{"id":15892,"date":"2024-06-28T14:15:00","date_gmt":"2024-06-28T12:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15892"},"modified":"2024-06-28T14:15:00","modified_gmt":"2024-06-28T12:15:00","slug":"erfolgreich-forschen-zwei-neue-loewe-schwerpunkte-mit-marburger-beteiligung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15892","title":{"rendered":"Erfolgreich forschen: Zwei neue LOEWE-Schwerpunkte mit Marburger Beteiligung"},"content":{"rendered":"<p>Die Marburger Forschung wirbt eine Spitzenf\u00f6rderung des Landes ein. Sie beteiligt sich an neuen LOEWE-Schwerpunkten f\u00fcr innovative Forschungsans\u00e4tze in Mikrobiologie und Krebstherapie. <!--more--><br \/>\nIn der aktuellen F\u00f6rderstaffel des hessischen Forschungsf\u00f6rderungsprogramms &#8222;LOEWE&#8220; ist die Philipps-Universit\u00e4t erneut erfolgreich: Sie hat einen neuen Schwerpunkt unter Marburger Federf\u00fchrung im Bereich der Mikrobiologie eingeworben und ist an einem zweiten gef\u00f6rderten Vorhaben zur Krebsforschung beteiligt.<br \/>\n&#8222;Ich gratuliere den beteiligten Wissenschaftler*innen herzlich zu diesem Erfolg und zur Anerkennung ihrer exzellenten Arbeit durch das Land Hessen&#8220;, erkl\u00e4re Uni-Vizepr\u00e4sident Prof. Dr. Gert Bange. &#8222;Durch die intensive Vernetzung zwischen Wissenschaft, au\u00dferuniversit\u00e4rer Forschung und Wirtschaft sind tragf\u00e4hige Partnerschaften entstanden, die im Verbund herausragende Ergebnisse in den beiden Marburger Profilschwerpunkten &#8222;Mikrobiologie, Biodiversit\u00e4t, Klima&#8220; sowie &#8222;Entz\u00fcndung, Immunologie, Tumorbiologie&#8220; erwarten lassen.&#8220;<br \/>\nIm neuen LOEWE-Schwerpunkt &#8222;Robuste Chloroplasten f\u00fcr die nat\u00fcrliche und synthetische Kohlenstoff-Fixierung&#8220; (RobuCop) suchen Forschende unter wissenschaftlicher Koordination von Prof. Felix Willmund nach neuen L\u00f6sungsans\u00e4tzen f\u00fcr eine nachhaltige Zukunft. Sie erforschen die nat\u00fcrlichen Mechanismen der Umwandlung und Reduktion des klimasch\u00e4dlichen Kohlendioxids und setzen durch k\u00fcnstliche Photosynthese neue Meilensteine f\u00fcr eine nachhaltigere Nahrungs- und Energieversorgung. Das Forschungsprojekt wird mit \u00fcber 4,4 Millionen Euro f\u00fcr vier Jahre von 2025 bis 2028 gef\u00f6rdert.<br \/>\nBasierend auf den gewonnenen Erkenntnissen \u00fcber nat\u00fcrliche Prinzipien sollen auf synthetischem Wege Enzyme optimiert und ganze Stoffwechselwege so in Mikroalgen und Pflanzenzellen integriert werden, dass sie Kohlendioxid robuster und effizienter umwandeln k\u00f6nnen. Chloroplasten sind die molekularen Fabriken f\u00fcr den Prozess der Photosynthese und damit der Umwandlung von Kohlendioxid in Kohlenhydrate Gleichzeitig sind sie jedoch empfindlich gegen\u00fcber Umweltstress, weswegen Pflanzen direkt vom Klimawandel betroffen sind. Die Folgen sind unter anderem verringerte land- und forstwirtschaftliche Ertr\u00e4ge.<br \/>\n&#8222;RobuCop&#8220; setzt genau dort an: Das Projekt untersucht die molekularen Mechanismen, mit denen Chloroplasten auf Umweltver\u00e4nderungen reagieren und etabliert neue Methoden, um in Chloroplasten mit Hilfe synthetischer Biologie einen nachhaltigen Kohlenstoff-Kreislauf zu implementieren. Dabei nutzt &#8222;RobuCop&#8220; neue und innovative Labortechniken im Bereich der Automatisierung und Robotik, die die industrielle Anwendung der Forschungsergebnisse erm\u00f6glichen wird.<br \/>\nAn dem multidisziplin\u00e4ren Forschungsprojekt &#8222;RobuCop&#8220; arbeiten Expertinnen und Experten der Mikrobiologie, Chemie und Pflanzenwissenschaften zusammen. Erm\u00f6glicht wird das durch das exzellente Zusammenspiel der Philipps-Universit\u00e4t und dem benachbarten Max-Planck-Institut f\u00fcr terrestrische Mikrobiologie in der speziell daf\u00fcr zugeschnittenen Forschungsinfrastruktur am Zentrum f\u00fcr Synthetische Mikrobiologie (SYNMIKRO). RobuCop-Sprecher Felix Willmund ist ein renommierter Spezialist f\u00fcr molekulare Pflanzenwissenschaften und tr\u00e4gt zur Weiterentwicklung des profilbildenden Forschungsschwerpunkts &#8222;Mikrobiologie, Biodiversit\u00e4t, Klima&#8220; an der Philipps-Universit\u00e4t bei.<br \/>\nSeine Expertise bringt er zudem im beantragten Exzellencluster &#8222;Microbes for Climate&#8220; ein, das komplement\u00e4r zu &#8222;RobuCop&#8220; aufgestellt ist. &#8222;RobuCop ist ein gro\u00dfartiges Beispiel f\u00fcr wissenschaftliches Teamwork&#8220;, sagte Willmund. &#8222;Gemeinsam k\u00f6nnen wir nun die Chloroplasten-Biotechnologie auf das n\u00e4chste Level heben und einen Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten.&#8220;<br \/>\nIm LOEWE-Schwerpunkt &#8222;CARISMa&#8220; erforschen Tumorspezialisten der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt und der Philipps-Universit\u00e4t gemeinsam mit weiteren Partnern eine neuartige Immuntherapie mit gentechnisch modifizierten k\u00f6rpereigenen Immunzellen. Dabei handelt es sich um sogenannte &#8222;CAR-T-Zellen&#8220;. Ihr Ziel ist, CARTs auch gegen therapieresistente Krebsarten grundlegend weiter zu entwickeln.<br \/>\n&#8222;CARISMa&#8220; wird die standort\u00fcbergreifende Zusammenarbeit im onkologischen Spitzenzentrum UCT-Frankfurt-Marburg auf dem Zukunftsgebiet der modernen Zelltherapien st\u00e4rken. Wissenschaftlicher Koordinator von CARISMa ist Prof. Dr. Thomas Oellerich vom Fachbereich Medizin der Goethe-Universit\u00e4t. Sprecher von CARISMa an der Philipps-Universit\u00e4t ist Prof. Dr. Andreas Burchert vom Fachbereich Medizin. Das Forschungsprojekt wird mit zirka 4,8 Millionen Euro f\u00fcr vier Jahre von 2025 bis 2028 gef\u00f6rdert.<br \/>\nDas Gebiet der Zelltherapie ist eines der dynamischsten Felder der modernen H\u00e4matologie und Onkologie. Bei der CAR-Therapie werden patienteneigene Immunzellen durch das Einbringen des CAR-Vektors &#8211; &#8222;CAR&#8220; ist die Abk\u00fcrzung f\u00fcr &#8222;chim\u00e4ren Antigen-Rezeptor&#8220; &#8211; genetisch so modifiziert, dass sie Tumorzellen gezielt erkennen und immunologisch abt\u00f6ten k\u00f6nnen. Bei der Behandlung von Leuk\u00e4mien und Lymphomen hat die CAR-Therapie Erfolge erzielt, bei denen bisherige Therapien versagt haben. Sogenannte &#8222;solide&#8220; Tumore wie b\u00f6sartige Hirn-, Bauchspeicheldr\u00fcsen- und Darmtumore erweisen sich dagegen weitgehend resistent gegen diese Therapie.<br \/>\nDer neue LOEWE-Schwerpunkt &#8222;Optimierung von CAR-Zelltherapien durch Beeinflussung des ImmunSuppressiven Tumor-Mikromilieus&#8220; (CARISMa) will nun zu einem besseren Verst\u00e4ndnis beitragen, wie diese Resistenz der soliden Tumore zustande kommt und wie sie verhindert werden kann. Dazu wird erforscht, wie genau die CAR-T-Zellen mit dem Tumor und seinem Tumormikromilieu interagieren und wie neuartige CAR-Zelltherapien entwickelt werden k\u00f6nnen, die sie Resistenz \u00fcberwinden. Dazu werden die Projektpartner, die bereits gemeinsam forschen, klinisch und experimentell st\u00e4rker standort\u00fcbergreifend und interdisziplin\u00e4r zusammenarbeiten.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Marburger Forschung wirbt eine Spitzenf\u00f6rderung des Landes ein. 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