{"id":1161,"date":"2017-09-30T12:51:17","date_gmt":"2017-09-30T10:51:17","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=1161"},"modified":"2017-09-30T12:51:17","modified_gmt":"2017-09-30T10:51:17","slug":"knapp-4-millionen-forschergruppe-untersucht-bauchspeicheldruesenkrebs","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=1161","title":{"rendered":"Knapp 4 Millionen: Forschergruppe untersucht Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs"},"content":{"rendered":"<p>Mit knapp vier Millionen Euro f\u00f6rdert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine neue Klinische Forschergruppe am Fachbereich Medizin der Philipps-Universit\u00e4t. Sie m\u00f6chte neue Behandlungsans\u00e4tze bei Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs hervorbringen. <!--more--><br \/>\nDer Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe eingerichtet. Eine davon arbeitet in Marburg.<br \/>\nDie Klinische Forschergruppe &#8220; Klinische Relevanz von Tumor-Mikroumgebung Interaktionen beim Pankreaskarzinom&#8220; erh\u00e4lt rund 1,3 Millionen Euro pro Jahr in der ersten von zwei dreij\u00e4hrigen F\u00f6rderphasen. &#8222;Diese F\u00f6rderung ist substantiell&#8220;, freute sich Prof. Dr. Thomas Gress. &#8222;Wir werden dadurch in die Lage versetzt, signifikante Fortschritte auf dem Gebiet zu erzielen.&#8220;<br \/>\nObwohl Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs intensiv beforscht worden ist, gibt es bis heute geringe Heilungschancen. Die Forscher untersuchen nun nicht nur die Tumore selbst, sondern auch das Gewebe, das sie umgibt.<br \/>\nEin wichtiges Merkmal von Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebs ist die Bildung eines Mantels aus Bindegewebe um den Tumor. Dieser Mantel tr\u00e4gt zur Aggressivit\u00e4t des Tumors bei, der \u00fcberdies meist schon fr\u00fch metastasiert und gegen\u00fcber Chemotherapie \u00fcberwiegend resistent ist.<br \/>\nBisher lag der Fokus in der Erforschung des Bauchspeicheldr\u00fcsenkrebses auf den Tumorzellen selbst. Die Klinische Forschergruppe an der Philipps-Universit\u00e4t nimmt nun das tumorumgebende Gewebe mit in den Blick.<br \/>\n&#8222;Unsere Forschergruppe ist der einzige Verbund in Deutschland, der sich mit dieser speziellen Fragestellung beim Pankreaskarzinom besch\u00e4ftigt&#8220;, erkl\u00e4rte Gress. &#8222;Unser Ziel ist ein besseres Verst\u00e4ndnis der Erkrankung und der komplexen Zell-Zell-Interaktionen.&#8220;<br \/>\nL\u00e4ngerfristig sollen neue Behandlungsans\u00e4tze entwickelt werden. &#8222;Die F\u00f6rderung der DFG ist eine Auszeichnung f\u00fcr unseren Standort, der sich seit Jahren mit der Interaktion von Tumorzellen und ihrer Mikroumgebung auseinandersetzt&#8220;, erg\u00e4nzte Gress.<br \/>\nMit Forschergruppen und Klinischen Forschergruppen unterst\u00fctzt die DFG Arbeitsb\u00fcndnisse von Wissenschaftlern, die sich gemeinsam einer Forschungsaufgabe widmen. Auf diese Weise sollen Ergebnisse erm\u00f6glicht werden, die sich im Rahmen einer Einzelf\u00f6rderung in der Regel nicht realisieren lassen.<br \/>\nKlinische Forschergruppen sind dabei auf die krankheits- oder patientenorientierte klinische Forschung ausgerichtet. Durch die enge Zusammenarbeit von Grundlagenforschern und \u00c4rzten sollen wissenschaftliche Arbeitsgruppen dauerhaft in klinischen Einrichtungen implementiert werden.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit knapp vier Millionen Euro f\u00f6rdert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine neue Klinische Forschergruppe am Fachbereich Medizin der Philipps-Universit\u00e4t. 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