{"id":14063,"date":"2023-10-12T16:50:00","date_gmt":"2023-10-12T14:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=14063"},"modified":"2023-10-12T16:50:00","modified_gmt":"2023-10-12T14:50:00","slug":"mahnwache-in-marburg-gegen-hass-von-hamas-und-fuer-frieden","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=14063","title":{"rendered":"Mahnwache in Marburg: Gegen Hass von Hamas und f\u00fcr Frieden"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Wir lassen nicht zu, dass uns die Gewalt auseinanderbringt.&#8220; So lautete das Motto einer Mahnwache f\u00fcr die Opfer der Terrorangriffe gegen Israel. <!--more--><br \/>\nZum Gedenken an alle Opfer der Terrorangriffe gegen Israel hatten die Universit\u00e4tstadt Marburg und die Philipps-Universit\u00e4t mit dem Runden Tisch der Religionen dazu f\u00fcr Mittwoch (11. Oktober) aufgerufen. Rund 150 Menschen versammelten sich am fr\u00fchen Mittwochabend zur Mahnwache auf dem Marktplatz. Gemeinsam forderten Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies mit den Vertreter*innen der J\u00fcdischen Gemeinde, der Islamischen Gemeinde und der Evangelischen Kirche und auch im Namen der Philipps-Universit\u00e4t ein Ende der Gewalt und riefen zum Frieden auf.<br \/>\n&#8222;Dass wir hier heute zusammenstehen, ist nicht selbstverst\u00e4ndlich&#8220;, hie\u00df Oberb\u00fcrgermeister Spies alle Teilnehmenden zu Beginn der Mahnwache willkommen. &#8222;Wir stehen hier mit Angeh\u00f6rigen verschiedener Glaubensrichtungen.&#8220; Marburg gedenke gemeinsam in verschiedenen Sprachen ebenso wie religi\u00f6s oder atheistisch. Er wisse sehr genau, wie schwer es sei, an solchen Tagen das Gemeinsame zu sehen und nicht all der Trauer, der Wut und Betroffenheit nachzugeben.<br \/>\n&#8222;Wir lassen in Marburg nicht zu, dass die Gewalt uns auseinanderbringt; das ist eine gro\u00dfe Leistung&#8220;, dankte der Oberb\u00fcrgermeister ausdr\u00fccklich dem Runden Tisch der Religionen und allen Beteiligten an der Mahnwache. &#8222;F\u00fcr den \u00dcberfall der Hamas gibt es keine Entschuldigung, keine Rechtfertigung&#8220;, stellte Spies zu Beginn seiner Ansprache fest. Er verurteilte die &#8222;terroristischen Mordanschl\u00e4ge auf unbeteiligte Menschen&#8220; aufs Sch\u00e4rfste.<br \/>\nDas sei der schlimmste Angriff auf j\u00fcdische Menschen seit der Shoa. Die Parole &#8222;nie wieder&#8220; gelte f\u00fcr &#8222;uns Deutsche&#8220;, sagte der Oberb\u00fcrgermeister: &#8222;Unsere Solidarit\u00e4t mit den Menschen in Israel und unsere Unterst\u00fctzung sind unverbr\u00fcchlich.&#8220;<br \/>\nDie unaufhaltsam scheinende Spirale der Gewalt habe die Hamas als Folge ihrer f\u00fcrchterlichen Angriffe einkalkuliert. &#8222;Mich lassen diese Morde, dieser sinnlose Tod von so vielen Menschen Mitgef\u00fchl mit allen Opfern und Angeh\u00f6rigen, aber auch Schmerz, Trauer und Wut empfinden&#8220;, sagte Spies. &#8222;Schmerz, Trauer und Wut angesichts der ungeheuren Zahl ziviler Opfer!&#8220; Damit schloss der Oberb\u00fcrgermeister ausdr\u00fccklich alle zivilen Opfer vor Ort ein, gleich welcher Herkunft, Nationalit\u00e4t oder Religion.<br \/>\nDer Terrorangriff und die Folgen ber\u00fchrten tief &#8211; &#8222;auch uns in unserer friedlichen Stadt. Dennoch: Schmerz, Trauer und Wut sollten nicht das Handeln bestimmen. Denn sie zerst\u00f6ren den Zusammenhalt aller friedlichen Menschen&#8220;, mahnte der Oberb\u00fcrgermeister. &#8222;Wir k\u00f6nnen diesen unl\u00f6sbar scheinenden Konflikt im Nahen Osten nicht hier in Marburg l\u00f6sen&#8220;, erkl\u00e4rte Spies, &#8222;aber wir k\u00f6nnen eine Haltung einnehmen, und wir k\u00f6nnen Beispiel geben: Respekt im Umgang miteinander, miteinander trauern, miteinander sprechen.&#8220;<br \/>\nDas mache ihn stolz auf die Stadt und ihre Menschen &#8222;und ganz besonders auf alle, die besonders betroffen sind&#8220;, betonte Spies. Er bedankte sich ausdr\u00fccklich &#8222;f\u00fcr den starken Willen, uns nicht der nicht der Gewalt unterzuordnen.&#8220;<br \/>\nMonika Bunk betete im Namen der J\u00fcdischen Gemeinde in Marburg f\u00fcr die Get\u00f6teten des Terrors und der sinnlosen Barbarei, f\u00fcr die \u00dcberlebenden der Gr\u00e4ueltaten und f\u00fcr ein Zusammenleben in Frieden und gegenseitigem Respekt auf der ganzen Welt. &#8222;Wir, die wir unser Leben und unsere Freiheit lieben, stehen fest und stark gegen den Terror&#8220;, bekr\u00e4ftigte Bunk. Sie bete daf\u00fcr, dass all jene, deren Pl\u00e4ne Zerst\u00f6rung und Angst sind und die Freude an Hass und Menschenverachtung finden, Wege zur Umkehr finden. &#8222;Lass jene, die das Leben und die Freiheit sch\u00e4tzen, diesen Tag und jeden Tag segnen.&#8220;<br \/>\nSie erinnerte daran, dass alle Menschen gleich seien in den Augen des Sch\u00f6pfers des Lebens und das gelehrt werde: &#8222;Wer immer ein einziges menschliches Leben zerst\u00f6rt, dem wird es angerechnet, als habe er eine ganze Welt zerst\u00f6rt.&#8220;<br \/>\nF\u00fcr die Islamische Gemeinde Marburg verlas Greta Saiz die erste Sure des Korans, die regelm\u00e4\u00dfig zum Gedenken verlesen werde, wenn Menschen get\u00f6tet oder der Verstorbenen gedacht werde &#8211; unter anderem mit den Worten: &#8222;F\u00fchre uns den geraden Weg, den Weg derer, denen du Gnade erwiesen hast, nicht derer, denen gez\u00fcrnt wird und der Irregehenden&#8220;. Aufgrund pers\u00f6nlicher Betroffenheit vieler Gemeindemitglieder aus Pal\u00e4stina und Gaza, die Familienangeh\u00f6rige durch Luftschl\u00e4ge der vergangenen Tage verloren h\u00e4tten, sei es ihnen nicht m\u00f6glich gewesen, selbst das Gebet zu halten, berichtete Saiz den Versammelten.<br \/>\n&#8222;Wir verurteilen diesen Angriff auf Sch\u00e4rfste und solidarisieren uns mit den Menschen in Israel &#8211; aber auch mit allen Pal\u00e4stinenserinnen und Pal\u00e4stinensern, die unter der Terrorherrschaft der Hamas oder der nationalistischen Gewalt in den besetzen Gebieten leiden&#8220;, schloss sich Probst Volker Mantey an, der gemeinsam mit Dekan Burkhard von D\u00f6rnberg f\u00fcr die Evangelische Kirche sprach. Die Extremisten warteten darauf, &#8222;dass wir beginnen, Opfer gegen Opfer aufzurechnen und damit den Konflikt auch zu uns zu tragen&#8220;, erkl\u00e4rte Probst Mantey. &#8222;Menschen w\u00fcnschen anderen Menschen die Pest an den Hals. Dort im Nahen Osten. Und sogar hier in unserem Land&#8220;, fuhr Dekan von D\u00f6rnberg fort.<br \/>\nWie eine Seuche breite sich &#8222;der Hass des Krieges aus in unserer Welt&#8220;. &#8222;Wir versuchen dagegen zusammenzustehen hier auf dem Marktplatz in Marburg&#8220;, sagte von D\u00f6rnberg. &#8222;Unsere Gebete sind bei allen, die in diesen Tagen um ihre Freiheit und ihr Leben f\u00fcrchten und k\u00e4mpfen m\u00fcssen&#8220;, sagte Propst Mantey und schloss die Mahnwache zum Gedenken mit den Worten, dass alle beh\u00fctet werden &#8222;auf unseren Wegen. Auf Wegen des Friedens&#8220;.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Wir lassen nicht zu, dass uns die Gewalt auseinanderbringt.&#8220; So lautete das Motto einer Mahnwache f\u00fcr die Opfer der Terrorangriffe gegen Israel.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[2],"tags":[5456,4914,5460],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-3EP","jetpack-related-posts":[{"id":14045,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=14045","url_meta":{"origin":14063,"position":0},"title":"Mitleidend: Mahnwache f\u00fcr Opfer von Terror","date":"10. 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