{"id":15270,"date":"2024-03-25T12:37:21","date_gmt":"2024-03-25T11:37:21","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=15270"},"modified":"2024-03-25T12:37:21","modified_gmt":"2024-03-25T11:37:21","slug":"an-der-katastrophenuebung-kreis-trainierte-vorgehen-bei-waldbraenden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=15270","title":{"rendered":"An der Katastrophen\u00fcbung: Kreis trainierte Vorgehen bei Waldbr\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p>Ein neues Konzept f\u00fcr Katastrophenschutz\u00fcbungen hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf getestet. Waldbrand war dabei der Themenschwerpunkt. <!--more--><br \/>\nRund 750 Einsatzkr\u00e4fte des Katastrophenschutzes haben am Samstag (23. M\u00e4rz) im Landkreis Marburg-Biedenkopf f\u00fcr den Ernstfall trainiert. Diese \u00dcbung war vorl\u00e4ufiger Abschluss der Themenreihe &#8222;Waldbrand&#8220;, in deren Kontext sich der Landkreis Marburg-Biedenkopf in den vergangenen zwei Jahren &#8211; auch mit einer eigens daf\u00fcr gebildeten Arbeitsgruppe &#8211; intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Bei der Gestaltung der \u00dcbung ging der Landkreis neue Wege, um f\u00fcr die Einsatzkr\u00e4fte einen echten Mehrwert zu schaffen.<br \/>\n&#8222;Wir haben uns bewusst dagegen entschieden, nur kilometerlange Schlauchleitungen verlegen zu lassen und Wasser in den Wald zu spritzen&#8220;, erl\u00e4uterte Kreisbrandinspektor Lars Sch\u00e4fer die Hintergr\u00fcnde der \u00dcbung, die der Kreis auch in enger Zusammenarbeit mit HessenForst organisiert hatte. &#8222;Stattdessen haben wir die Einsatzkr\u00e4fte einen Rundkurs mit neun Ausbildungsstationen durchlaufen lassen. Dabei ging es sowohl um Vermittlung und die Auffrischung theoretischer Inhalte, als auch vorrangig um praktische Fertigkeiten, die unter Anleitung ge\u00fcbt werden konnten.&#8220;<br \/>\nDie Vorbereitungen f\u00fcr diese \u00dcbung begannen bereits vor mehreren Wochen und m\u00fcndeten am Samstagmorgen in der Alarmierung der ersten Einheiten. \u00dcber den ganzen Tag verteilt bis sp\u00e4t in die Nacht zum Sonntag (24. M\u00e4rz) alarmierte die Zentrale Rettungsleitstelle des Landkreises Marburg-Biedenkopf dann alle kommunalen L\u00f6schz\u00fcge und die anderen Katastrophenschutzeinheiten und beorderte sie nach Wetter. Mit der nicht angek\u00fcndigten Alarmierung der Einsatzkr\u00e4fte \u00fcberpr\u00fcfte der Kreis Alarmierungsketten und festgelegte Abl\u00e4ufe, die von den verschiedenen Einheiten eingehalten werden sollen.<br \/>\n&#8222;Wir haben im Laufe des Tages fast alles auf die Stra\u00dfe geschickt, was in Marburg-Biedenkopf mit Katastrophenschutz zu tun hat&#8220;, berichtete Kreisbrandmeister Christian Naumann. Er ist zust\u00e4ndig f\u00fcr Zivil- und Katastrophenschutz und war verantwortlicher Planer dieser \u00dcbung. &#8222;Neben allen 22 Katastrophenschutz-L\u00f6schz\u00fcgen der Kommunen waren beide Sanit\u00e4tsz\u00fcge, beide Betreuungsz\u00fcge, die THW-Ortsverb\u00e4nde Marburg und Biedenkopf, der Wasserrettungszug der DLRG sowie die F\u00fchrungskomponenten des Kreises in die \u00dcbung eingebunden&#8220;, erl\u00e4uterte Naumann. Auch das Koordinieren und Lenken einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl Einsatzkr\u00e4fte mit rund 140 Fahrzeugen war Bestandteil der \u00dcbung.<br \/>\nEine der \u00dcbungsstationen war dann auch das Einrichten und Betreiben eines Bereitstellungsraums. Das ist ein Bereich, den Einheiten nach einer Alarmierung zun\u00e4chst ansteuern. Dort registriert sie die Einsatzleitung und schickt sie dann in den Einsatz. Was sich zun\u00e4chst unspektakul\u00e4r anh\u00f6rt, ben\u00f6tigt tats\u00e4chlich jedoch ein hohes Ma\u00df an Organisations- und Planungsgeschick, um Chaos zu vermeiden.<br \/>\nBei einer weiteren Station konnten die \u00dcbungsteilnehmer ihr Wissen rund um das Thema Waldbrandbek\u00e4mpfung zun\u00e4chst auffrischen und sich mit den aktuellen Einsatzpl\u00e4nen des Kreises besch\u00e4ftigen. HessenForst \u00fcbernahm dann an der n\u00e4chsten Station und erl\u00e4uterte den Einsatzkr\u00e4ften, worauf es beim Waldbrand ankommt, welche Gefahren im Wald drohen und vor allem was es beim Waldbrand zu sch\u00fctzen gilt. Dazu hatten die Forstleute auch Anschauungsmaterial von dem Waldbrand bei Sch\u00f6nstadt im Sommer 2022 dabei.<br \/>\nBei zwei weiteren Stationen ging es um das Thema L\u00f6schwasserversorgung bei Waldbr\u00e4nden. Das ist durchaus eine Herausforderung. Dieser Herausforderung begegnet der Kreis gemeinsam mit allen Kreiskommunen mit dem neuen L\u00f6schwasserkonzept. Dieses Konzept kann jetzt, nachdem die politischen Weichenstellungen erfolgt sind, in die Tat umgesetzt werden.<br \/>\nDass einfache Handwerkzeuge wichtige Hilfsmittel bei einem Waldbrand sein k\u00f6nnen, konnten die Einsatzkr\u00e4fte an einer Station ganz praktisch ausprobieren und dabei \u00fcben, wie diese Handwerkzeuge zum Anlegen einer Brandschneise richtig eingesetzt werden. Die Erkenntnis f\u00fcr die Feuerwehrleute bei dieser Station lautet: Dieser Einsatz ist anstrengend und hat einen hohen Personalbedarf.<br \/>\nMit Brandschneisen soll verhindert werden, dass sich ein Waldbrand weiter ausbreiten kann. Mit dem Handwerkzeug k\u00f6nnen Feuerwehrleute brennbares Material vom Waldboden entfernen, um dem Feuer so die Nahrung zu entziehen.<br \/>\nWie das neue System zum Anfeuchten von Schneisen funktioniert, haben die Einsatzkr\u00e4fte an einer weiteren Station gelernt. Diese Ger\u00e4te mit dem etwas sperrigen Namen &#8222;Kreissegmentregnersysteme&#8220; hat der Kreis beschafft. Damit kann eine Brandschneise gebildet, auf einer L\u00e4nge von fast 300 Metern nass gehalten und damit abgesichert werden.<br \/>\nDa sich die \u00dcbung bis in die Nacht hineinzog, schlug ab dem Nachmittag die Stunde des Technischen Hilfswerks (THW): Mit unz\u00e4hligen Scheinwerfern leuchteten die Helferinnen und Helfer des THW die \u00dcbungsstationen aus und sorgten f\u00fcr ausreichend Licht.<br \/>\nAn der letzten Station waren dann die Helferinnen und Helfer der Betreuungsz\u00fcge des DRK in ihrem Element: Nach getaner Arbeit r\u00fcckten die Einsatzkr\u00e4fte dort zum Essen ein &#8211; und. Dabei konnten sie auch ein Feedback geben.<br \/>\n&#8222;Wir m\u00f6chten nat\u00fcrlich wissen, ob diese neue Form der \u00dcbung auch aus Sicht der eingesetzten Kr\u00e4fte sinnvoll und Gewinn bringend war&#8220;, erkl\u00e4rte Naumann. &#8222;Deshalb haben wir sie an dieser Station um ihre ehrliche R\u00fcckmeldung gebeten. Diese R\u00fcckmeldungen werten wir jetzt aus und lassen die Erkenntnisse in die Planung und Vorbereitung von k\u00fcnftigen \u00dcbungen einflie\u00dfen.&#8220;<br \/>\nKreisbrandinspektor Sch\u00e4fer erg\u00e4nzte: &#8222;Wenn wir neue Wege gehen m\u00f6chten, m\u00fcssen wir diese Wege auch ausprobieren. Nur so k\u00f6nnen wir ermitteln, was gut war und was wir beim n\u00e4chsten Mal besser machen k\u00f6nnen.&#8220; Das Ziel der \u00dcbung, ehrenamtliche Einsatzkr\u00e4fte nicht nur einen Tag lang zu besch\u00e4ftigen und Dinge tun zu lassen, die sie schon k\u00f6nnen, sei erreicht worden.<br \/>\n&#8222;Jetzt schauen wir, wie diese neue Form bei den Helferinnen und Helfern angekommen ist&#8220;, sagten Sch\u00e4fer und Naumann abschlie\u00dfend. Sie dankten dem Vorbereitungsteam und insbesondere den Vertreterinnen und Vertretern von HessenForst f\u00fcr die \u00e4u\u00dfert konstruktive Zusammenarbeit. &#8222;Sie haben mit ihrer fachlichen Expertise und mit ihrer Ortskenntnis ganz wesentliche Eckpunkte bei der Vorbereitung und Durchf\u00fchrung der \u00dcbung gesetzt&#8220;, lobte Naumann.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein neues Konzept f\u00fcr Katastrophenschutz\u00fcbungen hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf getestet. 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