{"id":14389,"date":"2023-11-17T17:50:00","date_gmt":"2023-11-17T16:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=14389"},"modified":"2023-11-17T17:50:00","modified_gmt":"2023-11-17T16:50:00","slug":"vor-konflikten-schutz-der-menschenrechte-durch-militaer","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=14389","title":{"rendered":"Vor Konflikten: Schutz der Menschenrechte durch Milit\u00e4r"},"content":{"rendered":"<p>Schutz von Menschenrechten durch milit\u00e4rische Interventionen stand im Zentrum einer wissenschaftlichen Tagung. Marburger Forschende haben sie mitorganisiert. <!--more--><br \/>\nMilit\u00e4rische Gewalt und die Diskussion um ihre Grenzen stehen in aktuellen Konflikten h\u00e4ufig im Fokus der \u00d6ffentlichkeit. Bei einem interdisziplin\u00e4ren und internationalen Symposium zum Schutz von Menschenrechten durch milit\u00e4rische Interventionen, das gemeinsam von Forschenden der Philipps-Universit\u00e4t und der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln organisiert wurde, diskutierten Studierende, Promovierende und Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft drei Tage lang auf Schloss Herrenhausen in Hannover.<br \/>\nOrganisiert wurde das Symposium &#8222;Responsibility to Protect and Humanitarian Interventions &#8211; Military Force in the Name of Human Rights?&#8220; vom Internationalen Forschungs- und Dokumentationszentrum Kriegsverbrecherprozesse (ICWC) der Philipps-Universit\u00e4t unter Leitung von Prof. Dr. Stefanie Bock, Prof. Dr. Eckart Conze und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Henning de Vries gemeinsam mit Prof. Dr. Fabian Klose von der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln. Das ICWC adressierte zum Beispiel die Fragen, inwieweit Staaten verpflichtet sind, ihre B\u00fcrger*innen vor systematischer Gewalt und v\u00f6lkerrechtlichen Verbrechen zu sch\u00fctzen und welche Rolle humanit\u00e4re Interventionen spielen k\u00f6nnen, wenn diese Schutzverantwortung (Responsibility to Protect | R2P) nicht erf\u00fcllt wird. Dabei wurde auch diskutiert, wie im V\u00f6lkerrecht unterschiedliche Verantwortungsregime entstehen und ob diese zu einem Konzept globaler Verantwortung zusammengef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Dabei wurde auch immer wieder auf die aktuelle Situation in Israel und Gaza Bezug genommen. F\u00fcr das ICWC war das Symposium zugleich der Startpunkt f\u00fcr die Etablierung eines neuen Forschungsschwerpunkts &#8222;Grenzen und Grenz\u00fcberschreitungen milit\u00e4rischer Gewalt&#8220;. F\u00fcr das Symposium reisten Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen unter anderem aus den Vereinigten Staaten von Amerika (USA), S\u00fcdafrika, D\u00e4nemark und Deutschland an. Darunter waren die Direktorin des Global Centre for the Responsibility to Protect, das eng mit den Vereinten Nationen zusammenarbeitet, Savita Pawnday, Berater nationaler Regierungen in Fragen des V\u00f6lkerrechts wie Prof. Dr. Martin Mennecke und auch des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag wie Prof. Dr. Kevin Jon Heller.<br \/>\n&#8222;Die Konferenz war in zweierlei Hinsicht sehr spannend&#8220;&#8220;, sagte Prof. Dr. John-Mark Iyi. Der Director des African Centre for Transnational Criminal Justice an der University of the Western Cape erl\u00e4uterte: &#8222;Erstens stand die Idee der Schutzverantwortung seit vielen Jahren nicht mehr im Fokus. Es ist gut, dieses Konzept jetzt wieder in die Diskussion zu bringen und auf seinen Nutzen und seine Zukunft hin zu untersuchen. Zweitens waren Ansatz und Format der Konferenz \u00fcberzeugend: Indem unterschiedlichen Aspekten und Hintergr\u00fcnden Raum gegeben wurde, hat das Symposium das Beste aus den Diskussionen herausgeholt.&#8220;<br \/>\nLeon Henk, der in Marburg Internationale Strafjustiz im Master studiert, war begeistert: &#8222;Mir hat an dem Symposium als Masterstudent besonders gut gefallen, einen Einblick in die Wissenschaftswelt zu bekommen, der normalerweise in dieser Phase der universit\u00e4ren Ausbildung noch verschlossen ist.&#8220; Die VolkswagenStiftung hatte aus Anlass aktueller Ereignisse wie dem Angriffskrieg auf die Ukraine, der COVID-19-Pandemie, dem Umgang mit Demonstrierenden im Iran bis hin zu Fragen um Klimagerechtigkeit zu Bewerbungen f\u00fcr die Themenwoche &#8222;Menschenrechte in Zeiten multipler Herausforderungen &#8211; Perspektiven aus Wissenschaft und Gesellschaft&#8220; aufgerufen. Sie unterst\u00fctzte das Symposium mit 40.000 Euro und stellte den Konferenzort zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schutz von Menschenrechten durch milit\u00e4rische Interventionen stand im Zentrum einer wissenschaftlichen Tagung. Marburger Forschende haben sie mitorganisiert.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[5,2],"tags":[169,701,4778],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-3K5","jetpack-related-posts":[{"id":11642,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=11642","url_meta":{"origin":14389,"position":0},"title":"Unwort des Jahres: Klimaterroristen als Bedrohung statt Schutz","date":"10. Januar 2023","format":false,"excerpt":"Das \"Unwort des Jahres\" 2022 ist \"Klimaterroristen\". Das Hat die Jury am Dienstag (10. Januar) in Marburg bekanntgegeben. 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