{"id":14740,"date":"2024-01-12T15:42:01","date_gmt":"2024-01-12T14:42:01","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=14740"},"modified":"2024-01-12T15:42:01","modified_gmt":"2024-01-12T14:42:01","slug":"mitgegeben-azubis-als-talentscouts-im-handwerk","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=14740","title":{"rendered":"Mitgegeben: Azubis als Talentscouts im Handwerk"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Talentscouts im Handwerk&#8220; werben junge Talente. Azubis informieren \u00fcber duale Ausbildung. <!--more--><br \/>\nTalentscouts sind junge und motivierte Auszubildende, die sich f\u00fcr ihren Beruf begeistern &#8211; und auch andere junge Menschen im direkten Gespr\u00e4ch f\u00fcr eine Ausbildung im Handwerk begeistern m\u00f6chten. Sie berichten von den M\u00f6glichkeiten und Chancen einer dualen Ausbildung. Dazu werden sie zuvor geschult und lernen, ihren Ausbildungsberuf und -betrieb in Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf zu pr\u00e4sentieren.<br \/>\n&#8222;Talentscouts im Handwerk&#8220; ist ein Projekt der Kreishandwerkerschaft Marburg, das sich an junge Menschen in der Phase der Berufsorientierung richtet. Gef\u00f6rdert wird das durch die Universit\u00e4tsstadt Marburg und den Landkreis Marburg-Biedenkopf zun\u00e4chst befristet bis Juni 2025. Aufgebaut und betreut wird es von der Goldschmiedin Christiane Harms, die im Sommer 2023 die neu geschaffene Stelle als Projektkoordinatorin bei der Kreishandwerkerschaft \u00fcbernommen hat. Gemeinsam mit den Vertreter*innen der Kreishandwerkerschaft, mit Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies und dem Ersten Kreisbeigeordneten Marian Zachow stellte sie nun das Projekt und die ersten vielversprechenden Ergebnisse vor.<br \/>\n&#8222;Fast alles, was wir sehen und anfassen k\u00f6nnen, ist durch Handwerk entstanden&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. &#8222;Ohne Handwerk st\u00fcnden wir alle mit leeren H\u00e4nden dar. Und: Handwerk bietet beste Berufschancen, bietet Entfaltungsm\u00f6glichkeiten, ist kreativ. Es ist eine hervorragende Idee, dass durch dieses Projekt nun junge Menschen andere junge Menschen f\u00fcr ihren Beruf begeistern wollen.&#8220;<br \/>\nDer Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow erg\u00e4nzte: &#8222;Der Schl\u00fcssel zum Erfolg ist die Begegnung der jungen Menschen auf Augenh\u00f6he. Es gilt Momente zu schaffen, in denen sich junge Menschen selbst wiedererkennen k\u00f6nnen, zum Beispiel wenn die Talentscouts offen \u00fcber ihre Erfahrungen berichten, wenn sie von den Schwierigkeiten auf ihrem Weg zu erz\u00e4hlen und wie sie diese bew\u00e4ltigt haben, welche Vorurteile sie der Ausbildung gegen\u00fcber hatten, die sich vielleicht gar nicht best\u00e4tigt haben oder wie sie sich selbst motivieren, wenn es mal nicht so gut l\u00e4uft.&#8220;<br \/>\nDar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen die Talentscouts ein authentisches Bild ihres Ausbildungsberufs zeichnen. Sie erz\u00e4hlen, was sie begeistert oder welche Voraussetzungen man f\u00fcr den Beruf mitbringen sollte. All das geschieht in einer Sprache, die den Sch\u00fcler*innen vertraut ist und somit einen leichten Zugang zu Informationen bietet. Diese Informationen sind wichtige Bausteine f\u00fcr die Berufsorientierung und die Talentscouts sind genau die richtigen Personen, um Sch\u00fcler*innen das zu vermitteln.<br \/>\n&#8222;Das Projekt ist die zeitgem\u00e4\u00dfe logische Konsequenz zur Erg\u00e4nzung der bisherigen erfolgreichen Berufsorientierungsma\u00dfnahmen der Kreishandwerkerschaft mit den angeschlossenen Innungen der letzten 20 Jahre&#8220;, erkl\u00e4rte Kreishandwerksmeister J\u00f6rg Peil. &#8222;Die Kreishandwerkerschaft Marburg erhofft sich hierdurch, f\u00fcr die verschiedenen Branchen die positiven Botschaften des Handwerks n\u00e4her an junge Leute heranzubringen und damit Auszubildende und Ausbildungsbetriebe passgenauer zusammenzubringen. Unsere Azubibotschafter sind Talentscouts, die auch gezielt nach jungen Leuten Ausschau halten, die ins Handwerk passen.&#8220;<br \/>\nDas Projekt der Kreishandwerkerschaft Marburg wird gef\u00f6rdert durch die Universit\u00e4tsstadt Marburg und den Landkreis Marburg-Biedenkopf Das Projekt bietet zwei unterschiedliche Konzepte f\u00fcr den Besuch an Schulen an. Zum einen gibt es einen Messestand f\u00fcr schuleigene Ausbildungsmessen, mit einer Vielzahl an Informationen zu den Ausbildungsberufen der Innungsmitgliedsbetriebe und vor allem der Gelegenheit, mit den Talentscouts ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<br \/>\nDas zweite Modell bietet Schulbesuche im Klassenverband oder f\u00fcr interessierte Gruppen an. Dabei pr\u00e4sentieren die Talentscouts ihren Ausbildungsberuf, ihren Ausbildungsbetrieb und den eigenen Weg ins Handwerk. Im Anschluss haben die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in kleineren Gruppen die M\u00f6glichkeit, in einer Gespr\u00e4chsrunde Fragen zu stellen.<br \/>\nProjektkoordinatorin Harms wei\u00df, wie schwer es sein kann, den eigenen Weg zu finden. Jemanden wie die Talentscouts zur Unterst\u00fctzung zu haben sei absolut w\u00fcnschenswert. &#8222;Dieses Projekt bietet einen Mehrwert f\u00fcr alle Beteiligten. Ausbildungsbetriebe bekommen die Gelegenheit, sich als verl\u00e4ssliche Partner auf dem Weg ins Berufsleben zu pr\u00e4sentieren und dabei ihre Fachkr\u00e4fte von morgen fr\u00fchzeitig anzusprechen. F\u00fcr die Auszubildenden bedeutet die Teilnahme am Projekt eine Gelegenheit sich weiterzubilden oder sich mit anderen Auszubildenden zu vernetzen&#8220;, erkl\u00e4rte Harms.<br \/>\n&#8222;Die Arbeit im Projekt kann das Wir-Gef\u00fchl zwischen Ausbildungsbetrieb und Auszubildenden st\u00e4rken. F\u00fcr Sch\u00fcler*innen bietet das Projekt eine Gelegenheit, das Handwerk nah und ohne Filter kennen zu lernen und auch wenn eine handwerkliche Ausbildung nicht f\u00fcr alle in Frage kommt, bieten die Gespr\u00e4che mit den Talentscouts Einblicke in den Ausbildungsalltag und vor allem eine Orientierung, um eine Entscheidung f\u00fcr die eigene Zukunft bewusst zu treffen.&#8220;<br \/>\nHarms ist &#8222;sehr gl\u00fccklich, dieses tolle Projekt begleiten zu d\u00fcrfen und unsere ersten Eins\u00e4tze mit den Talentscouts zeigen, die Idee funktioniert.&#8220;<br \/>\nTischler-Lehrling Claudius Ehrenberg erg\u00e4nzte: &#8222;Ich hoffe, dass wir junge Menschen finden, die richtig Bock auf Handwerk haben.&#8220; Er selbst habe als Kind schon gerne Lego gebaut; &#8222;und das ist wie Lego in Gro\u00df&#8220;. Es mache einfach Spa\u00df, etwas geschaffen zu haben.<br \/>\nDie angehende Zimmerin Catalina Klingelh\u00f6fer findet, dass man Sch\u00fcler*innen auf Ausbildungen besser aufmerksam machen muss. Sie liebt an ihrem Job alles von der Fertigung in der Halle bis hin zum Aufschlagen des Dachstuhls. &#8222;Es ist ein Gl\u00fccksgef\u00fchl, wenn man sieht, was man geschaffen hat.&#8220;<br \/>\nAzubi Marius Lagler als Elektroniker f\u00fcr Energie- und Geb\u00e4udetechnik freut sich dar\u00fcber, dass er mit seiner Arbeit dazu beitr\u00e4gt, dass ein Geb\u00e4ude am Ende auch funktioniert. &#8222;Alles was wir sehen, w\u00fcrde hier nicht ohne Handwerk stehen&#8220;, erl\u00e4uterte Maximilian Paulus, der Tiefbaufacharbeiter lernt.<br \/>\nAn der Georg-B\u00fcchner-Schule in Stadtallendorf jedenfalls ist das Projekt sehr gut angekommen: &#8222;Mir hat gut gefallen, wie die Auszubildenden einen positiven Zugang zu unseren Sch\u00fcler*innen gefunden haben. Aus meiner Sicht k\u00f6nnte so eine Veranstaltung viel \u00f6fter mit verschiedenen Berufszweigen stattfinden. Die Sch\u00fcler*innen profitieren davon ungemein&#8220;, sagte Lehrerin Anne St\u00fcber.<br \/>\n&#8222;Mich hat beeindruckt, mit welcher positiven Ausstrahlung die jungen Auszubildenden pr\u00e4sentiert haben. Sie konnten einen guten Eindruck von ihrem Arbeitsalltag vermitteln&#8220;, berichtete Schulsozialarbeiterin Ursula Gorski.<br \/>\nAuch die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00e4u\u00dferten sich positiv: &#8222;Sie waren sehr sympathisch, die Art wie sie mit uns geredet haben fand ich gut&#8220;, sagte Dennis F. aus der Klasse 9. Mitsch\u00fcler Onur K. erg\u00e4nzte: &#8222;F\u00fcr mich waren viele gute Informationen dabei \u00fcber die Ausbildung. Mir hat es gut gefallen.&#8220;<br \/>\nAbschlie\u00dfend lobte auch Harms die jungen Leute: &#8222;Die Auszubildenden, die sich in unserem Projekt engagieren, wollen anderen jungen Menschen erz\u00e4hlen, warum Handwerk immer eine gute Idee ist. Und eines ist beeindruckend: Zahlen zeigen, dass 91 Prozent aller Handwerkerinnen und Handwerker sagen, dass ihre Arbeit sie gl\u00fccklich mache.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Talentscouts im Handwerk&#8220; werben junge Talente. 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