{"id":11096,"date":"2022-11-01T12:55:36","date_gmt":"2022-11-01T11:55:36","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=11096"},"modified":"2022-11-01T12:55:36","modified_gmt":"2022-11-01T11:55:36","slug":"unter-orten-150-interessierte-bei-finnissage-am-rudolphsplatz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=11096","title":{"rendered":"Unter Orten: 150 Interessierte bei Finnissage am Rudolphsplatz"},"content":{"rendered":"<p>Offene Ateliers pr\u00e4sentieren Kunst am Rudolphsplatz. Dort hat auch die Finissage f\u00fcr &#8222;Unter Orten II&#8220; sowie &#8222;Licht und Schatten II&#8220; stattgefunden. <!--more--><br \/>\n15 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler haben mit &#8222;Unter Orten II&#8220; sowie &#8222;Licht und Schatten II&#8220; durch ihre Projekte k\u00fcnstlerisch den Rudolphsplatz gestaltet und verwandelt. Die Arbeiten sind Teil des Stadtjubil\u00e4umsprojekts &#8222;Kunst.Labor.Stadt.Platz&#8220; von &#8222;Marburg erfinden&#8220;. Nun haben die K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler &#8211; Studierende, Ehemalige und Lehrende am Institut f\u00fcr Bildende Kunst der Philipps-Universit\u00e4t &#8211; ihre Projekte bei einer Finissage rund 150 Besuchenden pr\u00e4sentiert.<br \/>\n&#8222;Zum Jubil\u00e4umsjahr haben wir den Rudolphsplatz in ganz unterschiedliche Stimmungen getaucht gesehen&#8220;, sagte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies zu den Beteiligten bei der Finissage am Rudolphsplatz. &#8222;Kunst hat uns immer wieder ganz andere Blickwinkel auf einen Platz er\u00f6ffnet, der etwas aus dem allt\u00e4glichen Blickfeld geraten war. Und auch jetzt zum Abschluss bin ich fasziniert, was Sie sich ausgedacht haben.&#8220;<br \/>\nEinen besonderen Dank richtete der Oberb\u00fcrgermeister an Prof. Klaus Lomnitzer vom Institut f\u00fcr Bildende Kunst an der Philipps-Universit\u00e4t: &#8222;Es war eine wunderbare Idee, diesem Platz einen neuen Charakter zu geben.&#8220; Im Rahmen des Stadtjubil\u00e4umsprojekts &#8222;Kunst.Labor.Stadt.Platz&#8220; haben insgesamt 15 K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler \u00fcber einen Zeitraum von zwei Wochen Kunstprojekte am Rudolphsplatz realisiert.<br \/>\nInteressierte konnten Gegenwartskunst so direkt beim Entstehen erleben. Zus\u00e4tzlich gab es Aktionen und \u00f6ffentliche Gespr\u00e4che mit den Kunstschaffenden. Nun haben sie bei einer Finissage die fertigen Projekte pr\u00e4sentiert.<br \/>\nZu erleben waren unterschiedlichste Kunstformen: Im Depot, einem dunklen, tunnelartigen Raum, waren Arbeiten unter dem Titel &#8222;Licht und Schatten II&#8220; auf eine Wand mit nachleuchtender Farbe projiziert. Die Arbeiten waren im Zusammenhang mit Seminaren am Institut f\u00fcr Bildende Kunst der Philipps-Universit\u00e4t unter der Leitung von Linda Falk entstanden.<br \/>\nAuch &#8222;Unter Orten II&#8220; pr\u00e4sentierte seine Kunst: Rubens Pr\u00e4g zeigte seine Bemalung der Wand unterhalb der Stra\u00dfe und thematisierte im Entstehungsprozess seines gro\u00dfformatigen Panoramas \u00c4sthetik und Verfall architektonischer Ruinen. Anja K\u00f6hne projizierte in schwarz-wei\u00df eine Friedenstaube in einer menschlichen Hand auf eine Fensterfl\u00e4che.<br \/>\nMiriam Wahl hatte Fenster mit einer Mischung aus Pigmenten und Buttermilch mit abstrakten Formen und Fl\u00e4chen bemalt und greift dabei am Rudolphsplatz vorgefundene Elemente auf. Mingming Guo pr\u00e4sentierte Plakate, die Fotografien von kuscheligen Stofftieren in Dialog mit schmelzenden handf\u00f6rmigen Eisskulpturen setzte. Mazen Abdalli zeigte in einem Container eine Installation aus plastischen Papier-Formen, Zeichnungen und Skizzen von Marburger Geb\u00e4uden und Portr\u00e4ts, die in der Zeit der privaten Isolierung w\u00e4hrend des Lockdowns entstanden waren.<br \/>\nThematisiert wurden in den Arbeiten au\u00dferdem von Sarah Steger mit ausrangierten Gl\u00fchbirnen die &#8222;Wegwerfgesellschaft&#8220;, von Sara Tavangar der Klimawandel mit einer k\u00fcnstlerischen Umformung eines Wasserstandsanzeigers, das Artensterben mit grafischen Plakaten im Stil von Vermisstenanzeigen sowie die Periode mit einem geh\u00e4kelten Wollfaden von Ren Ruiqui.<br \/>\nSophia Bizer zeigte eine Sammlung und k\u00fcnstlerische Anordnung gr\u00fcner Alltagsgegenst\u00e4nde und Niels Pahl schuf mit seinem Kunstwerk &#8222;Eschaton womb&#8220; einen Kuppelbau aus Holzger\u00fcst und beschrifteter Folie: gleichsam ein Schutzraum und eine Thematisierung der Verg\u00e4nglichkeit der Dinge. Bijan Aleahmad verkn\u00fcpfte Elemente von Typographie, Graffiti und Street Art f\u00fcr Statements, die mit einem Augenzwinkern die Eigenheiten des Rudolphsplatzes kommentieren.<br \/>\nBei der Finissage stellte Lomnitzer im Gespr\u00e4ch mit Sarah-Lea Langner von &#8222;Kunst.Labor.Stadt.Platz&#8220; und den verantwortlichen K\u00fcnstler*innen vier Projekte vor: &#8222;Dieser Platz ist heute nicht nur voll mit Leuten, sondern auch mit vielen visuellen Eindr\u00fccken&#8220;, begann Lomnitzer. &#8222;Dabei war Kunst an einem Platz und mit den vorgefundenen Gegebenheiten zu schaffen f\u00fcr die meisten eine komplett neue Erfahrung.&#8220;<br \/>\nDas merkte zum Beispiel Rubens Pr\u00e4g bei seiner Wandmalerei an der &#8222;Galerie&#8220; genannten Wand unter der Stra\u00dfe sehr bald: &#8222;Ich wollte eigentlich die Ruine vom alten Lokschuppen malen, ich hatte auch ein Foto. Aber die Vitrinen in der Galerie zwangen mich zum Umdenken.&#8220;<br \/>\nWie Lomnitzer ausf\u00fchrte, verfolge Kunst im \u00f6ffentlichen Raum in der Regel eine ganz bestimmte Funktion. Rubens Pr\u00e4gs Malerei sei aber so realisiert worden, dass man noch den Prozess der Entstehung sehen und nachvollziehen k\u00f6nne.<br \/>\nDie als H\u00e4nde geformten Eisskulpturen von Mingming Guo sollten das Leben im Augenblick repr\u00e4sentieren: &#8222;Das Leben ist kurz, flie\u00dfend und zerbrechlich. Die Eis-H\u00e4nde sollen anregen, jeden Augenblick zu genie\u00dfen&#8220;, stellte Guo ihre Kunst vor. Auch Lomnitzer betonte: &#8222;Alle Kunstprojekte hier am Platz sch\u00e4rfen unsere Wahrnehmung.&#8220;<br \/>\nAnja K\u00f6hne ist Dozentin am Marburger Institut f\u00fcr Bildende Kunst. Ihre Projektion einer wei\u00dfen Taube in menschlicher Hand sei aus dem Gef\u00fchl entstanden, durch \u00e4u\u00dfere Umst\u00e4nde nicht mehr frei zu sein. Als sie sich mit der Idee auf die Suche nach Taubenz\u00fcchter*innen machte, durfte sie ein Tier sogar in die Hand nehmen, woraus das Video entstand.<br \/>\nBis in die Abendstunden gab es zur Kunst im Anschluss Musik zu erleben. Sie kam von elastic und DJ*IXA.<br \/>\nDas Kunstprojekt &#8222;Unter Orten&#8220; ist eine Kooperation des Instituts f\u00fcr Bildende Kunst der Philipps-Universit\u00e4t mit dem Fachdienst Kultur der Universit\u00e4tsstadt Marburg f\u00fcr den Jubil\u00e4umsschwerpunkt &#8222;Marburg erfinden&#8220; zum 800. Stadtgeburtstag. Die erste Phase von &#8222;Unter Orten&#8220; fand von April bis Mai statt.<br \/>\n&#8222;Kunst.Labor.Stadt.Platz&#8220; ist eine Projekt- und Veranstaltungsreihe im Rahmen des Stadtjubil\u00e4ums &#8222;Marburg800&#8220; im Kontext des Schwerpunkts &#8222;Marburg erfinden&#8220;. Initiatorin der Kunstprojekte am Rudolphsplatz ist die AG Kunst zusammen mit dem Fachdienst Kultur der Universit\u00e4tsstadt Marburg. Sie ist ein Zusammenschluss von Marburger Kunstprojekten und Institutionen.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offene Ateliers pr\u00e4sentieren Kunst am Rudolphsplatz. Dort hat auch die Finissage f\u00fcr &#8222;Unter Orten II&#8220; sowie &#8222;Licht und Schatten II&#8220; stattgefunden.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[3],"tags":[252,383,2984],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-2SY","jetpack-related-posts":[{"id":10848,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=10848","url_meta":{"origin":11096,"position":0},"title":"Unter den Orten: Rudolphsplatz wird zum \u00f6ffentlichen Atelier","date":"11. Oktober 2022","format":false,"excerpt":"\"Unter den Orten\" beginnt am Donnerstag (13. Oktober). 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