{"id":13861,"date":"2023-09-20T13:41:11","date_gmt":"2023-09-20T11:41:11","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=13861"},"modified":"2023-09-23T20:34:32","modified_gmt":"2023-09-23T18:34:32","slug":"geschwisterlich-geteilt-gleichberechtigungspreis-fuer-theaterintendantinnen-und-verein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=13861","title":{"rendered":"Geschwisterlich geteilt: Gleichberechtigungspreis f\u00fcr Theaterintendantinnen und Verein"},"content":{"rendered":"<p>Der &#8222;Marburger Gleichberechtigungspreis&#8220; geht an die Intendantinnen des HLTM und den Verein &#8222;FrauenKunstGeschichte&#8220;. \u00dcberreicht wurde er am Dienstag (19. September) im Rathaus. <!--more--><br \/>\nF\u00fcr ihr langj\u00e4hriges Engagement zugunsten der Gleichberechtigung der Geschlechter ist der &#8211; mit 2500 Euro dotierte &#8211; &#8222;Marburger Gleichberechtigungspreis&#8220; am Dienstag (19. September) an die Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser-Leichtwei\u00df vom Hessischen Landestheater Marburg (HLTM) sowie an den Verein FrauenKunstGeschichte verliehen worden. Der Preis soll dazu beitragen, herausragende Aktivit\u00e4ten f\u00fcr die Gleichberechtigung von Frauen und M\u00e4nnern in Marburg sichtbar zu machen, beziehungsweise Pers\u00f6nlichkeiten und Institutionen, die sich dabei besonders engagieren, \u00f6ffentlich zu w\u00fcrdigen. Die Stadt Marburg hat den Marburger Gleichberechtigungspreis in diesem Jahr zum achten Mal vergeben.<br \/>\nDie Gleichstellungskommission der Universit\u00e4tsstadt hat die Einrichtung des Gleichberechtigungspreises initiiert und freut sich, dass seither mit diesem Preis kontinuierlich Einsatz f\u00fcr Geschlechtergerechtigkeit in Marburg geehrt wird. In diesem Jahr hat sich die Jury entschieden, die HLTM-Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser-Leichtwei\u00df sowie den Verein FrauenKunstGeschichte mit dem Gleichberechtigungspreis der Universit\u00e4tsstadt Marburg auszuzeichnen.<br \/>\nIn der Begr\u00fcndung der Stadt hei\u00dft es: &#8222;Seit der Spielzeit 2018\/2019 wird das HLTM von den beiden regief\u00fchrenden Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser-Leichtwei\u00df geleitet. Die beiden Frauen sind nicht nur Vorreiterinnen als Doppelspitze f\u00fcr die Intendanz am Hessischen Landestheater, sondern setzen sich seither f\u00fcr die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie f\u00fcr die Schlie\u00dfung des Gender-Pay-Gap (ungleiche Bezahlung der Geschlechter) ein.&#8220;<br \/>\nStadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier erg\u00e4nzte: &#8222;Es hat einen hohen Stellenwert f\u00fcr Sie, f\u00fcr ein Theater ohne Rassismus und Sexismus zu arbeiten. Das tun Sie \u00fcber die Organisation von Diskursen zu diesen Themen, \u00fcber die Auswahl der St\u00fccke und der Regie, oder aber auch indem Sie gezielte Schulungen f\u00fcr sich und Ihr Theaterteam nutzen.&#8220;<br \/>\nDie Intendantinnen geh\u00f6ren auch zu den Erstunterzeichner*innen der &#8222;Gemeinsamen Erkl\u00e4rung gegen Sexismus&#8220;, die die Basis f\u00fcr das bundesweite B\u00fcndnis &#8222;Gemeinsam gegen Sexismus&#8220; bildet. Au\u00dferdem sind Lange und Unser-Leichtwei\u00df seit Jahren aktiv am internationalen Aktionstag &#8222;Nein zu Gewalt an Frauen&#8220;, am j\u00e4hrlich stattfindenden &#8222;Equal Pay Day&#8220; und am Internationalen Frauentag am 8. M\u00e4rz.<br \/>\n&#8222;Das Kinder- und Jugendtheater hat unter Ihrer Intendanz ein besonderes Gewicht erhalten&#8220;, betonte Dinnebier in der Laudatio. &#8222;Bei diesen St\u00fccken geht es inhaltlich immer auch um Toleranz, Gleichstellung, Gerechtigkeitund um ein friedliches Miteinander.&#8220; Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies w\u00fcrdigte ihr Engagement bei der Verleihung im Marburger Rathaus: &#8222;F\u00fcr Ihr langj\u00e4hriges und vielf\u00e4ltiges Engagement zeichnen wir Sie heute daher mit dem Marburger Gleichberechtigungspreis aus.&#8220;<br \/>\nIn ihrer Rede sagten die Intendantinnen &#8222;Danke an alle Mitarbeiter*innen, die uns auf dem Weg zu einem gleichberechtigteren Hessischen Landestheater Marburg begleitet und unterst\u00fctzt haben&#8220;. Lange und Unser-Leichtwei\u00df bedankten sich f\u00fcr den Preis und bei einer Vielzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbbeitern, die mit ihnen gemeinsam den Weg zu einer stetig wachsenden Gleichberechtigung im Theater beschreiten. Eine gemeinsame Vision von Gleichberechtigung &#8211; sei es eine Welt ohne Gender-Pay-Gap, ohne strukturelle und physische Gewalt aufgrund des Geschlechts &#8211; daf\u00fcr auf und neben der B\u00fchne Gleichberechtigung f\u00fcr alle Menschen. In den k\u00fcnstlerischen Entscheidungen sowie im Miteinander der Mitarbeitenden.<br \/>\nDie Intendantinnen haben sich entschieden, das Preisgeld zu teilen. Sie vergeben die Summe an das Frauenhaus Sfax als &#8222;eine Sistercity of Marburg&#8220;, Toonda, ein Bildungsprojekt in Uganda und das Frauenhaus Marburg.<br \/>\nDer Verein &#8222;FrauenKunstGeschichte&#8220; wurde 1993 gegr\u00fcndet und bietet seither den Rahmen, um Frauengeschichte sowie geschlechtersensible Fragestellungen in Kunst und Kultur zu erforschen und sichtbar zu machen. Er setzt sich f\u00fcr die Geschlechtergerechtigkeit von K\u00fcnstlerinnen und Kulturschaffenden ein und daf\u00fcr, dass auch die K\u00fcnstlerinnen selbst mit ihren Werken sichtbar werden. An diesen Zielen arbeitet der Verein auf vielf\u00e4ltige Weise.<br \/>\nDas geschieht \u00fcber viele eigene Ver\u00f6ffentlichungen, zahlreiche Veranstaltungen und Projekte. So stellt beispielsweise der Katalog \u201eImagin\u00e4re Galerie. K\u00fcnstlerinnen in Mittelhessen\u201c K\u00fcnstlerinnen aus den mittelhessischen Landkreisen vor. Das Buch &#8222;Das andere Leben. R\u00fcckblick auf Marburger K\u00fcnstlerinnen&#8220; behandelt Werk und Leben bereits verstorbener K\u00fcnstlerinnen. Zudem organisierte der Verein Aktivit\u00e4ten wie die FrauenKunstReisen zu Ausstellungsorten, die Frauenstadtspazierg\u00e4nge, die Frauen in Kunst und Kultur vorstellen wie zum Beispiel im Stadtspaziergang &#8222;Studentinnen, Dichterinnen, Malerinnen&#8220;.<br \/>\nIm vergangenen Jahr hat sich der Verein am Stadtjubil\u00e4um &#8222;Marburg800&#8220; mit einem Buch-Projekt beteiligt: Das Werk &#8222;75 Frauenorte in Marburg. Entdeckerinnenbuch zu 800 Jahren Stadtgeschichte&#8220; l\u00e4dt ein, Orte mit vielleicht noch unbekannter Frauengeschichte in Marburg zu entdecken. Das sind nur ein paar wenige Beispiele aus den zahlreichen Projekten, die FrauenKunstGeschichte in den mittlerweile 30 Jahren Vereinsarbeit ins Leben gerufen hat.<br \/>\nDen Preis f\u00fcr den Verein nahm dessen Vorstandsmitglied Dr. Irene Ewinkel entgegen. &#8222;Im Namen des Magistrats der Universit\u00e4tsstadt Marburg m\u00f6chte ich mich f\u00fcr die wertvolle Arbeit des Vereins bedanken&#8220;, erkl\u00e4rte Stadtr\u00e4tin Dinnebier bei ihrer Laudatio auf die Preistr\u00e4gerinnen. &#8222;Bedanken m\u00f6chte ich mich auch bei Ihnen pers\u00f6nlich, Dr. Irene Ewinkel, f\u00fcr Ihr langj\u00e4hriges Engagement, Ihre Kreativit\u00e4t, Ihr Durchhalteverm\u00f6gen und Ihre wissenschaftlichen Leistungen.&#8220;<\/p>\n<p>* pm: Hessisches Landestheater Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der &#8222;Marburger Gleichberechtigungspreis&#8220; geht an die Intendantinnen des HLTM und den Verein &#8222;FrauenKunstGeschichte&#8220;. \u00dcberreicht wurde er am Dienstag (19. 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