{"id":13691,"date":"2023-08-23T15:50:00","date_gmt":"2023-08-23T13:50:00","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=13691"},"modified":"2023-08-23T15:50:00","modified_gmt":"2023-08-23T13:50:00","slug":"auffaellige-ausfluechte-zwei-einseitige-veranstaltungen-zum-antikriegstag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=13691","title":{"rendered":"Auff\u00e4llige Ausfl\u00fcchte: Zwei einseitige Veranstaltungen zum Antikriegstag"},"content":{"rendered":"<p>Gleich zwei Veranstaltungen zum Antikriegstag 2023 finden Anfang September in Marburg statt. Aufgerufen dazu hat das &#8222;Marburger B\u00fcndnis Nein zum Krieg&#8220;. <!--more--><br \/>\n&#8222;Nie wieder Krieg!&#8220; war eine der wichtigsten Lehren des 2. Weltkriegs. Derzeit toben weltweit 55 Kriege. Jeder einzelne von ihnen bringt Tod, Leid und Zerst\u00f6rung von Mensch und Umwelt. Jeder einzelne versch\u00e4rft die weltweiten sozialen und \u00f6kologischen Probleme durch Armut, Hunger und Umweltzerst\u00f6rung.<br \/>\nFolgen des Kriegs in der Ukraine sind auch in Deutschland wahrnehmbar. Die explodierenden Energiepreise sp\u00fcren vor allem die weniger Beg\u00fcterten im Land. W\u00e4hrend der Krieg zu mehr Elend in der Gesellschaft f\u00fchrt, &#8222;brummen&#8220; die Unternehmens- und Aktiengewinne in vielen Branchen, auch und gerade in der R\u00fcstungsindustrie.<br \/>\nDas Marburger B\u00fcndnis &#8222;Nein zum Krieg!&#8220; ruft anl\u00e4sslich des weltweiten Antikriegstags am 1. September zum Protest gegen diesen Wahnsinn auf. Das B\u00fcndnis fordert, &#8222;endlich ernsthaft Verhandlungen mit Russland anzustreben und die Waffenlieferungen einzustellen, um auch das T\u00f6ten unz\u00e4hliger ukrainischer Kinder, Frauen und \u00e4lterer Menschen sowie der am Krieg beteiligten Soldat*innen zu beenden&#8220;.<br \/>\nDie Kundgebung zum Antikriegstag 2023 findet am Freitag (1. September) um 17 Uhr beim Deserteursdenkmal an der Frankfurter Stra\u00dfe statt. Ihre Losung lautet &#8222;Verhandeln statt Schie\u00dfen!&#8220; Abr\u00fcsten statt Aufr\u00fcsten! Milliarden f\u00fcr Klimaschutz und Soziales in Deutschland und im Globalen S\u00fcden statt f\u00fcr R\u00fcstung!&#8220;<br \/>\nDie Moderation hat PD Dr. Maximiliane J\u00e4ger-Gogoll \u00fcbernommen. Hauptredner ist Dr. Ulf Immelt vom DGB Marburg-Biedenkopf. Gru\u00dfworte kommen von dem Linken-Landtagsabgeordneten Jan Schalauske, Lasse Wenzel vom Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) sowie Lea Fortier und Arina Koch von der SDAJ.<br \/>\nLieder und Texte steuert Johannes M. Becker bei. Eine &#8222;Milit\u00e4rparodie&#8220; von der &#8222;&#8220;heaterbrigade&#8220; bildet einen weiteren Kulturbeitrag.<br \/>\nEine weitere Veranstaltungsank\u00fcndigung hat das &#8222;Marburger B\u00fcndnis Nein zum Krieg!&#8220; ebenfalls am Mittwoch (23. August) versandt. Darin l\u00e4dt es zum &#8222;7. Marburger Friedensforum&#8220; unter dem Motto &#8222;Lasst uns f\u00fcr den Frieden eintreten, Schande \u00fcber die Friedensverweigerer&#8220;. ein. Es findet am Sonntag (3. September) von 15 bis 18 Uhr auf dem Lutherischen Kirchhof statt.<br \/>\nRedner ist der Sozialethiker Prof. Franz Segbers. Am 1. September erinnern Gewerkschaften, Friedensorganisationen, Bildungseinrichtungen und Kirchen an den 1. September 1939. Das ist der Tag des \u00dcberfalls von Hitlerdeutschland auf Polen.<br \/>\nDer dann folgende Zweite Weltkrieg hat mehr als 60 Millionen Menschen das Leben gekostet, darunter allein mehr als 27 Millionen Tote unter den V\u00f6lkern der ehemaligen Sowjetunion. Vor dem Hintergrund dieser m\u00f6rderischen Geschichte hatte Willy Brandt in seiner Rede anl\u00e4sslich der Verleihung des Friedensnobelpreises v\u00f6llig Recht, als er sagte: &#8222;Krieg ist nicht mehr die ultima ratio, sondern die ultima irratio.&#8220;<br \/>\nAus dieser Erkenntnis heraus veranstaltet das &#8222;Marburger B\u00fcndnis Nein zum Krieg!&#8220; allj\u00e4hrlich am Sonntag nach dem 1. September das &#8222;Marburger Friedensforum&#8220;, um in Marburg m\u00f6glichst viele Menschen zusammenzubringen, die das Thema &#8222;Frieden in der Welt&#8220; bewegt. In lockerer Atmosph\u00e4re, bei Kaffee, Kuchen und Musik sollen die Menschen und Initiativen miteinander ins Gespr\u00e4ch kommen. Der Sozialethiker Franz Segbers wird dieses Jahr den Hauptvortrag halten.<br \/>\nDie \u00dcberschrift &#8222;Lasst uns f\u00fcr den Frieden eintreten, Schande \u00fcber die Friedensverweigerer&#8220; greift ein Zitat des ukrainischen Friedensaktivisten und Pazifist Yurii Sheliazhenko von Juni 2023 auf. Dieser wird derzeit beschuldigt, das Verbrechen &#8222;Rechtfertigung der russischen Aggression&#8220; begangen zu haben. Der ukrainische Geheimdienst f\u00fchrte am 3. August 2023 eine Hausdurchsuchung bei ihm durch und beschlagnahmte Computer und Mobiltelefon.<br \/>\nMehrere pazifistische Organisation haben deshalb eine Solidarit\u00e4tserkl\u00e4rung f\u00fcr ihn ver\u00f6ffentlicht. Segbers kn\u00fcpft an den ukrainischen Appell, sowie Initiativen des Globalen S\u00fcdens etwa aus Brasilien, Indien und S\u00fcdafrika nach Waffenstillstand und Friedensverhandlungen an. Er verwahrt sich, wie es der brasilianische Pr\u00e4sident Lula k\u00fcrzlich formulierte, gegen die &#8222;Mode unter den st\u00e4ndigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrates, in andere L\u00e4nder einzufallen&#8220; wie die USA in den Irak, Frankreich und Gro\u00dfbritannien in Libyen und jetzt Russland in die Ukraine.&#8220;<br \/>\nSo k\u00f6nne und d\u00fcrfe es angesichts von Tod, Leid und Zerst\u00f6rung nicht weitergehen. W\u00e4hrend Milliardensummen in R\u00fcstung, Krieg und Zerst\u00f6rung verpulvert werden, leiden weltweit 800 Millionen Menschen an Hunger und alle vier Sekunden stirbt ein Kind an Hunger. Auch hierzulande wird die Rechnung f\u00fcr die Kriegskosten pr\u00e4sentiert: K\u00fcrzungen bei der Kindergrundsicherung, bei der Bildung zum Beispiel Beim BAf\u00f6G, bei der Pflege.<\/p>\n<p>* pm: Marburger B\u00fcndnis &#8222;Nein zum Krieg!&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleich zwei Veranstaltungen zum Antikriegstag 2023 finden Anfang September in Marburg statt. 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Inhaltlich wird es um Forderungen wie \"Friedensf\u00e4higkeit statt Kriegst\u00fcchtigkeit\" sowie die Einstellung von Waffenlieferungen in Kriegs- und Krisengebiete - insbesondere an die Ukraine sowie Israel -\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":16077,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=16077","url_meta":{"origin":13691,"position":2},"title":"Abschaffung anstreben: B\u00fcndnis \u00fcber Atomwaffen und Bundesregierung","date":"1. August 2024","format":false,"excerpt":"Hiroshima und Nagasaki mahnen: \"Atomwaffen abschaffen, Atomwaffenverbot durchsetzen!\" Das erkl\u00e4rte das Marburger B\u00fcndnis \"Nein zum Krieg!\" am Donnerstag (1. August). Am 6. August 1945 haben die Vereinigten Staaten von Amerika (USA) die erste Atombombe auf Hiroshima und am 9. 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