{"id":15772,"date":"2024-06-10T13:40:00","date_gmt":"2024-06-10T11:40:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15772"},"modified":"2024-06-10T13:40:00","modified_gmt":"2024-06-10T11:40:00","slug":"gekonnte-beratung-projekt-fuer-diversitaet-und-respekt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15772","title":{"rendered":"Gekonnte Beratung: Projekt f\u00fcr Diversit\u00e4t und Respekt"},"content":{"rendered":"<p>Eine Veranstaltung zum Pilotprojekt &#8222;Beratung f\u00fcr alle &#8211; Inklusiv und geschlechtersensibel beraten&#8220; hat am Donnerstag (23. Mai) stattgefunden. Teilgenommen daran haben mehrere Marburger Beratungsstellen. <!--more--><br \/>\nBeratungsstellen spielen eine entscheidende Rolle dabei, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterst\u00fctzen und zu begleiten. Um dieser Aufgabe noch besser nachkommen zu k\u00f6nnen, hat der &#8211; von der Stadt Marburg organisierte &#8211; Arbeitskreis &#8222;Frauen und Behinderung&#8220; ein Pr\u00fcfverfahren f\u00fcr Beratungsstellen erarbeitet, das auch interkulturelle Aspekte ber\u00fccksichtigt.<br \/>\n&#8222;Die Bedeutung von Inklusion und Geschlechtersensibilit\u00e4t in der Beratung kann gar nicht genug betont werden, denn jeder Mensch verdient es, respektvoll unterst\u00fctzt zu werden&#8220;, sagte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier. &#8222;Ich finde es wunderbar, dass schon w\u00e4hrend der Teilnahme am Pr\u00fcfverfahren ganz konkrete Projekte umgesetzt wurden, die unsere vielf\u00e4ltige Beratungslandschaft noch zug\u00e4nglicher f\u00fcr alle machen.&#8220;<br \/>\nOb Beratung inklusiv und geschlechtersensibel ange boten wird, ist f\u00fcr viele Ratsuchende eine wesentliche Voraussetzung daf\u00fcr, ob sie das entsprechende Beratungsangebot \u00fcberhaupt nutzen k\u00f6nnen. Jeder Mensch sollte respektvoll und bedarfsgerecht beraten werden, unabh\u00e4ngig von Geschlecht und Behinderung. Um diesem Ziel n\u00e4her zu kommen, hat der &#8211; vom st\u00e4dtischen Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung organisierte &#8211; Arbeitskreis &#8222;Frauen und Behinderung&#8220; den Leitfaden &#8222;Inklusiv und geschlechtersensibel beraten&#8220; sowie ein dazugeh\u00f6riges Pr\u00fcfverfahren entwickelt, das auch interkulturelle Aspekte ber\u00fccksichtigt.<br \/>\nDer Leitfaden soll Beratungsstellen dabei unterst\u00fctzen, ihre Beratung schrittweise inklusiv und geschlechtersensibel zu erweitern. Gleichzeitig wird mit dem Pr\u00fcfverfahren f\u00fcr Ratsuchende sichtbar, dass die Beratungsstelle sich dazu qualifiziert hat. Ma\u00dfgeblich mitgearbeitet haben daran Vertreterinnen vom Frauennotruf Marburg, vom Verein zur F\u00f6rderung der Inklusion behinderter Menschen (fib), vom Hessischen Koordinationsb\u00fcro f\u00fcr Frauen mit Behinderung, von der AG Freizeit und der Erg\u00e4nzenden Unabh\u00e4ngigen Teilhabeberatung Marburg-Biedenkopf (EUTB) sowie vom Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung der Stadt Marburg.<br \/>\nDas Pr\u00fcfverfahren wurde von September 2023 bis M\u00e4rz 2024 durchgef\u00fchrt. Daran teilgenommen haben sieben Marburger Beratungsstellen. Das sind das Beratungs- und Schulungszentrum der Deutschen Blindenstudienanstalt (BliStA), die Servicestelle f\u00fcr behinderte Studierende der Philipps-Universit\u00e4t (SBS), die Beratungs- und Interventionsstelle gegen h\u00e4usliche Gewalt von &#8222;Frauen helfen Frauen&#8220; Marburg, die EUTB, der Frauennotruf Marburg, der Marburger Verein f\u00fcr Selbstbestimmung und Betreuung und der Integrationsfachdienst Marburg-Biedenkopf. Diese sieben Beratungsstellen haben nun ihre Teilnahmebescheinigungen erhalten.<br \/>\n&#8222;Was bedeutet es eigentlich, inklusiv und geschlechtersensibel zu beraten?&#8220;, fragte Dr. Christine Amend-Wegmann vom Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung der Stadt Marburg. &#8222;Sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen und gute L\u00f6sungen f\u00fcr die Praxis zu finden: das haben sich alle Beteiligten des Projekts ,Beratung f\u00fcr Alle&#8216; vorgenommen &#8211; insbesondere nat\u00fcrlich die Beratungsstellen.&#8220;<br \/>\nProf. Dr. Susanne Gerner von der Evangelischen Hochschule Darmstadt am Studienstandort Schwalmstadt\/Treysa hat das Projekt wissenschaftlich begleitet. Sie hatte 2017 bis 2019 in Zusammenarbeit mit der Stadt Marburg eine Studie zur Teilhabe von Frauen und M\u00e4dchen mit Beeintr\u00e4chtigungen in Marburg durchgef\u00fchrt. Ergebnisse der Studie wurden mit dem Projekt &#8222;Beratung f\u00fcr alle&#8220; aufgegriffen. Eine Fachgruppe &#8211; vertreten durch Stadtr\u00e4tin Dinnebier, Amend-Wegmann vom Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung, Rita Schroll vom Hessischen Koordinationsb\u00fcro f\u00fcr Frauen mit Behinderung, Stefanie Ingiulla von der SBS, Naxina Wienstroer vom fib, Linda Sprenger von der EUTB sowie Doris Kroll vom Frauennotruf Marburg &#8211; hat das Pilotprojekt begleitet und wurde dabei von Klara Ackermann vom Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung unterst\u00fctzt.<br \/>\n&#8222;Wir danken allen Beteiligten, die ihre Expertise in dieses Projekt eingebracht haben, und allen Beratungsstellen f\u00fcr ihre engagierte Teilnahme und f\u00fcr ihr wertvolles Feedback zum Pr\u00fcfverfahren&#8220;, betonte Stadtr\u00e4tin Dinnebier. &#8222;Diese werden wir aufnehmen und k\u00f6nnen schon jetzt verraten, dass es ab Herbst dieses Jahres einen zweiten Durchlauf geben wird.&#8220;<br \/>\nWeiterf\u00fchrende Informationen finden sich der Homepage der Stadt Marburg unter <a href=\"http:\/\/www.marburg.de\/beratungfueralle\">www.marburg.de\/beratungfueralle<\/a>. Das Projekt &#8222;Beratung f\u00fcr alle &#8211; Inklusiv und geschlechtersensibel beraten&#8220; ist ein Handlungsansatz im &#8222;Zweiten Marburger Aktionsplan zur St\u00e4rkung der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen&#8220;. In der Universit\u00e4tsstadt Marburg wird die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) kontinuierlich durch kommunale Berichterstattung und Teilhabeplanung umgesetzt.<br \/>\nDie UN-BRK verfolgt das Ziel, die Rechte von Menschen mit Behinderungen weiter zu st\u00e4rken. Dabei geht es um die F\u00f6rderung der Chancengleichheit und um eine allumfassende gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft. Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen sollen in allen Lebensbereichen die gleichen Beteiligungsm\u00f6glichkeiten haben; und Barrieren jeglicher Art sollen weiter abgebaut werden.<br \/>\nMit dem ersten Teilhabebericht im Jahr 2015 und dem darauffolgenden Aktionsplan 2017 wurde ein wirkungsvoller Prozess begonnen, der mit dem zweiten Teilhabebericht im Jahr 2020 und dem zweiten Aktionsplan von 2022 fortgesetzt wurde. Als Gesamtkonzept umfasst auch der zweite Plan Handlungsans\u00e4tze und Ziele der st\u00e4dtischen Verwaltung und von zahlreichen Kooperationspartner*innen, um die Teilhabe von Menschen mit Beeintr\u00e4chtigungen und Behinderungen in Marburg weiter zu st\u00e4rken. F\u00fcr die Steuerung und Koordinierung des Gesamtprozesses ist die Sozialplanung der Universit\u00e4tsstadt Marburg verantwortlich, auf deren Seite weitere Informationen verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Veranstaltung zum Pilotprojekt &#8222;Beratung f\u00fcr alle &#8211; Inklusiv und geschlechtersensibel beraten&#8220; hat am Donnerstag (23. Mai) stattgefunden. Teilgenommen daran haben mehrere Marburger Beratungsstellen.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[4],"tags":[603,128,646],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-46o","jetpack-related-posts":[{"id":18319,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18319","url_meta":{"origin":15772,"position":0},"title":"Einbeziehend: Schulung zur Beratung f\u00fcr Alle","date":"4. Juli 2025","format":false,"excerpt":"Beratungsstellen haben sich Inklusiv und geschlechtersensibel schulen lassen. Eine Abschlussveranstaltung der Stadt Marburg w\u00fcrdigte ihr Engagement. 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