{"id":14656,"date":"2023-12-22T12:33:34","date_gmt":"2023-12-22T11:33:34","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=14656"},"modified":"2023-12-22T12:33:34","modified_gmt":"2023-12-22T11:33:34","slug":"ausgeknobelt-unterschiedliche-reaktion-von-rezeptoren-untersucht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=14656","title":{"rendered":"Ausgeknobelt: Unterschiedliche Reaktion von Rezeptoren untersucht"},"content":{"rendered":"<p>Ein Forschungsteam kl\u00e4rt den Zusammenhang von Molek\u00fclstruktur und Medikamentenwirkung auf. Es untersucht, wie Rezeptoren auf Bindungspartner reagieren und ein passgenaues Signal weiterleiten. <!--more--><br \/>\nEin Forschungsteam unter Marburger Leitung hat an einem prominenten Beispiel untersucht, wie Wirkstoffe durch ein- und dasselbe Zielmolek\u00fcl auf der Zelloberfl\u00e4che ganz unterschiedliche Reaktionen im Zellinneren hervorrufen. Das Team berichtet im Wissenschaftsmagazin &#8222;Science&#8220; \u00fcber seine Ergebnisse.<br \/>\nDie Wirkung von Arzneimitteln beruht oftmals auf der Kopplung an Rezeptormolek\u00fcle, die in die Zellmembran eingelassen sind. &#8222;Trotz ihrer Bedeutung als Arzneimittelziele war bislang nur unzureichend bekannt, welche Molek\u00fclstrukturen f\u00fcr pharmakologische Eigenschaften wie Wirksamkeit und Potenz verantwortlich sind&#8220;, erkl\u00e4rte die Arzneimittelforscherin Dr. Franziska Heydenreich vom Marburger Fachbereich Pharmazie. Sie ist die Erstautorin der aktuellen Studie. Unter der Wirksamkeit verstehen Fachleute die maximale Signalantwort, unter der Potenz die Konzentration des Bindungspartners bei halbmaximaler Reaktion.<br \/>\nRezeptoren nehmen Signale von Substanzen auf, die sich au\u00dferhalb der Zelle befinden. Die Rezeptoren geben das Signal dann ins Innere der Zelle weiter, wobei sie bestimmte Reaktionen in Gang setzen, ja nach Art des Stimulus von au\u00dfen.<br \/>\nWie das funktioniert, hat das Team anhand eines gut bekannten Rezeptors untersucht. Das war der \u00df2-adrenergen Rezeptor. Das Protein geh\u00f6rt zur Familie der &#8222;G-Protein-gekoppelten Rezeptoren&#8220; und wird durch das HormonAdrenalin aktiviert.<br \/>\nDie Forschungsgruppe pr\u00e4sentierte ein datengest\u00fctztes Verfahren, um Informationen \u00fcber Molek\u00fclstruktur und Medikamentenwirkung zusammenzuf\u00fchren. &#8222;Unser Ansatz kann f\u00fcr jedwede Wechselwirkung zwischen Rezeptoren und ihren Bindungspartnern verwendet werden&#8220;, betonte Heydenreich. &#8222;Dies er\u00f6ffnet die M\u00f6glichkeit, Molek\u00fcle ma\u00dfzuschneidern, die ganz bestimmte Signaleigenschaften aufweisen.&#8220;<br \/>\nHeydenreich f\u00fchrte die zugrundeliegende Forschungsarbeit als Postdoktorandin im Labor von Mohan Madan Babu am MRC Laboratory of Molecular Biology in Cambridge, bei Brian Kobilka an der Universit\u00e4t Stanford und Michel Bouvier an der Universit\u00e4t Montreal durch und kooperierte dabei mit weiteren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Das Team erhielt finanzielle Unterst\u00fctzung von der Europ\u00e4ischen Union (EU) durch deren Horizon 2020-Programm sowie von vielen weiteren Forschungsf\u00f6rderorganisationen.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Forschungsteam kl\u00e4rt den Zusammenhang von Molek\u00fclstruktur und Medikamentenwirkung auf. 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