{"id":14510,"date":"2023-11-30T17:56:19","date_gmt":"2023-11-30T16:56:19","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=14510"},"modified":"2023-11-30T17:56:19","modified_gmt":"2023-11-30T16:56:19","slug":"maximale-ablehnung-nein-zu-gewalt-gegen-frauen-und-maedchen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=14510","title":{"rendered":"Maximale Ablehnung: Nein zu Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen"},"content":{"rendered":"<p>Dutzende bekannten am Samstag (25. November) beim EPH Farbe. Ihr Motto war &#8222;Nein zu Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen&#8220;. <!--more--><br \/>\nZahlreiche Menschen kamen am <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=14368\">&#8222;Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen&#8220;<\/a> mit orangefarbener Jacke, Weste, Schal oder M\u00fctze zum Erwin-Piscator-Haus (EPH). Mit der Kundgebung am Samstag (25. November) startete der 16-t\u00e4gige Aktionszeitraum unter dem Motto &#8222;Orange the world&#8220;. Orange gilt dabei als Symbol f\u00fcr eine bessere, hellere Zukunft und die Hoffnung auf ein gewaltfreies Leben.<br \/>\n&#8222;Wir erteilen jeder Form von Gewalt gegen\u00fcber allen Menschen eine klare Absage&#8220;, erkl\u00e4rte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier: &#8222;Vielfach wird ausgeblendet, wie schrecklich und allgegenw\u00e4rtig Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen ist.&#8220; Frauen, die sexualisierter Gewalt ausgesetzt sind, trauten sich oft nicht, dar\u00fcber zu sprechen. Und diejenigen, die dar\u00fcber sprechen, erf\u00fchren oft massives Misstrauen und Anfeindungen.<br \/>\n&#8222;Diese Gewalt darf nicht verharmlost oder gar geduldet werden&#8220;, bekr\u00e4ftigte die Stadtr\u00e4tin. &#8222;Lassen Sie uns t\u00e4glich unsere Haltung zeigen &#8211; ein klares Nein zu Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen!&#8220;<br \/>\nLandrat Jens Womelsdorf verdeutlichte: &#8222;Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein weit verbreitetes gesellschaftliches Problem, und oft ein Tabuthema. Die Stimmen derjenigen, die von Gewalt betroffen sind oder waren, m\u00fcssen geh\u00f6rt werden. Jeder und jede von uns hat die M\u00f6glichkeit, den Unterschied zu machen. Es ist an der Zeit, nun endlich ins Wirken zu kommen.&#8220;<br \/>\nGemeinsam mit Stadtr\u00e4tin Dinnebier hat Womelsdorf die Schirmherrschaft f\u00fcr den Aktionstag &#8222;Nein zu Gewalt gegen Frauen&#8220; \u00fcbernommen. Als Pr\u00e4sidentin des Marburger ZONTA-Clubs richtete sich Dr. Ortrun Schneider an die Anwesenden: &#8222;In Deutschland ist jede dritte Frau von Gewalt betroffen.&#8220; Was man dagegen unternimmt? &#8222;Das wichtigste Gesetz ist die Istanbul-Konvention. Damit verpflichtet sich unser Land seit 2018 dazu, alles daf\u00fcr zu tun, um Gewalt gegen Frauen und h\u00e4usliche Gewalt zu verh\u00fcten und zu bek\u00e4mpfen.&#8220;<br \/>\nAllerdings gebe es keine Strategie zur Umsetzung. Daher forderte Schneider: &#8222;Das Thema muss ganz oben auf die Agenda aller Ressorts gesetzt werden, von Kommunen \u00fcber L\u00e4nder bis zum Bund.&#8220;<br \/>\nAuch das Hessische Landestheater Marburg unterst\u00fctzte den Aktionstag durch musikalische Beitr\u00e4ge zum Thema, vorgetragen von Schauspielerin Zenzi Huber mit Christian Keul an der Gitarre. Am Aktionstag informierten im Erwin-Piscator-Haus au\u00dferdem Marburger Organisationen der feministischen Anti-Gewalt-Arbeit \u00fcber ihre Arbeit und Aktionen. Im Anschluss an die Veranstaltung wurden orangene Speisen und Getr\u00e4nke serviert. Zudem wurde am Aktionstag die st\u00e4dtische Fahne mit der Aufschrift &#8222;F\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben. NEIN zu Gewalt gegen Frauen&#8220; am Marburger Rathaus gehisst.<br \/>\nWeltweit organisieren Frauenrechtsorganisationen im Rahmen der UN-Kampagne &#8222;Orange the World&#8220; verschiedene Aktionen und Kampagnen gegen jegliche Form der Gewalt gegen Frauen und M\u00e4dchen. Die 16-t\u00e4gige UN-Kampagne findet jedes Jahr zwischen dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November und dem 10. Dezember statt. Letzterer wurde als Internationaler Tag der Menschenrechte festgelegt.<br \/>\nUnter dem Motto &#8222;Orange the World&#8220; werden \u00fcberall auf der Welt Geb\u00e4ude orangefarben angestrahlt. Au\u00dferdem symbolisiert die Farbe Orange eine bessere, hellere Zukunft und die Hoffnung auf ein gewaltfreies Leben. Auch in der Universit\u00e4tsstadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es im Aktionszeitraum mehrere Veranstaltungen, die ein B\u00fcndnis aus freien Tr\u00e4gern und kommunalen Institutionen vorbereitet hat. Dazu geh\u00f6ren unter anderem der Zonta Club Marburg, das st\u00e4dtische Referat f\u00fcr Gleichberechtigung, Vielfalt und Antidiskriminierung, das kommunale Frauen- und Gleichstellungsb\u00fcro des Landkreises Marburg-Biedenkopf und die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Philipps-Universit\u00e4t.<br \/>\nSo wird vom 25. November bis zum 12. Dezember eine Poster-Kampagne im Marburger Einzelhandel zur Bek\u00e4mpfung von Gewalt gegen\u00fcber Frauen informieren. Zus\u00e4tzlich werden die Schaufenster im Marburger Kaufhaus Ahrens und in anderen Marburger Einzelhandelsgesch\u00e4ften zum Thema &#8222;Nein zur Gewalt gegen Frauen&#8220; gestaltet. Im Kaufhaus Ahrens ist au\u00dferdem bis Ende des Jahresder Zonta-Spendentrichter zugunsten f\u00fcr von Gewalt bedrohten Frauen zu finden. Beim Bewohnernetzwerk f\u00fcr Soziale Fragen e. V. (BSF) am Richtsberg wird vom 25. November bis zum 10. Dezember eine themenbezogene Bauwagenausstellung zu sehen sein.<br \/>\nAuch der Soroptimist Club (SI-Club) Marburg plant zwei Aktionen, die das st\u00e4dtische Gleichstellungsreferat unterst\u00fctzt. In Kooperation mit dem Institut f\u00fcr Bildende Kunst der Philipps-Universit\u00e4t m\u00f6chte der SI-Club durch Sichtbarmachung auf das Thema aufmerksam machen. So sind Stadtspazierg\u00e4nge geplant, die die Teilnehmenden zu sieben historischen Frauenorten in Marburg leiten. An jeder Station ist eine Sammelkarte zu finden, die \u00fcber den Ort und den Spaziergang informiert. Auch gibt es im Aktionszeitraum eine Plakat-Ausstellung beim Kunstverein Marburg, die auch von au\u00dfen sichtbar ist.<br \/>\nDaten der Polizeilichen Kriminalstatistik von 2022 best\u00e4tigen den dringenden Handlungsbedarf. Es gibt eine Zunahme von 9,4 Prozent bei Partnerschaftsgewalt gegen\u00fcber 2021: 157.550 F\u00e4lle insgesamt &#8211; 432 F\u00e4lle pro Tag -, 80 Prozent der Betroffenen sind Frauen. Mit 1.896 F\u00e4llen haben auch die Zahlen sexueller N\u00f6tigung\/Vergewaltigung, zum Teil mit Todesfolge, zugenommen &#8211; um 20,1 Prozent.<br \/>\nDaher arbeiten die Gleichstellungsbeauftragten von Stadt, Universit\u00e4t und Landkreis solidarisch zusammen, um eine Verbesserung der Situation f\u00fcr Betroffene zu erreichen. Organisationen wie Frauennotruf Marburg, Frauen helfen Frauen, JUKO Marburg, ProFamilia, WenDo Marburg, Wildwasser, Terre des Femmes, Soroptimist Club Marburg und Zonta Club Marburg vernetzen sich solidarisch. Weitere Informationen finden Interessierte unter <a href=\"https:\/\/www.marburg.de\/neinzugewaltgegenfrauen\">www.marburg.de\/neinzugewaltgegenfrauen<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Landkreis Marburg-Biedenkopf<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dutzende bekannten am Samstag (25. November) beim EPH Farbe. 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