{"id":11394,"date":"2022-12-07T12:45:27","date_gmt":"2022-12-07T11:45:27","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=11394"},"modified":"2022-12-07T12:45:27","modified_gmt":"2022-12-07T11:45:27","slug":"alle-monate-wieder-altes-bauernhaus-wurde-zum-wohnhaus","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=11394","title":{"rendered":"Alle Monate wieder: Altes Bauernhaus wurde zum Wohnhaus"},"content":{"rendered":"<p>Ein altes Bauernhaus in Ginseldorf wurde zu einem Zweiparteienhaus. M\u00f6glich war das dank der F\u00f6rderung im Rahmen der Dorfentwicklung. <!--more--><br \/>\nZusch\u00fcsseSascha f\u00fcr Sanierungen, Um- oder Neubauten k\u00f6nnen noch bis Ende 2023 alle beantragen, die ein Grundst\u00fcck, ein Geb\u00e4ude oder eine Hofanlage im Ortskern eines Au\u00dfenstadtteils von Marburg haben. So hat Sascha Wetzstein aus Ginseldorf ein leerstehendes Bauernhaus in ein Zweiparteienhaus umgebaut.<br \/>\nIn dem Au\u00dfenstadtteil Ginseldorf ist ein altes Bauernhaus saniert und umgebaut worden. Statt leer zu stehen, bietet es nun zwei Familien je eine Wohnung. Das Projekt hat Wetzstein mit Hilfe der F\u00f6rderung durch das Dorfentwicklungsprogramm realisiert.<br \/>\nDie Universit\u00e4tsstadt Marburg ist mit Ihren 15 Au\u00dfenstadtteilen seit 2014 Teil des Dorfentwicklungsprogramms des Landes Hessen, auf das Wetzstein durch einen Artikel in der Zeitung aufmerksam geworden ist. Dabei hatte er sich in erster Linie gar nicht f\u00fcr das Haupthaus interessiert.<br \/>\n&#8222;Meine Aufmerksamkeit hatte vor allem das Nebengeb\u00e4ude geweckt, da ich auf der Suche nach einem weiteren Geb\u00e4ude f\u00fcr meine Firma war; und dieses Geb\u00e4ude hat einfach sehr gut gepasst&#8220;, erinnerte sich Wetzstein. Dabei wollte er jedoch das Haupthaus nicht weiterhin leer stehen und verfallen lassen.<br \/>\n&#8222;Das w\u00e4re sehr schade gewesen&#8220;, erkl\u00e4rte er. &#8222;Au\u00dferdem dachte ich, dass sich die Investition langfristig vielleicht eher tragen l\u00e4sst, wenn ich das Haus umbaue und vermiete.&#8220;<br \/>\nObwohl Wetzstein bereits Erfahrung mit sowohl dem F\u00f6rderprogramm als auch einem Umbau hatte, nahm er zuerst die Beratung durch die Stadt Marburg in Anspruch, bevor er \u00fcberhaupt \u00fcber einen Kauf des Grundst\u00fccks ernsthaft nachdachte. Den Zuschuss hatte er bereits f\u00fcr den Umbau des ehemaligen Sparkassengeb\u00e4udes in Schr\u00f6ck zu Wohnzwecken genutzt.<br \/>\n&#8222;Mir war es wichtig, mich zuerst von Expert*innen beraten zu lassen, ob das, was ich mir denke, \u00fcberhaupt umsetzbar ist, bevor ich in etwas investiere, was am Ende gar nicht aufgeht&#8220;, erkl\u00e4rte Wetzstein. &#8222;Da ist es wichtig, auf die Expertise anderer zu vertrauen, bevor man sich in einer Idee verrennt und gegebenenfalls sich selbst finanziell schadet.&#8220;<br \/>\nAlso nahm er Anfang 2019 Gespr\u00e4che mit der Stadt Marburg auf, die im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms auch die Kosten f\u00fcr eine baufachliche Beratung durch eines der vier B\u00fcros aus einem ausgew\u00e4hlten Architektenpool \u00fcbernimmt. Gemeinsam mit dem Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz, der Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf und einem Architekturb\u00fcro ging es in die intensive Planung, die ein Jahr in Anspruch nahm.<br \/>\n&#8222;Die Kommunikation mit der Stadt und dem Landkreis war dabei immer reibungslos&#8220;, betonte Wetzstein. &#8222;Da kann ich nichts sagen. Ich habe mich immer gut beraten gef\u00fchlt, es war immer jemand f\u00fcr mich ansprechbar.&#8220;<br \/>\nMitte 2019 hatte Wetzstein die Hofanlage, die im 19. Jahrhundert erbaut wurde, schlie\u00dflich erworben. Januar 2020 ging es dann mit R\u00fcckbauma\u00dfnahmen los. Sie waren notwendig, um die Sch\u00e4den zu sichten und eine Kostenaufstellung anzufertigen, die er im M\u00e4rz einreichte.<br \/>\n&#8222;F\u00fcr die Planung wie auch den Genehmigungsprozess sollte immer gen\u00fcgend Zeit eingerechnet werden&#8220;, erl\u00e4uterte Wetzstein. Als im April alle Bescheide eingetroffen waren, ging es mit dem Umbau los.<br \/>\nDa es vorher keine richtigen Sanit\u00e4ranlagen wie beispielsweise eine Toilette im alten Bauernhaus gab, installierten die Handwerker die Elektronik-,<br \/>\nWasser- und Heizungsleitungen komplett neu. Die Tapeten und der Teppichboden wurden entfernt, alte Farbe abgeschliffen, Gefache abgeklopft und fachgerecht neu aufgebaut. Der Originalholzboden lie\u00df sich nicht mehr f\u00fcr eine Vermietung geeignet aufbereiten, sodass er zwar teilweise erhalten blieb, jedoch Parkettboden dar\u00fcber verlegt wurde.<br \/>\n&#8222;Es passierte so viel und so viel gleichzeitig. Ich wei\u00df noch, dass allein um innen alle W\u00e4nde und Decken zu begradigen, es insgesamt 30 Tonnen Lehm ben\u00f6tigt hat.&#8220;<br \/>\nDann folgten D\u00e4mmung, Holztr\u00e4gerplatten, Kalkputz sowie neue Fenster. Der Umbau war im Dezember 2021 abgeschlossen. Seitdem teilt sich das Geb\u00e4ude in eine Erdgeschosswohnung und eine zweite Maisonette-Wohnung, die sich \u00fcber das Ober- und Dachgeschoss erstreckt.<br \/>\nIm Januar 2022 zogen dann auch die ersten Mieterinnen und Mieter ein. In dem alten Bauernhaus gibt es auch ein paar Besonderheiten. So befindet sich auf der R\u00fcckseite des Geb\u00e4udes noch ein Originalgefach.<br \/>\nDurch ein Sichtfenster in der Gibelverschalung aus L\u00e4rchenholz kann es betrachtet werden. Des Weiteren ist ein St\u00fcck der Originalwandgestaltung im ehemaligen Wohnzimmer im Obergeschoss ebenso wie das Treppenhaus erhalten.<br \/>\nDie Handwerker bereiteten es fachgerecht und originalgetreu auf. Das Treppenhaus dient vor allem der Veranschaulichung, sodass es die unterschiedlichen Etagen, die nun in zwei Wohnungen unterteilt sind, nicht l\u00e4nger miteinander verbindet.<br \/>\nIn der oberen Wohnung, die sich vom Obergeschoss bis ins Dachgeschoss erstreckt, dient die Treppe wiederum immer noch ihrem urspr\u00fcnglichen Zweck. Um f\u00fcr mehr Sicherheit zu sorgen, wurde an die Treppe noch ein Gel\u00e4nder angebracht.<br \/>\nZum Schluss empfahl Wetzstein noch, die Planung nicht zu kurz kommen zu lassen, den Spa\u00df an der Sache zu entdecken und im Zweifel: &#8222;Immer einen Schritt nach dem anderen zu machen. Wenn es mal nicht so l\u00e4uft, sollte man ganz in Ruhe \u00fcberlegen, denn dann findet sich immer eine L\u00f6sung, die am Ende passt.&#8220;<br \/>\nHinter der Abk\u00fcrzung &#8222;IKEK&#8220; steckt eine ganze Menge. Sie steht f\u00fcr &#8222;Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept&#8220;. Dabei geht es im das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen darum, (Bau-)Ma\u00dfnahmen in den Ortskernen zu f\u00f6rdern, die zum Erhalt oder zur Verbesserung der Lebensqualit\u00e4t beitragen.<br \/>\nSolche Ma\u00dfnahmen umfassen beispielsweise die Modernisierung der B\u00fcrgerh\u00e4user, den Bau von Mehrgenerationenpl\u00e4tzen, die Umgestaltung von Gr\u00fcn- und Freifl\u00e4chen oder Angebote verschiedener Workshops und Aktionen. Zudem k\u00f6nnen alle, die ein Grundst\u00fcck, ein Geb\u00e4ude oder eine Hofanlage im Ortskern und ausgewiesenen F\u00f6rdergebiet in einem der 15 Marburger Au\u00dfenstadtteile besitzen, Antr\u00e4ge auf Zusch\u00fcsse zu Sanierungen, Um- oder Neubauten stellen. Bei einer F\u00f6rderquote von 35 Prozent der f\u00f6rderf\u00e4higen Nettokosten, k\u00f6nnen Antragstellende pro Objekt bis zu 45.000 Euro &#8211; f\u00fcr Kulturdenkm\u00e4ler maximal 60.000 Euro &#8211; erhalten.<br \/>\nF\u00f6rderantr\u00e4ge k\u00f6nnen noch bis Ende 2023 gestellt werden. Weitere Informationen gibt es bei Rose Michelsen vom Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz der Universit\u00e4tsstadt Marburg unter 06421\/201-1625 oder per Mail an rose.michelsen@marburg-stadt.de.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein altes Bauernhaus in Ginseldorf wurde zu einem Zweiparteienhaus. M\u00f6glich war das dank der F\u00f6rderung im Rahmen der Dorfentwicklung.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[4],"tags":[4619,4392,435],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-2XM","jetpack-related-posts":[{"id":11883,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=11883","url_meta":{"origin":11394,"position":0},"title":"Neue Aussichten: Projekt zur Dorfsanierung in Au\u00dfenstadtteilen","date":"6. Februar 2023","format":false,"excerpt":"Die Dorfentwicklung macht Marburger Au\u00dfenstadtteile fit f\u00fcr die Zukunft. Dazu gibt es stadtteil\u00fcbergreifende Projekte und Veranstaltungen. Mehrgenerationenpl\u00e4tze, sanierte B\u00fcrgerh\u00e4user und Carsharing sind nur ein paar der Projekte, die durch das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen angesto\u00dfen wurden. Seit 2014 ist die Universit\u00e4tsstadt Marburg mit ihren 15 Au\u00dfenstadteilen Teil des Programms. Seitdem\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":9347,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=9347","url_meta":{"origin":11394,"position":1},"title":"Gestartet: Carsharing mit zwei E-Autos in Ginseldorf","date":"2. Mai 2022","format":false,"excerpt":"Das B\u00fcrger-Carsharing startet mit zwei E-Autos in Ginseldorf. Weitere Au\u00dfenstadtteile folgen. Die Stadt Marburg setzt sich als Klimaschutz-Kommune aktiv f\u00fcr eine vernetzte Mobilit\u00e4t in den Marburger Au\u00dfenstadtteilen ein. Dazu unterst\u00fctzt sie das B\u00fcrger*innen-Carsharing-Projekt an drei Pilotstandorten. Ginseldorf ist der erste Stadtteil, der nun mit zwei E-Fahrzeugen an den Start geht.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":8715,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=8715","url_meta":{"origin":11394,"position":2},"title":"Schwierige Aufgabe: Carsharing in Au\u00dfenstadtteilen geht an den Start","date":"2. Februar 2022","format":false,"excerpt":"Das Carsharing-Projekt in Ginseldorf, Moischt, Elnhausen und Dagobertshausen geht an den Start. Es soll die Mobilit\u00e4t in den Au\u00dfenstadtteilen verbessern. Die Au\u00dfenstadtteile, in denen das Pilotprojekt \"B\u00fcrger*innen-Carsharing\" startet, stehen fest: Ginseldorf, Elnhausen zusammen mit Dagobertshausen und Moischt erhalten von der Stadt Marburg eine F\u00f6rderung f\u00fcr eine dreij\u00e4hrige Pilotphase. Ziel des\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":20009,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=20009","url_meta":{"origin":11394,"position":3},"title":"Gesundes Engagement: Historisches Stadtsiegel f\u00fcr Wiltrud Thies","date":"8. Mai 2026","format":false,"excerpt":"\"Jedes Dorf braucht mindestens eine Wiltrud Thies\", meinte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. Die ehemalige Schulleiterin wurde f\u00fcr Engagement rund um Dorfladen Ginseldorf geehrt. F\u00fcr ihr au\u00dfergew\u00f6hnliches und nachhaltiges ehrenamtliches Engagement ist Wiltrud Thies am Dienstag (5. Mai) mit dem Historischen Stadtsiegel der Universit\u00e4tsstadt Marburg ausgezeichnet worden. Die Stadt w\u00fcrdigt damit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Soziales&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":6434,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=6434","url_meta":{"origin":11394,"position":4},"title":"Knapp 1.800 Einwohner: Schr\u00f6ck hie\u00df fr\u00fcher einmal Schreck","date":"31. Januar 2021","format":false,"excerpt":"Schr\u00f6ck hie\u00df fr\u00fcher einmal Schreck. Das Dorf ist einer der \u00f6stlichen Marburger Au\u00dfenstadtteile. Mit knapp 1.800 Einwohnenden z\u00e4hlt Schr\u00f6ck zu den gr\u00f6\u00dferen der d\u00f6rflichen Au\u00dfenstadtteile Marburgs. Er liegt - in etwa f\u00fcnf Kilometern Entfernung \u00f6stlich zur Kernstadt - am westlichen Rand des Am\u00f6neburger Beckens. Spuren einer Besiedlung lassen sich auf\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":10823,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=10823","url_meta":{"origin":11394,"position":5},"title":"Am 17. September: Tag der Mobilit\u00e4t der Au\u00dfenstadtteile","date":"7. Oktober 2022","format":false,"excerpt":"Elnhausen, Moischt und Michelbach bekommen ein Lastenrad zum Ausleihen. \u00dcbergeben wurden die R\u00e4der am Samstag (17. September) zum \"Tag der Mobilit\u00e4t der Au\u00dfenstadtteile\". Jetzt kann auch die Bev\u00f6lkerung der Au\u00dfenstadtteile Elnhausen, Moischt und Michelbach ein Lastenrad ausleihen. Das hat B\u00fcrgermeisterin Nadine Bernshausen im Rahmen des \"Tags der Mobilit\u00e4t\" an den\u2026","rel":"","context":"In &quot;Politik&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11394"}],"collection":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11394"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11394\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11394"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11394"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}