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Polizei warnt vor Anlagebetrug und gibt Pr\u00e4ventionstipps. Die Maschen der Betr\u00fcger reichen von Love-Scamming \u00fcber den &#8222;Enkeltrick&#8220;, falsche Polizeibeamte und Haust\u00fcrgesch\u00e4fte bis hin zu \u00fcberteuerten Arbeiten.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[6],"tags":[81,6146,16],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-48S","jetpack-related-posts":[{"id":8850,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=8850","url_meta":{"origin":15926,"position":0},"title":"Betrug am Telefon: Polizei warnt wieder vor falschen Polizeibeamten","date":"28. 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