{"id":11224,"date":"2022-11-16T14:27:47","date_gmt":"2022-11-16T13:27:47","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=11224"},"modified":"2022-11-16T14:27:47","modified_gmt":"2022-11-16T13:27:47","slug":"demnaechst-dimensional-grosse-beteiligung-beim-stadtlabor-richtsberg","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=11224","title":{"rendered":"Demn\u00e4chst dimensional: Gro\u00dfe Beteiligung beim Stadtlabor Richtsberg"},"content":{"rendered":"<p>Beim &#8222;Stadtlabor Richtsberg&#8220; entwickeln Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam eine Ausstellung. Die Auftaktveranstaltung war gut besucht <!--more--><br \/>\nWas macht den Richtsberg und das Leben im Stadtteil aus? Welche Geschichten lassen sich erz\u00e4hlen, welche Tr\u00e4ume haben die Richtsbergerinnen und Richtsberger? Wie k\u00f6nnte das Zusammenleben in Zukunft aussehen?<br \/>\nZu diesen und weiteren Fragen k\u00f6nnen die Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils Stellung beziehen. Beim &#8222;Stadtlabor Richtsberg&#8220; gestalten sie gemeinsam eine Ausstellung. Mehr als 40 Interessierte kamen zur Auftaktveranstaltung in der Gesamtschule Richtsberg und brachten ihre Ideen, ihre Gedanken und ihre W\u00fcnsche ein.<br \/>\n&#8222;Das Stadtlabor Richtsberg ist frisch, neu, kreativ &#8211; und macht Lust aufs Mitmachen&#8220;, schw\u00e4rmte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier &#8211; die selbst lange am Richtsberg gewohnt hat &#8211; bei der gelungenen Auftaktveranstaltung, bei der eine Vielzahl von Ideen und Anregungen zusammengetragen wurde. Griet Newiger-Addy vom Fachdienst B\u00fcrgerbeteiligung stellte das Konzept zum Auftakt vor.<br \/>\nDurch das gemeinsame kreative Arbeiten entsteht nicht nur eine Ausstellung. Eine wichtige Erfahrung ist auch die Einbeziehung der Stadtteilbev\u00f6lkerung, die einen aktiven Beitrag zur Verbesserung des kulturellen Lebens vor Ort leistet und es mitgestaltet.<br \/>\nIm &#8222;Stadtlabor Richtsberg&#8220; entwickelte Vorschl\u00e4ge und Ideen f\u00fcr das Zusammenleben und die weitere Gestaltung des Stadtteils sollen nicht nur f\u00fcr die Ausstellung verwendet, sondern nach dem Projekt von der Stadtverwaltung und weiteren Akteur*innen aufgegriffen werden. Au\u00dferdem st\u00e4rkt das Projekt den Dialog. Zudem k\u00f6nnen neue Kontakte zwischen den Stadtteilbewohner*innen gekn\u00fcpft werden.<br \/>\n\u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer standen bereit, um in Russisch, Arabisch, Englisch, Franz\u00f6sisch, Farsi und Englisch zu \u00fcbersetzen, f\u00fcr Essen und Kinderbetreuung war gesorgt. So konnten sich alle mit voller Energie zu den vier Themenschwerpunkten Gedanken machen.<br \/>\n&#8222;Was sind die Themen im Stadtteil?&#8220;, lautete eine Fragestellung. Dabei war der Wunsch nach Gemeinschaft und Begegnungsorten der am h\u00e4ufigsten genannte &#8211; und auch das Ziel, den Menschen den Richtsberg nahe zu bringen und gegen Vorurteile anzugehen.<br \/>\nViele Ideen gab es auch im Themenfeld &#8222;Kreativ werden&#8220;: Ob ein allen offenstehender Chor oder eine orientalische Tanzgruppe, die Gestaltung der Gr\u00fcnfl\u00e4chen oder ein &#8222;M\u00fcllsammelfestival&#8220;, die Gr\u00fcndung einer Theatergruppe oder Wandertage &#8211; der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.<br \/>\nGenannt werden konnten auch Lieblings- oder Schreckensorte, und in beiden Kategorien kam einiges zusammen.<br \/>\nGanz besonders beliebt ist der Interkulturelle Garten, wie die vielen auf einer Richtsberg-Karte eingetragenen Herzchen bewiesen, aber auch der Drachenspielplatz oder das Caf\u00e9 im Altenzentrum wurden genannt. Zu den Schreckensorten z\u00e4hlten f\u00fcr die Teilnehmenden vor allem die Orte, die durch zu viel M\u00fcll verunstaltet sind.<br \/>\nUnd es gab jede Menge Geschichten: Am vierten Themenschwerpunkt erz\u00e4hlten die jungen und vor allem auch die \u00e4lteren G\u00e4ste von den Marktfrauen von einst, von den Menschen, die das abgebrannte Studentenwohnheim bewohnten, von Prominenten, die fr\u00fcher am Richtsberg lebten, oder auch von der legend\u00e4r guten Torte im Caf\u00e9 in der Sudetenstra\u00dfe.<br \/>\nEins wurde am Ende, als alle Ideen und Gedanken vorgestellt wurden, ganz deutlich: Das Stadtlabor soll nicht nur f\u00fcr den Richtsberg da sein, es soll in die ganze Stadt hineingetragen werden, um das Bild, das viele von diesem Stadtteil haben, zu ver\u00e4ndern.<br \/>\nKulturschaffende unterst\u00fctzen bei der Umsetzung von kreativen Ideen. Sie werden in den kommenden neun Monaten die Stadtlaborant*innen dabei beraten, wie sie ihre kreativen Ideen in Ausstellungsst\u00fccke, Installationen und Aktionen verwandeln k\u00f6nnen.<br \/>\nAm Richtsberg wird es Workshops zum Erlernen unterschiedlicher k\u00fcnstlerischer Formate geben und Workshops zur Vorbereitung der Ausstellung. Au\u00dferdem gibt es ein kulturelles Begleitprogramm, das ebenfalls von den Richtsbergerinnen und Richtsbergern gestaltet wird.<br \/>\nErste Ideen gibt es bereits beispielsweise f\u00fcr einen Workshop mit dem Berliner Rapper Matondo im M\u00e4rz. Die gemeinsam erarbeitete Ausstellung wird \u00f6ffentlich gezeigt; und alle sind eingeladen, alte und neue Seiten und Perspektiven vom Richtsberg zu entdecken.<br \/>\nInspiriert wurde die Idee f\u00fcr das &#8222;Stadtlabor Richtsberg&#8220; von einer Form der partizipativen Stadtforschung des Historischen Museums in Frankfurt. Seit 2011 ist das Museum mit dem Format &#8222;Stadtlabor unterwegs&#8220; in unterschiedlichen Frankfurter Stadtteilen vor Ort und erarbeitet mit Alltags- und Stadtexpert*innen gemeinsam und gleichberechtigt Ausstellungen zu selbst gew\u00e4hlten Themen, um die Gegenwart der Stadtteile zu untersuchen.<br \/>\nEin Projekt dieser Gr\u00f6\u00dfe braucht viele Unterst\u00fctzende: Von Anfang an waren das Quartiersmanagement des BSF am Richtsberg, die Stabsstelle B\u00fcrgerbeteiligung und der Fachdienst Kultur der Stadt Marburg mit der Planung befasst. Beteiligt sind inzwischen unter anderem auch die Richtsberg-Gesamtschule (RGS) und die Gewobau. Viele weitere Akteure vom Richtsberg unterst\u00fctzen das Projekt.<br \/>\nAn mehreren Terminen gibt es im Rahmen des Stadtlabors eine offene Kreativwerkstatt, wo man gemeinsam kreativ werden und zeichnen, singen oder schreiben kann. Termine sind am Freitag (25. November), Freitag (9. Dezember) und Freitag (16. Dezember) sowie am 13. und 27. Januar 2023. Sie finden jeweils von 16.30 Uhr bis 18 Uhr im Beratungs- und Begegnungszentrum am Richtsberg statt.<br \/>\nAm Donnerstag (1. Dezember) gibt es von 16.30 bis 17.30 Uhr ein &#8222;Meet and Greet&#8220; zum gemeinsamen Austausch im Treffpunkt BSF am Christa-Czempiel-Platz. Am 11. Februar 2023 soll dann das n\u00e4chste gro\u00dfe Treffen f\u00fcr das &#8222;Stadtlabor Richtsberg&#8220; stattfinden. Weitere Informationen gibt es bei Carina Bangert unter 06421\/201-1002 oder carina.bangert@marburg-stadt.de sowie bei Rebecca Richter unter 0176\/17913155 oder rebecca.richter@marburg-stadt.de sowie unter <a href=\"http:\/\/www.marburgmachtmit.de\/stadtlaborrichtsberg\">www.marburgmachtmit.de\/stadtlaborrichtsberg<\/a>.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beim &#8222;Stadtlabor Richtsberg&#8220; entwickeln Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam eine Ausstellung. Die Auftaktveranstaltung war gut besucht<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[3,4],"tags":[216,271,626],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-2V2","jetpack-related-posts":[{"id":11088,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=11088","url_meta":{"origin":11224,"position":0},"title":"Agonie aufgebrochen: Stadtlabor Richtsberg plant Ausstellung","date":"31. Oktober 2022","format":false,"excerpt":"Beim \"Stadtlabor Richtsberg\" entwickeln Bewohnerinnen und Bewohner eine gemeinsame Ausstellung. Die Auftaktveranstaltung findet am Samstag (12. November) statt. Was macht den Richtsberg und das Leben im Stadtteil aus? 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