{"id":13739,"date":"2023-08-30T11:42:25","date_gmt":"2023-08-30T09:42:25","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=13739"},"modified":"2023-08-30T11:42:25","modified_gmt":"2023-08-30T09:42:25","slug":"ausgetrickst-senior-legte-betrueger-rein","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=13739","title":{"rendered":"Ausgetrickst: Senior legte Betr\u00fcger rein"},"content":{"rendered":"<p>Falsche Pollizeibeamte versuchen es immer wieder. Mit Unterst\u00fctzung der echten Polizei hat ein 82-j\u00e4hriger Rentner zwei Betr\u00fcger hereingelegt. <!--more--><br \/>\nImmer wieder kommen Betr\u00fcger am Telefon leider zum Erfolg und bringen ihre Opfer teilweise um das gesamte Ersparte. Allein in Mittelhessen waren die Betr\u00fcger im August in f\u00fcnf gemeldeten F\u00e4llen erfolgreich und ergaunerten sich dabei mehr als 70.000 Euro.<br \/>\n&#8222;Hier gibt es wahrscheinlich noch eine Dunkelziffer, denn nicht immer melden sich die Opfer&#8220;, wermutet die Polizeisprecherin Yasmine Hirsch. &#8222;Schon die vollendeten Taten sind Anlass genug, immer wieder, m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig und \u00fcber alle zur Verf\u00fcgung stehenden Medien \u00fcber gemeldete Anrufe der Betr\u00fcger zu informieren. Nur wer die Maschen der Betr\u00fcger kennt und weitergibt, kann sich und andere davor sch\u00fctzen, Opfer dieser T\u00e4ter zu werden.&#8220;<br \/>\nDiese Kenntnis sch\u00fctzte auch einen 82j\u00e4hrigen Marburger. Der clevere Senior trickste am Mittwoch (16. August) die Betr\u00fcger aus und sorgte durch fr\u00fchzeitige Einbeziehung der Polizei daf\u00fcr, dass die Handschellen bei den Geldabholern klickten.<br \/>\nAn diesem Mittwoch gegen 15.50 Uhr rief ein angeblicher Polizeibeamter bei dem 82-j\u00e4hrigen Mann an. In einer der \u00fcblichen Vorgehensweisen &#8222;berichtete&#8220; der Anrufer von der Festnahme von Einbrechern, die einen Zettel mit der Anschrift des Seniors dabeigehabt h\u00e4tten. Nun f\u00fcrchte man seitens &#8222;der Polizei&#8220; eine weitere Tat wie einen \u00dcberfall oder einen Einbruch zu seinem Nachteil.<br \/>\nDamit der Rentner schadlos bleibe, bot man die Sicherstellung seiner Wertsachen an. Der Senior erkannte die Masche sofort, lie\u00df sich davon aber nichts anmerken. Er gab gegen\u00fcber den Betr\u00fcgern an, zur Bank zu gehen um eine wertvolle M\u00fcnzsammlung zu holen.<br \/>\nStattdessen verlie\u00df er das Haus und informierte seinen Sohn und der dann die echte Polizei. W\u00e4hrend der Senior sich wieder nach Hause begab und eine Tasche mit wertlosem Inhalt vorbereitete, fuhren Kriminalbeamte zu seiner Adresse. Nach erneutem Kontakt mit den Betr\u00fcgern legte der Marburger die Tasche zur Abholung au\u00dferhalb seines Hauses bereit.<br \/>\nAls die Abholer kamen, klickten die Handschellen. Bei den Festgenommenen handelte es sich um zwei Anfang 20 Jahre alte M\u00e4nner aus Nordrhein-Westfalen. Die Ermittlungen dauern dabei noch an.<br \/>\nAm Freitag (18. August) kam es in Marburg, Solms und A\u00dflar gleich zu drei erfolgreichen Taten. Die Betr\u00fcger am Telefon nutzten dabei die Masche mit der schockierenden Nachricht der Beteiligung eines Angeh\u00f6rigen an einem schwerwiegenden, t\u00f6dlichen Unfall und der drohenden Haft, die man nur durch die Zahlung einer Kaution umgehen k\u00f6nne. Dabei erbeuteten die T\u00e4ter insgesamt 45.800 Euro.<br \/>\n&#8222;Die Maschen der Betr\u00fcger sind vielf\u00e4ltig, variabel und nicht abschlie\u00dfend darstellbar&#8220;, erkl\u00e4rt der Marburger Polizeisprecher Martin Ahlich. Sie gehen rhetorisch geschickt vor, haben auf alle Fragen eine glaubw\u00fcrdige oder nachvollziehbare Antwort und f\u00fcr jeden Einwand eine plausible Erkl\u00e4rung. Die Betr\u00fcger vermischen ihre Maschen und arbeiten nicht alleine. So gibt zum Beispiel der angebliche Polizeibeamte das Telefon zur Untermauerung seiner Glaubw\u00fcrdigkeit weiter an einen Rechtsanwalt oder Staatsanwalt.<br \/>\nHaben die T\u00e4ter ein potentielles Opfer an der Angel, endet das Telefonat meist erst nach mehreren Stunden und nach \u00dcbergabe des Verm\u00f6gens. &#8222;Der beste Schutz besteht darin, wirklich niemals und unter gar keinen Umst\u00e4nden mit Geld\u00fcbergaben oder \u00dcberweisungen zu reagieren, wenn es bei einem unvorhergesehenen Anruf irgendwann um Geld oder Wertgegenst\u00e4nde geht&#8220;, warnt Hirsch. Dar\u00fcber hinaus sollte sich niemand selbst in Gefahr bringen und versuchen, den Betr\u00fcgern selbst und ohne Hinzuziehung der Polizei das Handwerk zu legen.&#8220;<br \/>\nHinweise zu den vielen verschiedenen Betrugsmaschen stehen auch im Internet beispielsweise auf der Pr\u00e4ventionsseite der Polizei Hessen unter <a href=\"http:\/\/www.polizei.hessen.de\">www.polizei.hessen.de<\/a> in der Rubik &#8222;Schutz &amp; Sicherheit&#8220; oder auf der Internetseite der polizeilichen Kriminalpr\u00e4vention unter <a href=\"http:\/\/www.polizei-beratung.de\">www.polizei-beratung.de<\/a> unter &#8222;Themen &amp; Tipps&#8220;. &#8222;Handeln Sie nie ohne das Hinzuziehen der Polizei, falls Sie an Betr\u00fcger geraten und die Masche durchschauen&#8220;, raten die Polizeisprecher Hirsch und Ahlich. &#8222;Bringen Sie sich nicht in Gefahr, informieren Sie sofort die Polizei!&#8220;<br \/>\nSobald ein Gespr\u00e4chspartner Geld oder Wertsachen fordert, sollte man das Telefonat sofort beenden. &#8222;Geben Sie keine Details zu Ihren famili\u00e4ren oder finanziellen Verh\u00e4ltnissen preis&#8220;, warnt Hirsch. &#8222;\u00dcbergeben Sie niemals Geld an unbekannte Personen und \u00fcberweisen sie nichts auf ihnen unbekannte Konten!&#8220;<br \/>\nWeder Polizei, noch Staatsanwaltschaft oder Gerichte sind f\u00fcr das Verwahren von Wertsachen zust\u00e4ndig. &#8222;Informieren Sie sofort die Polizei \u00fcber den Notruf 110, wenn Ihnen ein Anruf verd\u00e4chtig vorkommt&#8220;, empfiehlt Ahlich. Die Warnhinweise der Polizei bewahren unter Umst\u00e4nden andere davor, Opfer der Betr\u00fcger zu werden. &#8222;Informieren Sie Freunde und Verwandte \u00fcber die g\u00e4ngigen Betrugsmaschen und sprechen Sie Verhaltensweisen ab&#8220;, raten Hirsch und Ahlich.<\/p>\n<p>* pm: Polizei Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Falsche Pollizeibeamte versuchen es immer wieder. 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