{"id":11302,"date":"2022-11-28T14:20:44","date_gmt":"2022-11-28T13:20:44","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=11302"},"modified":"2022-11-28T14:20:45","modified_gmt":"2022-11-28T13:20:45","slug":"der-herzerlfresser-inszenierung-geht-publikum-ans-herz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=11302","title":{"rendered":"Der Herzerlfresser: Inszenierung geht Publikum ans Herz"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201eMit Worten l\u00e4sst sich nichts \u00fcber die Liebe sagen\u201c, hei\u00dft es in \u201eDer Herzerlfresser\u201c. Und doch wird \u00fcber eineinhalb Stunden verteilt mit gro\u00dfen und mit kleinen Worten so viel \u00fcber die Liebe gesagt, dass am Ende kein Herz unber\u00fchrt bleibt.<\/p>\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p>Die Inszenierung des Hessischen Landestheaters Marburg (HLTM) feierte am Samstag (27. November) im Kleinen Tasch Premiere. Das St\u00fcck stammt vom \u00f6sterreichischen Autor Ferdinand Schmalz und Regie f\u00fchrte Maxime Mourot.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei einer Einf\u00fchrung erkl\u00e4rte Dramaturgin Petra Th\u00f6ring, dass Schmalz bei einer Zugfahrt von einem anderen Fahrgast eine wahre Geschichte von einem Mordfall in der Steiermark erz\u00e4hlt bekommen hatte. Im sp\u00e4ten neunzehnten Jahrhundert wurde eine Dienstmagd ermordet aufgefunden, das Herz war entwendet. Von diesem \u201eHerzerlfresser\u201c hatte sich Schmalz inspirieren lassen und die Handlung in die heutige Zeit verlegt: Unter einem neugebauten Einkaufszentrum findet man eine Frauenleiche. Ohne Herz.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon bei Betreten des Saales scheint die Handlung im Gange zu sein. W\u00e4hrend die Theaterbesucher sich noch auf ihren Pl\u00e4tzen einfinden, stehen die Schauspieler schon auf \u2013 oder vielmehr in \u2013 der B\u00fchne. Sie ist wie ein langer Kasten aufgebaut, der mit Schaumstofffetzen gef\u00fcllt ist, durch die die Charaktere sp\u00e4ter waden m\u00fcssen. Alle tragen sie wei\u00dfe oder beige Kost\u00fcme und sind blass geschminkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dann geht das rote Licht, das zuvor den Raum erhellte, aus, es wird still, zwei der Charaktere regen sich. Die ungl\u00fccklich verliebte \u201eFlorentina\u201c \u2013 gespielt von Fanny Holzer \u2013 sch\u00fcttet ihrem Freund \u201eGangsterer Andi\u201c ihr Herz aus. Gespielt wird er von Georg Santner. Zum Thema wird auch der neue Gewerbepark, der auf dem Sumpf gebaut worden ist, das Moorwasser trete jetzt schon aus den neuen Fundamenten hervor.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach und nach erwachen auch die anderen Charaktere zum Leben. Da ist zum Beispiel \u201eFu\u00dfpflegeirene\u201c \u2013 gespielt von Lisa Grosche \u2013 die das Schicksal an den F\u00fc\u00dfen ablesen kann. Der B\u00fcrgermeister \u201eAcker Rudi\u201c, denkt gerne \u201eglobal\u201c, obwohl er auf dem Dorf lebt, und k\u00fcmmert sich vor allem um die bevorstehende Wahl und das neugebaute Einkaufszentrum. Als letztes st\u00f6\u00dft der Unbekannte \u201ePfeil Herbert\u201c \u2013 verk\u00f6rpert von Eike Mathis Hackmann \u2013 zum Geschehen, der Florentina versucht das Herz zu verdrehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach anf\u00e4nglichen Dialogen scheint es dann auch endlich mal loszugehen: Gangsterer findet eine Leiche ohne Herz. Der B\u00fcrgermeister \u2013 gespielt von Sven Brormann \u2013 und er lassen sie allerdings schnell im Moor verschwinden, die Er\u00f6ffnung des Einkaufszentrums soll von dem Mord nicht \u00fcberschattet werden. Gangsterer soll undercover ermitteln, aber das Publikum merkt schnell, dass es sich bei diesem St\u00fcck nicht, wie vielleicht erwartet, um die L\u00f6sung eines Mordfalls handelt.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Laufe des St\u00fccks r\u00fcckt die Handlung immer weiter in den Hintergrund, vielmehr geht es um die Gef\u00fchle, das Leben, die Herzen der Charaktere. Bis sich jedoch irgendwann alles wieder zuspitzt, in einer Szene, in der man gar nicht wei\u00df, wo man am Ehesten hinschauen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bei einem Unfall kann man bei einigen Szenen gar nicht wegsehen, obwohl man das Gef\u00fchl bekommt, nicht hinstarren \u2013 und auch nicht zuh\u00f6ren \u2013 zu wollen. Die Gespr\u00e4che, die einige der Charaktere f\u00fchren, sind so privat, so pers\u00f6nlich, als ob sie einem direkt aus dem Herzen sprechen. Dabei werden ganz allgemeing\u00fcltige Emotionen so wunderbar aufgearbeitet, dass sich ein jeder damit identifizieren und darin wiederfinden kann.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMein Herz ist mir ganz fremd\u201c, sagt zum Beispiel Florentina. \u201e\u00dcber alles im Leben hat man eben eine Gewalt, au\u00dfer seinem Herz\u201c, lautet die Antwort. Auch sagt Irene: \u201eAuch wenn wir uns in unsere Lebensformen qu\u00e4len, d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass es nur M\u00f6glichkeiten sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>So reihen sich dem Anschein nach lauter Postkartenspr\u00fcche und Ratgeberweisheiten aneinander. Dabei wird es allerdings nie kitschig, oder klischeehaft. Jeder Satz scheint einem wichtig, und auch wenn man einige dieser \u201eWeisheiten\u201c schon einmal geh\u00f6rt hat, erscheinen sie einem im Kontext von Schmalz\u2018 St\u00fcck tiefenphilosophisch und sprechen einem regelrecht aus dem Herzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Langeweile versp\u00fcrt man dabei keine. Auch wenn der Dialog im Vordergrund steht \u2013 die Sprache, mit der das St\u00fcck aufbereitet ist, macht das Zuh\u00f6ren zur wahren Freude. Mit Poesie, Rhythmus und vor allem viel Wortspiel und Witz begeisterte das St\u00fcck wortgewandt die Zuschauenden, die w\u00e4hrend der Vorstellung viel lachten und merklich mit der Handlung mitgingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Wachbleiben wurde man zwischenzeitlich geradezu gezwungen. Effekte, Schreie, oder der ein oder andere Knall weckte selbst den m\u00fcdesten Zuschauer wieder auf. Auch die Musik und Tonebenen, mit der die Inszenierung arbeitet, hielten einen involviert, wenn auch manchmal fast unfreiwillig. Zum Beispiel durch gruselige atmosph\u00e4rische Kl\u00e4nge oder Stimmverzerrungen mochte einem das Herz fast schon in die Hose rutschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch mit r\u00e4umlichen Dimensionen arbeitet die Inszenierung sichtbar. Die B\u00fchne f\u00fchlt sich durch ihre eingemauerte Form zuerst wie ein Schaukasten an, doch im Laufe des St\u00fccks treten die Charaktere aus ihr hervor, stehen direkt vor oder sogar im Publikum. Durch diese r\u00e4umliche N\u00e4he und durch zwischenzeitliches Anleuchten des Publikums, bei dem sehr intensiver Augenkontakt zu den Darstellern aufgebaut werden konnte, f\u00fchlte man sich als Teil des Geschehens.<\/p>\n\n\n\n<p>Das wurde dadurch verst\u00e4rkt, dass das Publikum in einer Szene die Rolle der Kundschaft bei der Er\u00f6ffnung des Einkaufszentrums \u00fcbernahm. Durch Mourots Arbeit mit R\u00e4umlichkeit entfaltet sich das St\u00fcck so in direkter Verbindung mit dem Zuschauerraum.<\/p>\n\n\n\n<p>Erw\u00e4hnenswert sind zudem die au\u00dferordentlichen Kost\u00fcme von Kati Stubbe. Die wei\u00dfen und beigen Kost\u00fcme verbergen knallrote Kleidungsst\u00fccke, die wie nach dem Abziehen einer Hautschicht zum Vorschein kommen. Sie stehen so kontrastreich zum restlichen Kost\u00fcm und zum B\u00fchnenbild, dass sie wie gro\u00dfe Geheimnisse wirken, die mit einem Mal ans Licht gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders die schauspielerischen Leistungen stachen bei dieser Inszenierung heraus. Alle f\u00fcnf Darsteller spielten so gro\u00dfartig, dass es unm\u00f6glich erscheint, eine beste Performance zu k\u00fcren. Ihnen gelang es, den Zuschauenden den Stoff so nah wie nur irgend m\u00f6glich zu bringen, sodass man alle Charaktere, trotz ihrer Fehler und Eigenarten, sofort ins Herz schloss.<\/p>\n\n\n\n<p>Mourots Inszenierung von \u201eDer Herzerlfresser\u201c schafft es durch ein harmonisches Zusammenspiel von B\u00fchne, Kost\u00fcm, Licht, Ton und Darstellern ein St\u00fcck zu kreieren, dass den Zuschauenden ans Herz, aber auch an den Rest des \u201eHerbert-K\u00f6rpers\u201c geht. Sicherlich wird \u201eDer Herzerlfresser\u201c die Herzen der Marburgerinnen und Marburger im Sturm erobern, einen Besuch kann man jedenfalls nur ans Herz legen.<\/p>\n\n\n\n<p>*Laura Schiller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eMit Worten l\u00e4sst sich nichts \u00fcber die Liebe sagen\u201c, hei\u00dft es in \u201eDer Herzerlfresser\u201c. Und doch wird \u00fcber eineinhalb Stunden verteilt mit gro\u00dfen und mit kleinen Worten so viel \u00fcber die Liebe gesagt, dass am Ende kein Herz unber\u00fchrt bleibt.<\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":11303,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[3],"tags":[4593,1904,14],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/i0.wp.com\/marburg.news\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/20221126_201933-01-scaled.jpeg?fit=2560%2C1920","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-2Wi","jetpack-related-posts":[{"id":9589,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=9589","url_meta":{"origin":11302,"position":0},"title":"Orte der Kultur: HLTM stellt Spielplan vor","date":"19. Mai 2022","format":false,"excerpt":"\"Konstruktion Hoffen\" hei\u00dft das Motto der Spielzeit 2022\/23 des Hessischen Landestheaters Marburg (HLTM). Der Spielplan wurde am Donnerstag (19. Mai) vorgestellt. \"Das Theater ist die Werkstatt des Hoffens\", sagte Dramaturgin Christin Ihle. \"Hier k\u00f6nnen Perspektiven geteilt werde, sich verschieben, und schlie\u00dflich Neues frei geben. Es ist ein Prozess, der durch\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur&quot;","img":{"alt_text":"Spielzeitvorstellung","src":"https:\/\/i0.wp.com\/marburg.news\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/20220519_123926-01.jpeg?fit=1200%2C897&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":12617,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=12617","url_meta":{"origin":11302,"position":1},"title":"Gut abgewogen: HLTM stellt seine n\u00e4chste Spielzeit vor","date":"17. Mai 2023","format":false,"excerpt":"\"In Bewegung\" ist das Motto der Spielzeit 2023\/24 des Hessischen Landestheaters Marburg (HLTM). Die beiden Intendantinnen haben das Programm am Mittwoch (17. Mai) vorgestellt. \"In Bewegung\" bringen m\u00f6chten die Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser-Leichtwei\u00df die Marburger Stadtgesellschaft. Mit 13 Neuinszenierungen wollen sie das Theaterpublikum in der Spielzeit 2023\/2024 zum\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur&quot;","img":{"alt_text":"hltm","src":"https:\/\/i0.wp.com\/marburg.news\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/20230517_112355-02-scaled.jpeg?fit=1200%2C1200&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":18189,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18189","url_meta":{"origin":11302,"position":2},"title":"Auf dem Firmaneiplatz: &#8222;Jedermann&#8220; im Sommertheater","date":"14. Juni 2025","format":false,"excerpt":"Die Premiere des Sommertheaterst\u00fccks vom Hessischen Landestheater Marburg (HLTM) unter der Regie von Theaterintendantin Carola Unser-Leichtwei\u00df fand am Donnerstag (12. Mai) auf dem Firmaneiplatz statt. Inszeniert wurde \u201eJedermann \u2013 Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes\u201c von Hugo von Hofmannsthal. Als das Drama 1911 uraufgef\u00fchrt wurde, hatte man sicherlich noch\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur&quot;","img":{"alt_text":"Jedermann","src":"https:\/\/i0.wp.com\/marburg.news\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/WhatsApp-Bild-2025-06-14-um-12.27.33_336512d2.jpg?fit=1200%2C900&resize=350%2C200","width":350,"height":200},"classes":[]},{"id":4621,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=4621","url_meta":{"origin":11302,"position":3},"title":"Theater \u00fcber Theater: &#8222;Nora oder ein Puppenheim&#8220; nach Henrik Ibsen","date":"16. Januar 2020","format":false,"excerpt":"Gro\u00dfst\u00e4dte wie Berlin und Hamburg feiern Audiodeskription f\u00fcr Blinde derzeit als neue Errungenschaft. Beim Hessischen Landestheater Marburg (HLTM) geh\u00f6rt sie bereits seit Anfang 2017 zum festen Programm. Im Herbst 2018 hat Christin Ihle die Bildbeschreibungen \u00fcber Funk per Kopfh\u00f6rer von dem fr\u00fcheren Dramaturgen Franz Burkhard \u00fcbernommen. Bei der Inszenierung von\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":11954,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=11954","url_meta":{"origin":11302,"position":4},"title":"Gegenstand der Geschichten: N\u00e4chste Premiere in der Waggonhalle","date":"15. Februar 2023","format":false,"excerpt":"\"Anderthalb Stunden zu sp\u00e4t\" feiert am Mittwoch (1. M\u00e4rz) Premiere in der Waggonhalle. Es ist die neueste Inszenierung vom \"Theater GegenStand\". Das St\u00fcck ist die dritte Inszenierung von Dieter Wagner. Zuvor hatte er bereits die \"Kom\u00f6die im Dunkeln\" und \"Rose & Walsh\" inszeniert. Wagner steht auch diesmal wieder selbst mit\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":3473,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=3473","url_meta":{"origin":11302,"position":5},"title":"Kinder vom KUSS: &#8222;Astons Steine&#8220; gewann Marburger Theaterpreis","date":"7. April 2019","format":false,"excerpt":"\"Die Erwachsenen blubbern.\" Mit dieser Aussage ihrer Kinder beendete Angela Dorn am Samstag (6. April) ihre kurze Rede im TaSch. Die Hessische Ministerin f\u00fcr Wissenschaft und Kunst (HMWK) sprach zum Abschluss der 24. Kinder- und Jugendtheaterwoche \"KUSS\" im Theater am Schwanhof (TaSch). Dabei hob die Marburgerin die besondere Bedeutung der\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]}],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11302"}],"collection":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11302"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11302\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11304,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11302\/revisions\/11304"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11303"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11302"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11302"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/marburg.news\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11302"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}