{"id":1558,"date":"2018-01-13T12:42:29","date_gmt":"2018-01-13T11:42:29","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=1558"},"modified":"2018-01-13T12:42:29","modified_gmt":"2018-01-13T11:42:29","slug":"gehirn-und-gemuet-depressionsforschung-erhaelt-38-millionen-euro","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=1558","title":{"rendered":"Gehirn und Gem\u00fct: Depressionsforschung erh\u00e4lt 3,8 Millionen Euro"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr weitere drei Jahre f\u00f6rdert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Forschergruppe &#8222;Neurobiologie psychischer St\u00f6rungen&#8220;. Das gab die Philipps-Universit\u00e4t am Freitag (12. Januar) bekannt. <!--more--><br \/>\nVieles \u00fcber das menschliche Gehirn ist noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass es bei affektiven St\u00f6rungen beispielsweise einer Depression anders funktioniert als im gesunden Zustand.<br \/>\nDoch was genau f\u00fchrt zu der ver\u00e4nderten Funktionsweise des Gehirns und welchen Einfluss haben unterschiedlich ausgebildete Hirnstrukturen auf den Verlauf der psychischen Erkrankung? Seit 2014 geht die Forschergruppe 2107 &#8222;Neurobiologie psychischer St\u00f6rungen&#8220; diesen Fragen nach. Die DFG f\u00f6rdert nun die Weiterf\u00fchrung ihrer erfolgreichen Arbeit f\u00fcr weitere drei Jahre mit rund 3,8 Millionen Euro.<br \/>\n&#8222;Affektive St\u00f6rungen entwickeln sich aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher Einfl\u00fcsse&#8220;, erkl\u00e4rte Prof. Dr. Tilo Kircher. &#8222;Dabei sind zwei Faktoren besonders ausschlaggebend: Zum einen sind das fr\u00fche Umwelteinfl\u00fcsse, zum Beispiel Misshandlung in der Kindheit, Migration oder das Aufwachsen in einer Gro\u00dfstadt. Zum anderen spielt die genetische Pr\u00e4disposition eine Rolle.&#8220; Der Professor f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie an der Philipps-Universit\u00e4t ist Sprecher der Forschergruppe.<br \/>\nVerkn\u00fcpfungen von Hirnstrukturen w\u00e4hrend der Entwicklung bildeten sich dann anders aus, je nach genetischen und Umwelteinfl\u00fcssen. &#8222;Aufgrund ihrer hohen Komplexit\u00e4t sind die genauen Vorg\u00e4nge im Gehirn allerdings noch nicht vollst\u00e4ndig bekannt&#8220;, erl\u00e4uterte Kircher.<br \/>\nAus diesem Grund f\u00fchrten die Forschenden der Medizin, Psychologie und Pharmazie von den Universit\u00e4ten Marburg, M\u00fcnster, Bonn, Heidelberg und Kiel sowie der Eidgen\u00f6ssischen Technischen Hochschule Z\u00fcrich und des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Psychiatrie in M\u00fcnchen in der ersten F\u00f6rderphase unter anderem eine umfangreiche Studie mit rund 2.500 Patientinnen und Patienten sowie gesunden Probanden durch. Kernbestandteil war eine umfangreiche Datenerhebung mittels Interviews, Blutentnahme und Magnetresonanz-Tomographie (MRT), bei der detailliertes Bildmaterial der Gehirnstruktur der Teilnehmenden angefertigt wurde. In der zweiten F\u00f6rderphase sollen sie nun ein zweites Mal untersucht werden.<br \/>\n&#8222;Die zweite Datenerhebung ist entscheidend, um den Krankheitsverlauf unserer Patienten auswerten und in Zusammenhang mit ihrer Lebensgeschichte, den Genen und dem Gehirn stellen zu k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Kircher. &#8222;Ohne die F\u00f6rderung w\u00e4re dies nicht m\u00f6glich.&#8220; Langfristig wollen die Forschenden durch ihre Arbeit zur Pr\u00e4vention, zur Vorhersage individueller Krankheitsverl\u00e4ufe und zur Entwicklung neuartiger Therapien beitragen.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr weitere drei Jahre f\u00f6rdert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Forschergruppe &#8222;Neurobiologie psychischer St\u00f6rungen&#8220;. Das gab die Philipps-Universit\u00e4t am Freitag (12. 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