{"id":15544,"date":"2024-05-06T16:06:32","date_gmt":"2024-05-06T14:06:32","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15544"},"modified":"2024-05-06T16:06:32","modified_gmt":"2024-05-06T14:06:32","slug":"beruflich-beraten-fachtag-klischeefrei-und-geschlechtssensibel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15544","title":{"rendered":"Beruflich beraten: Fachtag klischeefrei und geschlechtssensibel"},"content":{"rendered":"<p>Einen Fachtag &#8222;Klischeefreie Berufsorientierung&#8220; hat die Stadt Marburg durchgef\u00fchrt. Sie m\u00f6chte junge Menschen klischeefrei bei der Berufswahl beraten. <!--more--><br \/>\nWie gelingt es, junge Menschen darin zu unterst\u00fctzen, Berufsperspektiven jenseits von Geschlechterklischees zu entwickeln? Das war eine der Fragen, mit der sich rund 50 Akteurinnen und Akteure am \u00dcbergang Schule-Beruf beim Marburger Fachtag &#8222;Klischeefreie Berufsorientierung&#8220; auseinandersetzten.<br \/>\n&#8222;Die Berufswahl von Jugendlichen ist nach wie vor massiv vom Elternhaus gepr\u00e4gt&#8220;, stellte B\u00fcrgermeisterin Nadine Bernshausen zur Er\u00f6ffnung der Veranstaltung fest. &#8222;Gesellschaftlich tradierte Rollen- und Geschlechterbilder, mit denen wir alle aufwachsen, beeinflussen uns alle nach wie vor. Sich dessen bewusst zu sein, ist wichtig, denn unser Ziel ist es, den Kindern zu helfen, ihren Berufsweg m\u00f6glichst davon losgel\u00f6st anhand ihrer individuellen St\u00e4rken zu w\u00e4hlen und danach, was sie begeistert.&#8220;<br \/>\nInsgesamt 51 Teilnehmende waren zum Fachtag &#8222;Klischeefreie Berufsorientierung &#8211; Erkenntnisse, Haltung und Praxisimpulse&#8220; gekommen. Dem Gro\u00dfteil der Anwesenden war gemein, dass sie junge Menschen am \u00dcbergang von Schule und Beruf beratend begleiten und zu Seite stehen. Anwesend waren zum Beispiel p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte aus Jugendhilfe und Schule oder Berater*innen aus anderen Rechtskreisen wie der Agentur f\u00fcr Arbeit oder dem Kreisjobcenter (KJC).<br \/>\nDie Teilnehmenden setzten sich unter anderem damit auseinander, wie junge Menschen im Entdecken ihrer individuellen Potenziale unterst\u00fctzt werden k\u00f6nnen, damit sie die Berufswahl nicht von Klischees abh\u00e4ngig machen, sondern sich an ihren Talenten und Interessen orientieren. Organisiert wurde die Veranstaltung vom st\u00e4dtischen Team der Fachstelle Jugendberufshilfe\/ Jugendhilfe-Schuledes Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie in Begleitung der Initiative &#8222;Klischeefrei&#8220;. Seit Ende 2023 ist die Universit\u00e4tsstadt Marburg Partnerorganisation der Initiative &#8222;Klischeefrei&#8220; und tr\u00e4gt damit zur F\u00f6rderung der Gleichstellung der Geschlechter in der Nachhaltigkeits-Strategie der Bundesregierung bei. Konkret geht es um klischeefreie Beratung in der Jugendberufshilfe mit dem Ziel, dass junge Menschen ihre Berufs- und Studienwahl weniger an Geschlechterklischees, daf\u00fcr mehr an Interessen, Begabungen und St\u00e4rken orientieren.<br \/>\nUm klischeefreie Beratung in der Jugendberufshilfe noch st\u00e4rker zu verankern, finden zum einen Fortbildungen f\u00fcr Fachkr\u00e4fte statt, zum anderen wurde der Fachtag organisiert. Frauke Kordtomeikel von der Servicestelle der Initiative &#8222;Klischeefrei&#8220; stimmte die Tagungsteilnehmenden mit ihrem Vortrag &#8222;Berufswahl ohne Geschlechterklischees&#8220; auf das Thema ein und f\u00fchrte aus, warum eine klischeefreie Berufsorientierung zentral und wichtig ist.<br \/>\nIm Anschluss zeigte Prof. Dr. Thorsten B\u00fchrmann von der Medical School Hamburg anhand des Kernprozesses der Beruflichen Orientierung auf, in welcher Phase digitale Instrumente und Ans\u00e4tze besonders wirksam sind. Dabei griff er praxisnahe Erfahrungen aus dem &#8222;Berufswahlsiegel&#8220;-Projekt &#8222;Entwicklungswerkstatt Digitale Berufsorientierung (BO)&#8220; auf. Unter Ber\u00fccksichtigung einer klischeefreien Perspektive stellte er Auswahlkriterien f\u00fcr digitale BO-Instrumente vor. Die Impulse der Referentinnen und Referenten wurden in anschlie\u00dfenden Foren rege diskutiert und vertieft.<br \/>\nBesonders lebendige Eindr\u00fccke zu den Herausforderungen und Fragen von jungen Menschen am \u00dcbergang Schule-Beruf steuerten Elif Celebioglu und Catalina Klingelh\u00f6fer bei. Die Sch\u00fclerin Elif Celebioglu pr\u00e4sentierte ihren Film &#8222;Farbe bekennen&#8220;, den sie unter ihrem K\u00fcnstlernamen Attila ver\u00f6ffentlicht hat. Catalina Klingelh\u00f6fer berichtete \u00fcber ihren Weg zur Ausbildung als Zimmerin und ihre Motivation f\u00fcr den Einsatz als &#8222;Talentscout im Handwerk&#8220;, einem Projekt zur Nachwuchsakquise der Kreishandwerkerschaft Marburg-Biedenkopf.<br \/>\nDie Initiative &#8222;Klischeefrei&#8220; ist eine Ma\u00dfnahme zur F\u00f6rderung der Gleichstellung der Geschlechter in der Nachhaltigkeits-Strategie der Bundesregierung &#8222;Agenda 2030&#8220; und wird gef\u00f6rdert durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung sowie vom Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Der Beitritt ist kostenfrei und geschieht durch die Unterzeichnung einer Vereinbarung. Als Partnerorganisation ist die Universit\u00e4tsstadt ins Klischeefrei-Netzwerk aufgenommen.<br \/>\nDort sind neben Unternehmen, Bildungstr\u00e4gern, Hochschulen, Schulen und verschiedenen Beh\u00f6rden auch mehr als 40 Landkreise und Kommunen vertreten. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung hat sich die Stadt Marburg unter anderem verpflichtet, die Ziele der Initiative sowie deren Verbreitung zu unterst\u00fctzen, Fortbildungsangebote f\u00fcr das Personal zu erm\u00f6glichen, damit die Mitarbeitenden einengenden Geschlechterstereotypen bei der Berufs- und Studienwahl reflektiert entgegentreten k\u00f6nnen, sowie Materialien und Medien im Zust\u00e4ndigkeitsbereich auf ihre geschlechtersensible Aufbereitung und Gestaltung zu \u00fcberpr\u00fcfen und gegebenenfalls zu \u00fcberarbeiten.<br \/>\nDie Ma\u00dfnahme &#8222;Gendersensible und klischeefreie Beratung von jungen Frauen am \u00dcbergang Schule-Beruf&#8220; im Dritten Marburger Aktionsplan f\u00fcr die EU-Charta wurde von der Stadtverordnetenversammlung (StVV) beschlossen. Die EU-Charta ist die Europ\u00e4ischen Charta f\u00fcr die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern auf lokaler Ebene. Sie benennt Grunds\u00e4tze und Ziele f\u00fcr eine Gleichstellungspolitik vor Ort.<br \/>\nDie Universit\u00e4tsstadt Marburg hat die EU-Charta 2014 unterschrieben und macht damit die Grunds\u00e4tze der EU-Charta zur Grundlage ihres Handelns. Zu den Grunds\u00e4tzen geh\u00f6ren unter anderem, dass die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern ein Grundrecht ist und die Beseitigung von Geschlechterstereotypen von grundlegender Bedeutung f\u00fcr die Gleichstellung ist. Seit 2017 setzt die Stadt die EU-Charta mit eigenen Aktionspl\u00e4nen um, die auf Marburg zugeschnitten sind.<br \/>\nIn diesen Aktionspl\u00e4nen werden konkrete Handlungsanweisungen und Zust\u00e4ndigkeiten zu ausgew\u00e4hlten Schwerpunktthemen zusammen mit einem Zeitplan, formuliert. Das Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung erarbeitet die Aktionspl\u00e4ne federf\u00fchrend und unter breiter Beteiligung von Stadtgesellschaft und Stadtverwaltung. Der Dritte Marburger Aktionsplan umfasst 47 Ma\u00dfnahmen und zw\u00f6lf Schwerpunkte, die vom Stadtparlament beschlossen wurden. Die Laufzeit ist von 2023 bis 2025. Weitere Informationen dazu gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.marburg.de\/eu-charta\">www.marburg.de\/eu-charta<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen Fachtag &#8222;Klischeefreie Berufsorientierung&#8220; hat die Stadt Marburg durchgef\u00fchrt. 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