{"id":11245,"date":"2022-11-18T13:02:40","date_gmt":"2022-11-18T12:02:40","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=11245"},"modified":"2022-11-18T13:02:41","modified_gmt":"2022-11-18T12:02:41","slug":"am-tag-der-lehre-vorbildliche-projekte-ausgezeichnet","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=11245","title":{"rendered":"Am Tag der Lehre: Vorbildliche Projekte ausgezeichnet"},"content":{"rendered":"\n<p>Ihren Sechsten Tag der Lehre hat die Philipps-Universit\u00e4t am Donnerstag (17. November) veranstaltet. Unter dem Motto \u201eLehre@Philipp \u2013 innovativ, divers, digital\u201c wurden sechs besondere Lehrprojekte ausgezeichnet.<\/p>\n\n\n<p><!--more--><\/p>\n\n\n<p>Auch in diesem Jahr gab es beim Tag der Lehre der Universit\u00e4t Marburg vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten der Inspiration und des Austauschs f\u00fcr die eigene Lehrpraxis. In verschiedenen Formaten, darunter Impulsvortr\u00e4ge, Workshops, Interviews und Thementische zu bereits ausgezeichneten Lehrprojekten, konnten Lehrende und Lehrinteressierte der Philipps-Universit\u00e4t neue Methoden kennenlernen und \u00fcber Herausforderungen in der Lehre diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit dem Lehrpreis \u201eLehre@Philipp\u201c w\u00fcrdigte die Philipps-Universit\u00e4t dar\u00fcber hinaus zum sechsten Mal Projekte, die Lehre weiterentwickeln oder ganz neu denken. Insgesamt wurden in diesem Jahr \u00fcber 40.000 Euro Preisgeld vergeben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAn der Universit\u00e4t Marburg lohnt es sich, kreativ zu werden\u201c, erkl\u00e4rte Uni-Vizepr\u00e4sidentin Prof. Dr. Kati Hannken-Illjes. \u201eHeute zeichnen wir vier spannende Lehrprojekte aus, die Studieninteressierten und Studierenden neue Wege des Studieneinstiegs und Zugangs zum Studium, des Lernens, der Interaktion, ja sogar des Forschens erm\u00f6glichen. Ich freue mich sehr \u00fcber das Engagement unserer Preistr\u00e4gerinnen und Preistr\u00e4ger und gratuliere ganz herzlich\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Ausgezeichneten waren Prof. Dr. Christina Br\u00fcning vom Fachbereich Geschichte und Kulturwissenschaften und Prof. Dr. Susann Gessner vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie. Sie m\u00f6chten im Sommersemester 2023 ein Lehrforschungsprojekt im Kontext von \u201eRace, Class, Gender\u201c durchf\u00fchren, in dem Kompetenzen f\u00fcr eine diversit\u00e4tssensible Bildung aufgebaut werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Seminar soll Lehramtsstudierenden der F\u00e4cher Geschichte, Politik und Wirtschaft die M\u00f6glichkeit geben, sich als Forschende zu erfahren. Unter anderem beinhaltet es die Arbeit in interdisziplin\u00e4ren studentischen Forschungsgruppen zu gesamtgesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Zentraler Bestandteil des Seminars sind eine Exkursion zum Austausch und Diskurs mit au\u00dferuniversit\u00e4ren und internationalen Personen der politischen Bildung, Aktivistinnen und Aktivisten, Betroffenen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Politikerinnen und Politiker. Hinzu kommen eine Summerschool zur Pr\u00e4sentation der studentischen Projektergebnisse und eine Schreibwerksatt, die M\u00f6glichkeiten der Publikation bietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben der Kooperation und dem Austausch beinhaltet das Seminar auch ein akademisches Mentorat sowie zentrale Aufgaben der Tagungsorganisation. Die Studierenden f\u00fchren zum Beispiel Vorgespr\u00e4che mit Referierenden, gestalten Panels und Moderationen. F\u00fcr die weitere Umsetzung der Veranstaltung mit neuen Themenschwerpunkten erhalten die Professorinnen \u00fcber 7.500 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Preistr\u00e4gerin Dr. Brigitte Ganswindt vom Forschungszentrum Deutscher Sprachatlas vermittelt Studierenden in ihrer Lehrveranstaltung &#8222;\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation digital&#8220; zum einen wichtige Theorien, Werkzeuge und Anwendungsm\u00f6glichkeiten der \u00d6ffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation. Zum anderen bekommen Studierende die M\u00f6glichkeit, das direkt in die Praxis umzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schwerpunkt liegt dabei auf digitalen Formaten der Wissenschaftskommunikation und insbesondere auf digitalen Ausstellungen. So lernen die Studierenden sowohl eine bereits vorhandene physische Ausstellung in ein digitales Format zu \u00fcbertragen als auch eine eigene, genuin digitale Ausstellung mit sprachwissenschaftlichen Inhalten zu konzipieren und umzusetzen. Damit leistet die Veranstaltung einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung und setzt dar\u00fcber hinaus Impulse zur digitalen Verf\u00fcgbarkeit von Ressourcen, Wissen, Lehr- und Lerninhalten sowie kulturellen Angeboten. Dieser Aspekt is durch die Corona-Pandemie pr\u00e4senter denn je geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Denn eine Transformation physischer Ressourcen in den digitalen Raum geschieht keinesfalls durch eine reine Digitalisierung der Objekte, sondern erfordert auch ausgefeilte Konzepte, um den gew\u00fcnschten Erkenntnisgewinn beim Publikum zu erzielen. F\u00fcr die Umsetzung dieses Vorhabens wird Ganswindt mit 9.300 Euro unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Kai Kortus vom Fachbereich Mathematik und Informatik m\u00f6chte Studierenden mit Sehbeeintr\u00e4chtigung den Studieneinstieg in MINT-F\u00e4cher deutlich erleichtern. Damit baut er auf die bereits gestartete Initiative des Fachbereichs gemeinsam mit der Servicestelle f\u00fcr Studierende mit Behinderung (SBS) und des autonomen Referates f\u00fcr Studierende mit Behinderung (ABR) des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) zur Verbesserung der Barrierefreiheit auf. Dabei wird er insbesondere von Prof. Dr. Ilka Agricola unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Viele Studieninteressierte und neue Studierende mit Sehbeeintr\u00e4chtigung werden von einem MINT-Studium abgeschreckt \u2013 beispielsweise durch nicht barrierefreie Lehrmaterialien oder erschwerte Zug\u00e4nge zu Geb\u00e4uden. Kortus m\u00f6chte die in den Vor- und Schnupperkursen eingesetzten Lehrmaterialien ebenso wie das Studieninformationsmaterial und den Selbsteinstufungstest nach barrierefreien Standards ausgestalten. Zus\u00e4tzlich sollen Study-Buddies aus h\u00f6heren Semestern gerade bei Anfangsschwierigkeiten auch pers\u00f6nlich unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch den barrierefreien Ausbau des Lernzentrums und die Verbesserung der Barrierefreiheit des Mehrzweckgeb\u00e4udes auf den Lahnbergen sollen weitere H\u00fcrden reduziert werden. F\u00fcr sein Vorhaben \u201eInklusive Einf\u00fchrungsphase Mathematik und Informatik&#8220; erh\u00e4lt Kortus 15.000 Euro.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Rolf Kreyer vom Institut f\u00fcr Anglistik und Amerikanistik am Fachbereich Fremdsprachliche Philologien entwickelte die digitale Simulation \u201eLiKE \u2013 Linguistische Kompetenz f\u00fcr den Englischunterricht\u201c. Lehramtsstudierende sollen dadurch Linguistik als wertvolle Ressource unterrichtlichen Handelns erfahren und eine Antwort auf die Frage erhalten, die sich offenbar viele Lehramtsstudierende stellen: \u201eWarum muss ich das denn alles lernen? Ich will doch Lehrer\/Lehrerin werden!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das digitale Tool simuliert Unterrichtsgespr\u00e4che, in denen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler verschiedene Fehler machen. Unter Ber\u00fccksichtigung ihrer sprachwissenschaftlichen Kompetenz k\u00f6nnen Studierende in der Rolle der Lehrperson intervenieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Je mehr Wissen sie zu linguistischen Inhalten haben, desto mehr Interventionsm\u00f6glichkeiten gibt es. Verf\u00fcgen die Studierenden nicht \u00fcber entsprechendes Vorwissen, k\u00f6nnen sie relevante Inhalte aus den jeweiligen Vorlesungen auffrischen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit der F\u00f6rderung von \u00fcber 9.300 Euro k\u00f6nnen nun die Interaktionsm\u00f6glichkeiten sowie die M\u00f6glichkeiten zur Auffrischung von linguistischen Inhalten innerhalb des Tools deutlich erweitert werden, um auch komplexere linguistische Sachverhalte, wie beispielsweise Kollokationen, Syntax oder Pragmatik darstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lehrpreis \u201eLehre@Philipp\u201c zeichnet vor allem Projekte aus, die eine sichtbare Innovation in die Lehre einbringen oder zur Verbreitung von Konzepten beitragen, die sich bereits in der Erprobung befinden. Auch Projekte, die Diversit\u00e4t f\u00f6rdern beziehungsweise diversit\u00e4tssensible Lehre st\u00e4rken, sind besonders f\u00f6rderungsw\u00fcrdig. Weitere Kriterien des Lehrpreises \u201eLehre@Philipp\u201c sind unter anderem die F\u00f6rderung von Motivation und Begeisterung f\u00fcr das Fach, eine gute Verkn\u00fcpfung von Theorie und Praxis sowie die F\u00f6rderung des Dialogs zwischen Lehrenden und Studierenden.<\/p>\n\n\n\n<p>*pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihren Sechsten Tag der Lehre hat die Philipps-Universit\u00e4t am Donnerstag (17. November) veranstaltet. 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Dann wird auch ein Lehrpreis verliehen. Auch 2022 gibt es beim \"Tag der Lehre\" der Philipps-Universit\u00e4t vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten der Inspiration und des Austauschs f\u00fcr die eigene Lehrpraxis. In verschiedenen Formaten, darunter\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":18998,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=18998","url_meta":{"origin":11245,"position":1},"title":"F\u00fcr Lehre: Uni l\u00e4dt zu kreativem Austausch ein","date":"10. November 2025","format":false,"excerpt":"Die Philipps-Universit\u00e4t feiert am Freitag (14. November) ihren \"Tag der Lehre\". Interessierte k\u00f6nnen dabei innovative Lehrkonzepte kennenlernen und herausragende Projekte feiern. Zum neunten Mal wird an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg der \"Tag der Lehre\" gefeiert. 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