{"id":15592,"date":"2024-05-15T10:15:00","date_gmt":"2024-05-15T08:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15592"},"modified":"2024-05-15T10:15:00","modified_gmt":"2024-05-15T08:15:00","slug":"hochzeitsmarathon-gut-30-pop-up-trauungen-in-der-elisabethkirche","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15592","title":{"rendered":"Hochzeitsmarathon: Gut 30 Pop-Up-Trauungen in der Elisabethkirche"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Wir haben unvergessliche Momente geschaffen.&#8220; Gottes Segen &#8222;to go&#8220; gab es am Samstag (11. Mai). <!--more--><br \/>\n&#8222;Das ist der Hammer!&#8220; Organisator Pfarrer Ulrich Hilzinger hatte gehofft, dass die Idee einer &#8222;Pop-Up-Trauung&#8220; im positiven Sinne einen Nerv trifft. Wie viel Begeisterung sie aber tats\u00e4chlich ausl\u00f6sen w\u00fcrde, hat ihn und seine Kolleginnen und Kollegen aus dem Kirchenkreis Marburg dann am Samstag (11. Mai) jedoch komplett \u00fcberrascht. Eine \u00dcberraschung erlebten nicht nur die Pfarrerinnen und Pfarrer, sondern auch einige andere rund um die Elisabethkirche.<br \/>\nDarunter waren zum Beispiel Familienangeh\u00f6rige. &#8222;Ihr habt das jetzt echt gemacht, oder was?&#8220; Ungl\u00e4ubiges Kopfsch\u00fctteln ernteten Beate und Andreas Schliewe. Sie haben sich noch einmal getraut. Und sich einen Segen als Paar abgeholt, nachdem sie bereits seit \u00fcber vierzig Jahren offiziell verheiratet sind.<br \/>\n&#8222;Auch Eltern machen manchmal verr\u00fcckte Sachen.&#8220; Als die beiden Marburger von der &#8222;Pop-Up-Trauung&#8220; in der Elisabethkirche h\u00f6rten, beschlossen sie: &#8222;Das machen wir.&#8220;<br \/>\nUnd w\u00e4hrend die j\u00fcngste Tochter mit dem Hund an der Leine vor der Kirchent\u00fcr wartete, lie\u00dfen sich die Eltern von Pfarrerin Karin Weigel segnen. &#8222;Gott schenke euch Lachen und Freude, erhalte eure Liebe, dass sie stark bleibt und ihr gemeinsam den Weg mit ihm weitergeht.!&#8220;<br \/>\nEine noch viel gr\u00f6\u00dfere \u00dcberraschung hatten Susanne Zein und Michael Kraetke f\u00fcr Familie und Freunde parat. Die beiden hatten sich mit ein wenig mehr zeitlichem Vorlauf entschieden: &#8222;Wir wollen dabei sein bei dieser Pop-Up-Trauung.&#8220; Sie haben sich angemeldet, alles geplant &#8211; und erstmal niemandem etwas gesagt bis drei Tage vorher.<br \/>\n&#8222;Dann haben wir eine WhatsApp-Gruppe erstellt&#8220;, berichtete Kraetke. &#8222;Und ich bin morgens erstmal fast vom Stuhl gefallen&#8220;, war die Reaktion in der Familie. Neben der Elisabethkirche wurden Fotos gemacht, die Braut trug ganz klassisch einen Schleier und alle freuten sich riesig.<br \/>\n&#8222;Die Stimmung ist einfach fantastisch&#8220;, best\u00e4tigte Pfarrer Hilzinger, w\u00e4hrend er das n\u00e4chste Paar in die Kirche f\u00fchrte, von einem Besucher angesprochen wurde, was denn hier eigentlich los sei und das n\u00e4chste Fernsehteam ein Interview wollte. &#8222;Was wir hier machen, ist ja ein spirituelles Angebot; und wir sind sehr gl\u00fccklich dar\u00fcber, dass das angenommen wird und dass es bei den Menschen offenbar ein gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis danach gibt&#8220;, sagte Hilzinger, der Besucher-Pfarrer an der Elisabethkirche ist.<br \/>\nGemeinsam mit Karin Weigel aus Elnhausen, Alexander Donges aus Fronhausen, Gernot Schulze-Wegener aus Cappel und Ulrich Kling-B\u00f6hm vom Elisabethverein ist er den ganzen Tag im Einsatz gewesen. Zus\u00e4tzlich waren f\u00fcr einzelne Trauungen und Segnungen noch weitere Pfarrer dabei. Unter ihnen war auch Martin Hahn von der Profilpfarrstelle f\u00fcr Kinder- und Konfirmand*innenarbeit im Lahntal und Dekan Dr. Burkhard von D\u00f6rnberg.<br \/>\nF\u00fcr Vikar Florian Peter war f\u00fcr dieses Wochenende schon lange eine Trauung geplant. Und flugs &#8222;eingemeindet&#8220; wurde Andr\u00e9 Flimm aus Wetter aus dem benachbarten Kirchenkreis Kirchhain. Er war nicht nur als Pfarrer im Einsatz, sondern gleich auch als Musiker.<br \/>\nF\u00fcr Musik, Sekt und Kuchen hatten die Organisatorinnen und Organisatoren n\u00e4mlich auch gesorgt. Hahn hatte f\u00fcnf Jugendliche von seiner Jugendgruppe aus Fronhausen mitgebracht, die tapfer den gesamten Tag das Catering \u00fcbernahmen. Verschiedene Musikerinnen und Musiker sowie ein Fotografen-Ehepaar waren im Einsatz ebenso wie mehrere K\u00fcster und zahlreiche Ehrenamtliche.<br \/>\nVon 10 bis 16 Uhr gab es dann gewisserma\u00dfen Gottes Segen im Akkord &#8211; f\u00fcr alle Paare, die sich das gew\u00fcnscht haben, gleich welchen Geschlechts und gleich welcher Religion. Offiziell getraut werden konnten nat\u00fcrlich nur die, die bereits standesamtlich verheiratet waren und bei denen mindestens ein Partner evangelisch ist. F\u00fcr alle anderen gab es aber die M\u00f6glichkeit einer Segnung oder eines Segnungsgottesdienstes.<br \/>\nInsgesamt mehr als 30 Paare nutzten diese M\u00f6glichkeit. F\u00fcr die meisten war es tats\u00e4chlich bereits ein lange gehegter Wunsch. Auch ein \u00e4lteres Paar, das extra aus Th\u00fcringen angereist war, wollte schon geraume Zeit in einer kleinen Zeremonie &#8222;Ja&#8220; zueinander sagen, aber nicht mit Brief und Siegel, einfach nur mit Gottes Segen. Beide haben ihren Partner verloren und sind verwitwet, erz\u00e4hlten sie im Traugespr\u00e4ch mit Kling-B\u00f6hm.<br \/>\nGanz kurzentschlossen hingegen kamen jeweils ein Paar aus Melsungen und aus Weilburg, das die Nachricht \u00fcber die &#8222;Pop-Up-Trauung&#8220; morgens im Radio geh\u00f6rt hatte und daraufhin nach Marburg gefahren war. Einmal war die Petersilienhochzeit der Anlass f\u00fcr ein Paar, sich nochmal zu trauen, einmal eine Silberhochzeit. Und einige haben ihre Entscheidung aus einer besonderen Lebenssituation heraus getroffen, erfuhren die Pfarrer.<br \/>\nF\u00fcr alle, die sich vorangemeldet hatten, war ein Zeitfenster reserviert. Das gab Zeit f\u00fcr ein Traugespr\u00e4ch, wie es auch bei einer ganz &#8222;herk\u00f6mmlichen&#8220; Trauung \u00fcblich ist, anderthalb Stunden vom Beginn des Gespr\u00e4chs bis zum Ende des Gottesdienstes. Spontan mal eben nur ein kurzes Gebet und einen Segen war genauso m\u00f6glich. Und wenn die geplanten Trauorte im Hauptschiff und in der Oberkapelle der Elisabethkirche sowie im Michelchen bereits belegt waren &#8211; dann wurde eine Zeremonie eben auch mal im Gr\u00fcnen abgehalten.<br \/>\nDass Liebe und der Spa\u00df an einer solchen Aktion kein Alter kennen, bewies der \u00e4lteste Br\u00e4utigam Karl-Heinz Nurtsch. Mit 94 Jahren kam er aus Wiesbaden zur &#8222;Pop-Up-Trauung&#8220; in die Elisabethkirche, um mit seiner Frau Edel noch einmal eine Segenshochzeit zu feiern. Die Tochter und ihr Lebensgef\u00e4hrte folgten dem Beispiel dann gleich noch und legten nach. Nurtsch lebt schon lange nicht mehr in Marburg, erinnert sich aber noch gut daran, wie er nur ein paar Meter entfernt die erste Cola seines Lebens getrunken hat. Ein strahlendes L\u00e4cheln mit der ganzen Familie samt Hund dann f\u00fcr einen Pressefotografen. Und als er mitbekam, dass ein anderes Ehepaar nach \u00fcber 40 Jahren Ehe ebenfalls zur Segnung gekommen war&#8230; Nur 40? &#8222;Da m\u00fcssen die aber noch ein paar Jahre drauflegen&#8220;, lautete sein Kommentar. Und zum 100. Geburtstag hat eine Journalistin um ein Wiedersehen an Ort und Stelle gebeten.<br \/>\n2025 wird es in jedem Fall f\u00fcr alle Interessierten die n\u00e4chste M\u00f6glichkeit geben, Teil einer &#8222;Pop-Up-Trauung&#8220; in Marburg zu sein. Dann soll sie sogar landeskirchenweit stattfinden. Daf\u00fcr d\u00fcrfen schon einmal \u00dcberraschungen geplant werden.<br \/>\nAnfragen, ob es nicht sogar schon fr\u00fcher eine Neuauflage geben wird, bekommen die Beteiligten indes schon jede Menge. Dass das Klischee von &#8222;Las Vegas&#8220; eben nicht erf\u00fcllt wurde, sondern der Fokus klar auf dem Segen Gottes lag und der aber ganz unb\u00fcrokratisch &#8222;ohne gro\u00dfes Brimborium&#8220; &#8211; wie ein Paar es formulierte &#8211; m\u00f6glich war &#8211; das hat ganz viele begeistert. Dazu z\u00e4hlen auch Besucherinnen und Besucher der Kirche.<br \/>\n&#8222;Das ist schon meine sechste Trauung, die ich anschaue&#8220;, berichtete jemand. Das Res\u00fcmee der Premiere fasste Pfarrer Donges zusammen: &#8222;Wir haben unvergessliche Momente geschaffen sowohl f\u00fcr die Paare, wie auch f\u00fcr uns selbst.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Evangelischer Kirchenkreis Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir haben unvergessliche Momente geschaffen.&#8220; Gottes Segen &#8222;to go&#8220; gab es am Samstag (11. 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