{"id":15477,"date":"2024-04-24T16:45:00","date_gmt":"2024-04-24T14:45:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15477"},"modified":"2024-04-24T16:45:00","modified_gmt":"2024-04-24T14:45:00","slug":"zehn-zusaetzliche-bundesverdienstkreuz-fuer-ilse-strempel","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15477","title":{"rendered":"Zehn Zus\u00e4tzliche: Bundesverdienstkreuz f\u00fcr Ilse Strempel"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihr langj\u00e4hriges Wirken in der Augenheilkunde hat Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies Prof. Dr. Ilse Strempel das Bundesverdienstkreuz \u00fcberreicht. Die Ehrung fand am Freitag (19. April) im Rathaus statt. <!--more--><br \/>\nProf. Dr. Ilse Strempel hat sich in au\u00dfergew\u00f6hnlichem Ma\u00dfe f\u00fcr die Menschen und die Medizin im Bereich der Augenheilkunde eingesetzt. Daf\u00fcr erhielt sie nun von Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies den Bundesverdienstorden.<br \/>\n&#8222;Medizinische Eingriffe k\u00f6nnen komplex sein und gar nicht so einfach zu erkl\u00e4ren; f\u00fcr Prof. Dr. Ilse Strempel war es aber immer eine Herzensangelegenheit, ihren Patient*innen nachvollziehbar zu vermitteln, was ihr Augenleiden bedeutet oder welche Eingriffe es gibt&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Spies bei der Ehrung im Historischen Saal des Rathauses. &#8222;Au\u00dferdem hat sie weit \u00fcber das Rentenalter hinaus gearbeitet &#8211; um ihre Patient*innen weiter zu begleiten und neue Heilmethoden f\u00fcr das Glaukom &#8211;<br \/>\nviele nennen es auch Gr\u00fcner Star &#8211; zu entdecken. F\u00fcr ihr herausragendes Wirken gilt Frau Prof. Dr. Strempel ein besonderer Dank.&#8220;<br \/>\nStrempel arbeitet seit 50 Jahren ununterbrochen am Universit\u00e4tsklinikum in Marburg. Sie setzt sich \u00fcberdurchschnittlich f\u00fcr die Erforschung neuer Heilmethoden in ihrem Fachgebiet &#8211; der interdisziplin\u00e4ren Glaukomtherapie &#8211;<br \/>\nim Bereich der Augenheilkunde ein. Durch ihr Engagement tr\u00e4gt sie dazu bei, vorhandene Untersuchungsmethoden zu erg\u00e4nzen oder neue zu entwickeln.<br \/>\nIm Jahr 2012 wurde Strempel bereits die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Seitdem hat sie sich weiterhin in vielf\u00e4ltiger Weise ehrenamtlich f\u00fcr das Gemeinwohl engagiert. Strempel wurde zwar im selben Jahr emeritiert, &#8222;konnte die Arbeit aber nicht sein lassen&#8220;, sagte Dr. Thomas Spies mit einem Augenzwinkern.<br \/>\nSie bem\u00fchte sich also um eine Art Sonderstatus am Klinikum, sodass sie weitere zehn Jahre praktizierte. Dadurch hatte sie die Zeit, sich intensiv mit den Menschen, die zu ihr kamen, und deren Krankheitsbildern auseinanderzusetzen. So kam es nicht selten vor, dass Patientinnen und Patienten schon von Kindesalter an von ihr behandelt wurden undnun weiterhin die Gelegenheit hatten, zu ihr zu kommen. Dadurch sind besonders innige Beziehungen zwischen den Patient*innen und Strempel als \u00c4rztin entstanden.<br \/>\n&#8222;Sie haben diese zehn Jahre besonders als M\u00f6glichkeit daf\u00fcr verstanden, sich dem zu widmen, warum Sie \u00c4rztin geworden sind&#8220;, stellte der Oberb\u00fcrgermeister in Richtung Strempel heraus. &#8222;Unsere Medizin hat heute an vielen Stellen das Verst\u00e4ndnis eines Umgangs, der eher mechanisch ist und nicht auf den Menschen schaut, sondern auf biologische Defizite.&#8220; Man werde \u00c4rztin oder Arzt und spreche dann von der &#8222;Galle von Zimmer drei&#8220;.<br \/>\n&#8222;Sie aber haben sich intensiv mit den Menschen besch\u00e4ftigt. Mit den Menschen hinter den Krankheiten&#8220;, w\u00fcrdigte der Arzt Spies seine Berufskolllegin. &#8222;Dar\u00fcber hinaus haben Sie mit gro\u00dfem Engagement f\u00fcr verst\u00e4ndliche Kommunikation gewirkt insbesondere in einem extrem belastenden Moment: Wenn es um den Verlust der Sehkraft geht.&#8220;<br \/>\nDie vergangenen zehn Jahre hat Strempel nicht nur f\u00fcrs Praktizieren genutzt, sondern auch f\u00fcr Aufkl\u00e4rung sowie das Schaffen von mehr Verst\u00e4ndnis und Bewusstsein f\u00fcr die individuellen Formen und das Empfinden von Augenleiden. Strempel schafft es, besonders komplizierte Begriffe und Eingriffe einfach, verst\u00e4ndlich und vor allem nachvollziehbar zu erkl\u00e4ren. Sie hat bereits mehrere B\u00fccher ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nAuch Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss w\u00fcrdigte Strempels &#8222;sehr viel von Empathie und langer Begleitung gepr\u00e4gten Umgang mit Patient*innen&#8220;. Herausragend sei weiter ihre Aufkl\u00e4rung und Kommunikation: &#8222;Universit\u00e4ten sind Orte eines generations\u00fcbergreifenden Austauschs. Sie haben Ihr Wissen an viele n\u00e4chste Generationen weitergegeben.&#8220;<br \/>\nDas Verst\u00e4ndnis und die Vision der Philipps-Universit\u00e4t sei, den Menschen und der Gesellschaft Impulse zu vermitteln, damit sie den Weg von morgen in positiver Weise gestalten. Zu Strempel sagte Nauss ganz deutlich: &#8222;Sie haben diese Impulse weitergegeben auch an Patient*innen, und durch Sie war deren Welt eine bessere.&#8220;<br \/>\nDaneben ist Strempel Gr\u00fcnderin und bis heute Mitglied der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Ganzheitliche Augenheilkunde. Dort hat sie sich besonders daf\u00fcr eingesetzt, die ganzheitliche Augenheilkunde als Teil des Berufsverbandes Deutscher Augen\u00e4rzte zu verankern. Au\u00dferdem wurden durch sie auch komplement\u00e4re Methoden wissenschaftlich bewiesen und damit in die Schulmedizin eingef\u00fchrt.<br \/>\n&#8222;Wenn man einen Orden erh\u00e4lt, dann entstehen Fragen&#8220;, sagte Strempel in ihrer Dankesrede. Damit meinte sie solche nach dem Warum, oder &#8222;Warum ich?&#8220; Denn sie schickte vorweg: &#8222;Alles, was ich tat, war f\u00fcr mich selbstverst\u00e4ndlich. Das, was ich f\u00fcr richtig, wichtig und f\u00fcr notwendig halte.&#8220;<br \/>\nSchon als Kind und &#8222;Teenie&#8220; in ihrer Geburtsstadt Paderborn entstand bei ihr der Wunsch, \u00c4rztin zu werden. Ihr Idol sei immer Albert Schweitzer gewesen. Nach einem angefangenen Studium der Psychologie, das sie sehr frustriert habe, war der Medizin-Studienplatz in Marburg &#8222;ein sehr, sehr gro\u00dfes Gl\u00fcck&#8220;, erl\u00e4uterte Strempel. &#8222;Das Auge als Spiegel der Seele faszinierte mich. Eine Krankheit, deren Symptome, sind immer Sprache der Seele.&#8220;<br \/>\nAuch ihrem Mann verdanke sie sehr viel. Er habe sie immer &#8222;unglaublich viel unterst\u00fctzt&#8220;.<br \/>\nStrempel ist seit ihrem Studium in der Universit\u00e4tsstadt Marburg zu Hause. Dort hat sie ihren mittlerweile verstorbenen Ehemann kennengelernt, ihre Kinder gro\u00dfgezogen und ihr gesamtes Berufsleben am Universit\u00e4tsklinikum verbracht. Strempel hat sich in vielf\u00e4ltiger Weise, weit \u00fcber ihr Rentenalter hinaus, f\u00fcr das Gemeinwohl engagiert.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr ihr langj\u00e4hriges Wirken in der Augenheilkunde hat Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies Prof. Dr. Ilse Strempel das Bundesverdienstkreuz \u00fcberreicht. Die Ehrung fand am Freitag (19. 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