{"id":14738,"date":"2024-01-12T14:08:29","date_gmt":"2024-01-12T13:08:29","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=14738"},"modified":"2024-01-12T14:08:29","modified_gmt":"2024-01-12T13:08:29","slug":"beigetreten-bundesinitiative-klischeefrei-fuer-bessere-berufswahl","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=14738","title":{"rendered":"Beigetreten: Bundesinitiative Klischeefrei f\u00fcr bessere Berufswahl"},"content":{"rendered":"<p>Die Stadt tritt der Bundesinitiative &#8222;Klischeefrei&#8220; bei. Ihr Ziel ist, dieBerufswahl nicht am Geschlecht, sondern den Begabungen auszurichten. <!--more--><br \/>\nDie Berufs- und Studienwahl ist nach wie vor stark von Geschlechterklischees gepr\u00e4gt &#8211; das hat Folgen f\u00fcr Einzelpersonen, die Gesellschaft und die Wirtschaft. Daher ist die Universit\u00e4tsstadt Marburg als Partnerorganisation der Bundesinitiative &#8222;Klischeefrei&#8220; beigetreten. Unter anderem werden die Mitarbeitenden der st\u00e4dtischen Jugendberufshilfe in geschlechtersensibler und klischeefreier Berufsberatung geschult. Damit wird zugleich eine Ma\u00dfnahme im Dritten Marburger Aktionsplan f\u00fcr die EU-Charta umgesetzt.<br \/>\n&#8222;Mit unserem Beitritt als Partnerorganisation zur Bundesinitiative Klischeefrei leistet die Stadt als Kommune und Arbeitgeberin einen wichtigen Beitrag zur Unterst\u00fctzung eines nach wie vor aktuellen gesellschaftspolitischen Themas: Der Gleichstellung der Geschlechter&#8220;, erkl\u00e4rte B\u00fcrgermeisterin Nadine Bernshausen. &#8222;Ausbildungs- und Arbeitsmarktzahlen belegen, dass junge Menschen in Deutschland ihre Berufs-<br \/>\nund Studienwahl immer noch stark von Geschlechterklischees abh\u00e4ngig machen. Uns ist es wichtig, dass Berufsberatung frei von diesen Klischees ist und angehende Auszubildende und Studierende ihre Wahl an ihren Interessen, Begabungen und St\u00e4rken orientieren.&#8220;<br \/>\nStadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier erg\u00e4nzte: &#8222;Mit der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Ma\u00dfnahme ,Gendersensible und klischeefreie Beratung von jungen Frauen am \u00dcbergang Schule-Beruf&#8216; im Dritten Marburger Aktionsplan f\u00fcr die EU-Charta soll die klischeefreie Beratung als Arbeitsprinzip in der Jugendberufshilfe verankert werden. Mit dem Beitritt der Stadt zur Initiative ,Klischeefrei&#8216; tragen wir au\u00dferdem zur F\u00f6rderung der Gleichstellung der Geschlechter in der Nachhaltigkeits-Strategie der Bundesregierung bei.&#8220;<br \/>\nDiese Ma\u00dfnahme aus dem Dritten Marburger Aktionsplan f\u00fcr die EU-Charta wird von der Fachstelle Jugendberufshilfe\/Jugendhilfe-Schule in Kooperation mit dem st\u00e4dtischen Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung umgesetzt und durch den Beitritt der Stadt zur Bundesinitiative unterst\u00fctzt. &#8222;Damit setzen wir eine weitere von insgesamt 47 Ma\u00dfnahmen um, die im Dritten Marburger Aktionsplan zur Umsetzung der EU-Charta formuliert sind&#8220;, erl\u00e4uterte EU-Charta-Referentin Laura Griese vom Gleichberechtigungsreferat.<br \/>\nNachdem die Stadtverordnetenversammlung (StVV) den Beitritt der Stadt zur Initiative &#8222;Klischeefrei&#8220; beschlossen hatte, hat B\u00fcrgermeisterin Bernshausen die Beitrittserkl\u00e4rung nun unterschrieben. Sie sagte: &#8222;Eine geschlechtersensible und klischeefreie Berufsberatung kann dazu beitragen, dass junge Menschen die gesamte Bandbreite an Ausbildungsm\u00f6glichkeiten, Studienf\u00e4chern und Berufsfeldern kennenlernen und mit diesem Wissen eine gut informierte Entscheidung f\u00fcr ihren beruflichen Werdegang treffen k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nStadtr\u00e4tin Dinnebier schloss sich ihr an: &#8222;Denn es geht nicht einfach nur darum, Rollenklischees aufzubrechen, sondern darum, dabei zu helfen, gesellschaftliche Schieflagen zu beseitigen. Die Mehrheit der erwerbst\u00e4tigen Frauen verdient nicht nur weniger wegen Teilzeitbesch\u00e4ftigung aufgrund der Kindererziehung, sondern weil sie h\u00e4ufig Berufe w\u00e4hlen, die im Vergleich zu m\u00e4nnlich konnotierten Berufen schlechter bezahlt werden.&#8220;<br \/>\nLaut Anne-Kathrin Leibfried von der Fachstelle Jugendberufshilfe\/Jugendhilfe-Schule gehe es w\u00e4hrend der Beratung am \u00dcbergang Schule-Beruf darum, die Vielfalt der beruflichen Wege vorzustellen und die jungen Menschen darin zu best\u00e4rken, ihre Talente und F\u00e4higkeiten zu entdecken. &#8222;Das Team der Jugendberufshilfe ber\u00e4t Jugendliche und junge Erwachsenen auf Augenh\u00f6he und hilft den Ratsuchenden dabei, sich m\u00f6glichst frei von Rollen- und Geschlechterklischees beruflich zu orientieren&#8220;, erl\u00e4uterte Leibfried.<br \/>\nDemn\u00e4chst finden Fortbildungen zu gendersensibler und klischeefreier Beratung f\u00fcr die Fachkr\u00e4fte der Jugendberufshilfe statt. Au\u00dferdem ist ein Fachtag geplant f\u00fcr den 23. April 2024 von 14 bis 17 Uhr mit einem Impulsvortrag und zwei parallel stattfindenden, praxisorientierten Workshops. &#8222;Zielgruppe sind Menschen, die mit jungen Menschen am \u00dcbergang von Schule und Beruf zusammenarbeiten wie zum Beispiel p\u00e4dagogische Fachkr\u00e4fte aus Jugendhilfe und Schule, aber auch Beratende aus anderen Rechtskreisen wie der Agentur f\u00fcr Arbeit oder dem Kreisjobcenter&#8220;.<br \/>\nDie Initiative &#8222;Klischeefrei&#8220; ist eine Ma\u00dfnahme zur F\u00f6rderung der Gleichstellung der Geschlechter in der Nachhaltigkeits-Strategie der Bundesregierung &#8222;Agenda 2030&#8220;. Gef\u00f6rdert wird sie durch das Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF) sowie dem Bundesministerium f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMsFSJ). Der Beitritt ist kostenfrei und geschieht durch die Unterzeichnung einer Vereinbarung.<br \/>\nAls Partnerorganisation ist die Universit\u00e4tsstadt ins &#8222;Klischeefrei-Netzwerk&#8220; aufgenommen. Dort sind neben Unternehmen, Bildungstr\u00e4gern, Hochschulen, Schulen und verschiedenen Beh\u00f6rden auch mehr als 40 Landkreise und Kommunen vertreten. Mit der Unterzeichnung der Vereinbarung verpflichtet sich die Stadt Marburg unter anderem, die Ziele der Initiative sowie deren Verbreitung zu unterst\u00fctzen, Fortbildungsangebote f\u00fcr das Personal, zu erm\u00f6glichen, damit die Mitarbeitenden einengenden Geschlechterstereotypen bei der Berufs- und Studienwahl reflektiert entgegentreten k\u00f6nnen, sowie Materialien und Medien im Zust\u00e4ndigkeitsbereich auf ihre geschlechtersensible Aufbereitung und Gestaltung zu \u00fcberpr\u00fcfen und gegebenenfalls zu \u00fcberarbeiten.<br \/>\nDie EU-Charta ist die Europ\u00e4ischen Charta f\u00fcr die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern auf lokaler Ebene. Sie benennt Grunds\u00e4tze und Ziele f\u00fcr eine Gleichstellungspolitik vor Ort. Die Universit\u00e4tsstadt Marburg hat die EU-Charta 2014 unterschrieben und macht damit die Grunds\u00e4tze der EU-Charta zur Grundlage ihres Handelns. Zu den Grunds\u00e4tzen geh\u00f6ren unter anderem, dass die Gleichstellung von Frauen und M\u00e4nnern ein Grundrecht ist und die Beseitigung von Geschlechterstereotypen von grundlegender Bedeutung f\u00fcr die Gleichstellung ist.<br \/>\nSeit 2017 setzt die Stadt die EU-Charta mit eigenen Aktionspl\u00e4nen um, die auf Marburg zugeschnitten sind. In diesen Aktionspl\u00e4nen werden konkrete Handlungsanweisungen und Zust\u00e4ndigkeiten zu ausgew\u00e4hlten Schwerpunktthemen &#8211;<br \/>\nzusammen mit einem Zeitplan &#8211; formuliert. Das Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung erarbeitet die Aktionspl\u00e4ne federf\u00fchrend und unter breiter Beteiligung von Stadtgesellschaft und Stadtverwaltung.<br \/>\nDer Dritte Marburger Aktionsplan umfasst 47 Ma\u00dfnahmen und zw\u00f6lf Schwerpunkte, die vom Stadtparlament beschlossen wurden. Die Laufzeit ist von 2023 bis 2025. Weitere Informationen dazu gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.marburg.de\/eu-charta\">www.marburg.de\/eu-charta<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stadt tritt der Bundesinitiative &#8222;Klischeefrei&#8220; bei. 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