{"id":15442,"date":"2024-04-19T13:36:46","date_gmt":"2024-04-19T11:36:46","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15442"},"modified":"2024-04-19T13:36:46","modified_gmt":"2024-04-19T11:36:46","slug":"zeichen-gesetzt-marburg-fuer-demokratie-und-gegen-rechtsextremismus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15442","title":{"rendered":"Zeichen gesetzt: Marburg f\u00fcr Demokratie und gegen Rechtsextremismus"},"content":{"rendered":"<p>Jede und jeder kann ein Zeichen setzen bei &#8222;Marburg f\u00fcr Demokratie und gegen Rechtsextremismus&#8220;. Die Stadt l\u00e4dt die Zivilgesellschaft zum Mitmachen ein. <!--more--><br \/>\nDie Stadt Marburg hat zur Gr\u00fcndung eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks &#8222;Marburg f\u00fcr Demokratie und gegen Rechtsextremismus&#8220; eingeladen &#8211; mehr als 100 Vereine, Initiativen und Einzelpersonen sind gekommen. Mit der Stadt rufen sie nun alle Interessierten auf zum Mitmachen und damit ein Zeichen zu setzen. Wer mitmachen m\u00f6chte, kann die Erkl\u00e4rung jetzt unterzeichnen unter <a href=\"http:\/\/marburgmachtdemokratie.de\">marburgmachtdemokratie.de<\/a>.<br \/>\n&#8222;Wir wollen gemeinsam die demokratischen Grundlagen sch\u00fctzen und sie st\u00e4rken&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies beim Auftakttreffen des neu gegr\u00fcndeten Netzwerks &#8222;Marburg f\u00fcr Demokratie und gegen Rechtsextremismus&#8220;. &#8222;Gemeinsam werden wir unsere Stadt, unser Land, nicht den Spalter*innen und Hetzer*innen \u00fcberlassen &#8211; sondern es gemeinsam besser machen.&#8220; Das Stadtoberhaupt betonte: &#8222;Wir wollen uns vernetzen &#8211; \u00fcber alle Unterschiede der demokratischen Meinungen hinweg. &#8222;Ein solches Netzwerk kann nur erfolgreich sein, wenn es ganz breit verankert ist.&#8220;<br \/>\nEs gehe bei dem Netzwerk nicht darum, Einigkeit in politischen oder gesellschaftlichen Fragen herzustellen. Es gehe vielmehr darum, ein Zeichen zu setzen und einen Raum zu haben, sich zu engagieren, zu vernetzen und Ideen gemeinsam zu entwickeln. Spies griff das auf, was Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Elke Neuwohner bei der Demonstration &#8222;Marburg gegen Rechts&#8220; betont hatte: &#8222;Einig sind wir uns in dem Wissen: Rechtsextremist*innen werden nur ein Mal gew\u00e4hlt. Danach gibt es keine Wahlen mehr.&#8220;<br \/>\nBei der Demonstration &#8222;Marburg gegen Rechts&#8220; am Samstag (27. Januar) hatten mehr als 16.000 Menschen aus der Stadt und der Region ein beeindruckendes Zeichen f\u00fcr die Demokratie gesetzt. Mit dem neu gegr\u00fcndeten Netzwerk soll dieses zivilgesellschaftliche Engagement unterst\u00fctzt werden. Alle Vereine, Institutionen, Unternehmen sowie alle B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sind eingeladen, dem Netzwerk beizutreten und sich unter einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung zu vereinen.<br \/>\nDie Erkl\u00e4rung lautet: &#8222;Wir stehen gemeinsam ein f\u00fcr unsere Demokratie und f\u00fcr die Rechte aller Menschen. Gemeinsam setzen wir uns f\u00fcr eine offene, vielf\u00e4ltige und solidarische Gesellschaft ein. Dazu b\u00fcndeln wir unsere demokratische Mehrheit und stellen uns gegen rechtsextreme Hetze und Gewalt und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit. Wir verteidigen die Grundwerte unserer Demokratie und unsere Verfassung.&#8220;<br \/>\nUnterschrieben wurde die Erkl\u00e4rung etwa schon von Stadtverordnetenvorsteherin Dr. Elke Neuwohner, Sylvie Cloutier vom Ausl\u00e4nderbeirat, Kreishandwerksmeister J\u00f6rg Peil, dem Vorstandsvorsitzenden Andreas Bartsch von der Sparkasse Marburg-Biedenkopf (SKMB), Bernd G\u00f6keler vom Netzwerk f\u00fcr Teilhabe und Beratung, Dr. Ulf Immelt vom DGB Mittelhessen, Prof. Dr. Bilal El-Zayat von der Islamischen Gemeinde Marburg, den Theaterintendantinnen Eva Lange und Carola Unser-Leichtwei\u00df, Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss, dem CEO Dr. Martin Egger von Pharmaserv, Dr. Niklas Schier von CSL Behring, Ingrid Peters von &#8222;Omas gegen Rechts&#8220; sowie von den fr\u00fcheren Oberb\u00fcrgermeistern Egon Vaupel und Dietrich M\u00f6ller, von Landrat Jens Womelsdorf sowie von Vertreterinnen und Vertretern vieler weiterer Institutionen, Vereinen, Kirchen und sozialer Einrichtungen in Marburg und dem Landkreis. Bei einem ersten Netzwerktreffen haben die Partner, die bereits mit der Stadt zur Demo aufgerufen und sie unterst\u00fctzt hatten, nun diese Erkl\u00e4rung erstmals unterzeichnet. Dr. Reiner Becker vom Demokratiezentrum Hessen an der Philipps-Universit\u00e4t machte zu Beginn des Treffens deutlich, wie wichtig engagierte Menschen sind, damit ein Netzwerk gelingen kann.<br \/>\nSareh Darsaree vom Ausl\u00e4nderbeirat verdeutlichte, dass sie engagiert sein wird. Sie betonte die Bedeutung von Einwanderung f\u00fcr Deutschland. Und sie erkl\u00e4rte: &#8222;Wir sind eine der S\u00e4ulen unserer Demokratie. Wenn Sie uns herausnehmen, dann liegen wir alle unter den Tr\u00fcmmern begraben.&#8220;<br \/>\nDie ersten Netzwerkmitglieder haben nun einige Arbeitsgruppen gegr\u00fcndet, in denen alle Interessierten mitarbeiten und unabh\u00e4ngig eigene Veranstaltungen und Aktionen zum Thema &#8222;Demokratie und Rechtsextremismus&#8220; planen und veranstalten k\u00f6nnen. So gibt es nun etwa Arbeitsgruppen der Sportvereine, der Kultur, der Wirtschaft und Gewerkschaften oder der Zivilgesellschaft. Die Sportvereine sehen ihre gro\u00dfe St\u00e4rke etwa darin, dass sie Kontakt zwischen unterschiedlichen Menschen \u00fcber den Sport herstellen und das f\u00fcr das solidarische Zusammenleben einsetzen m\u00f6chten.<br \/>\nEine Gruppe aus sozialen Einrichtungen will neue Formate, um Menschen sichtbarer zu machen, die weniger sichtbar sind. Die Akteurinnen und Akteure aus der Kultur wollen raus an die Orte, an denen die Menschen sind und gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Kultur machen &#8211; im Fitnessstudio, im Supermarkt, als Theater, Konzert oder Pop-up-Disko.<br \/>\n&#8222;Wir d\u00fcrfen nicht einschlafen im Engagement gegen Rechts&#8220;, sagte eine Teilnehmerin des Netzwerktreffens. &#8222;Wir m\u00fcssen alle etwas tun und uns zivilgesellschaftlich auf breite Beine stellen&#8220;, erkl\u00e4rte ein anderer. &#8222;Vor allem m\u00fcssen wir aufh\u00f6ren, in Schubladen zu denken; und das k\u00f6nnen wir nur gemeinsam als Gesellschaft erreichen&#8220;, erg\u00e4nzte ein weiterer Teilnehmer seine Erwartung an das Netzwerk und die Zusammenarbeit.<br \/>\n&#8222;Es ist wichtig und eine tolle Initiative der Stadt, Kontinuit\u00e4t und die Breite der Gesellschaft einzubeziehen&#8220;, fand eine weitere Person. &#8222;Wir k\u00f6nnen uns nur gemeinsam wehren.&#8220;<br \/>\nErste Vernetzungen und Ideen sollen in der n\u00e4chsten Zeit weiterentwickelt werden. Das soll auch mit weiteren Interessierten geschehen. Auch, wer in keiner Arbeitsgruppe mitarbeiten m\u00f6chte, ist eingeladen, das Netzwerk namentlich zu unterst\u00fctzen.<br \/>\nWer die Erkl\u00e4rung unterzeichnen will, in den Verteiler aufgenommen werden will oder an einer der Arbeitsgruppen mitwirken m\u00f6chte, kann das online unter <a href=\"http:\/\/marburgmachtdemokratie.de\">marburgmachtdemokratie.de<\/a> tun. Auf der Website gibt es au\u00dferdem Informationen zu den Arbeitsgruppen, zu Veranstaltungen, die in Marburg zum Thema Demokratie oder Rechtsextremismus angeboten werden sowie Informationen zum Handlungsprogramm &#8222;Dialog &amp; Vielfalt &#8211; Gegen Rassismus, Ausgrenzung und Demokratiefeindlichkeit&#8220;, das die Stadtverordnetenversammlung (StVV) bereits 2020 einstimmig beschlossen hat.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jede und jeder kann ein Zeichen setzen bei &#8222;Marburg f\u00fcr Demokratie und gegen Rechtsextremismus&#8220;. 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