{"id":11037,"date":"2022-10-26T18:31:09","date_gmt":"2022-10-26T16:31:09","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=11037"},"modified":"2022-10-26T18:31:09","modified_gmt":"2022-10-26T16:31:09","slug":"erlebtes-erinnert-stueck-fuer-stueck-stadtgeschichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=11037","title":{"rendered":"Erlebtes erinnert: St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck Stadtgeschichte"},"content":{"rendered":"<p>Geschichte gemeinsam erz\u00e4hlen m\u00f6chte das Projekt &#8222;St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck&#8220;. Am Samstag (19. November) wird es im Rathaus vorgestellt. <!--more--><br \/>\n&#8222;Kunst &amp; Krempel&#8220; trifft auf Stadtgeschichte: Die Universit\u00e4tsstadt ruft Menschen aus Marburg ab sofort zum Mitmachen beim neuen Format &#8222;St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck. Marburgs Geschichte der Zukunft gemeinsam erz\u00e4hlen&#8220; auf. Ob Demoplakate, Videokassetten oder eine Badekappe aus dem abgerissenen Luisabad &#8211; alles, was in der Zukunft an das Marburg von heute und gestern erinnert, kann ein Teil der k\u00fcnftigen Ausstellung werden.<br \/>\nLos geht das ungew\u00f6hnliche Projekt zur Marburger Stadtgeschichte passend zu allen drei Jubil\u00e4umsschwerpunkten &#8222;Marburg erinnern, erleben und erfinden&#8220; ab sofort im Marburg800-Jahr. Die Ausstellung selbst ist f\u00fcr Februar 2023 geplant und soll unter Beteiligung m\u00f6glichst vieler entstehen, pr\u00e4sentiert werden die Fundst\u00fccke aber schon im November.<br \/>\nWer jetzt auf dem Dachboden oder in Schubladen nach dem passenden Erinnerungsst\u00fcck sucht, das f\u00fcr Marburg steht, sollte sich damit gleich unter kultur@marburg-stadt.de bewerben, um dabei zu sein. Zur Pr\u00e4sentation der Sammelaktion von Erinnerungsst\u00fccken sind f\u00fcr Samstag (19. November) von 12 bis 18.30 Uhr nach Voranmeldung alle ins Rathaus eingeladen, in deren Dachb\u00f6den, Kellern oder Taschen Dinge schlummern, die f\u00fcr die j\u00fcngste vergangene Marburger Geschichte stehen.<br \/>\nDort stellen die Besitzerinnen und Besitzer ihre Alltagsgegenst\u00e4nde auf einer kleinen B\u00fchne im Gespr\u00e4ch bei laufender Kamera vor und schildern, warum sie f\u00fcr die Stadtgeschichte wichtig sind: F\u00fcr &#8222;Rares&#8220; gibt es dann zwar nicht &#8222;Bares&#8220;, aber stattdessen jede Menge spannende Marburg-Geschichte(n). Wer nicht auf der B\u00fchne stehen mag, kann im Vorfeld seine Erinnerungsst\u00fccke mit einem kurzen Text nach Vereinbarung im Fachdienst Kultur der Stadt Marburg abgeben.<br \/>\nZum Zuschauen sind nat\u00fcrlich auch ganz ohne Anmeldung alle Interessierten im Rathaus willkommen. Der Eintritt ist frei.<br \/>\nWie wollen wir erinnern? Was wollen wir erinnern? Wer redet \u00fcber Geschichte? Und wer wurde bisher nicht geh\u00f6rt?<br \/>\nDas sind Themen, die auch in Marburg besprochen werden. &#8222;Wir m\u00f6chten die pers\u00f6nlichen Geschichten m\u00f6glichst vieler Menschen und ihre Vorstellungen von einem m\u00f6glichen Marburger Museum h\u00f6ren&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. Im Jahr 2021 gab es einen Stadtverordnetenbeschluss zur Entwicklung eines virtuell-hybriden Museums.<br \/>\nDie B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger interessieren sich f\u00fcr die Pr\u00e4sentation von Menschen, die in Marburg lebten und wirkten wie die Heilige Elisabeth und Philipp den Gro\u00dfm\u00fctigen, aber auch f\u00fcr Alltagsmenschen wie der Dienstmann Christian. Sie w\u00fcnschen sich eine Darstellung von Herrschafts- und von Stadtgeschichte, aber auch die Aufarbeitung von Unrechtstaten, an denen Marburger*innen beteiligt waren, wie die Mechterst\u00e4dter Morde oder die Reflexion aktueller regionaler Vorkommnisse wie das Gedenken an die Opfer des Anschlags von Hanau 2019, so der Ausgangspunkt von &#8222;St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck&#8220;.<br \/>\nSomit versteht sich die digitale und analoge Schau &#8222;St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck&#8220; wie zuvor die Pr\u00e4sentation der &#8222;Stadtgeschichte*n&#8220; als ein Beitrag zum Nachdenken auf dem Weg zu einem Stadtmuseum. Hervor geht die Ausstellung aus einem Studienprojekt an der Europa-Universit\u00e4t Viadrina (Frankfurt\/Oder). Lisa Bingenheimer (Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Hessen), Julia Brandt (Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege Bayern) und Ruth Fischer, Marburgs Fachdienstleiterin f\u00fcr Kultur, realisieren das Projekt gemeinsam im Rahmen des berufsbegleitenden Masterstudienganges &#8222;Schutz Europ\u00e4ischer Kulturg\u00fcter&#8220;. Sie bringen dank ihrer beruflichen Hintergr\u00fcnde vielf\u00e4ltige Perspektiven von der Literaturgeschichte \u00fcber die Kulturvermittlung und Restauration bis zum Kulturrecht ein.<br \/>\nBeteiligung geh\u00f6rt dabei zu den Kernthemen des Projekts. Wie kann Stadtgeschichte von und f\u00fcr Menschen m\u00f6glichst vieler sozialer Gruppen interessant erz\u00e4hlt und zugleich professionell ausgestellt werden, lautet die Frage f\u00fcr das Forschungsprojekt, von dem Marburg profitieren soll.<br \/>\nDabei soll m\u00f6glichst keine Stimme \u00fcberh\u00f6rt, keine Stolperfalle \u00fcbersehen werden, erkl\u00e4rt das Trio. Aus diesem Grund sieht das Projekt vor, die Ausstellungsobjekte gemeinsam mit einem gemischten Kuratorium auszuw\u00e4hlen, das Expert*innen und Laien umfasst. Zuvor ist ein Workshop zum professionellen Kuratieren geplant, um neben der Beteiligung auch die wissenschaftliche Qualit\u00e4t der Ausstellung zu gew\u00e4hrleisten.<br \/>\nZun\u00e4chst einmal wird jedoch die gesamte Stadtgesellschaft dazu aufgerufen, auf dem Dachboden, in Kellern, Schubladen, Schrankf\u00e4chern, Taschen und R\u00fccks\u00e4cken nach Erinnerungsst\u00fccken zu suchen, die ihrer Meinung nach in ein Museum von morgen geh\u00f6ren. Welche Dinge stehen beispielhaft f\u00fcr die Marburger Stadt- und Regionalgeschichte? Welches Ereignis und welche Zeugnisse der j\u00fcngsten Vergangenheit d\u00fcrfen keinesfalls fehlen?<br \/>\nSind es vhs-Kassetten vom St\u00e4dteturnier &#8222;Spiel ohne Grenzen&#8220;, als das Marburg-Team 1973 unerwartet bis ins Finale kam, oder Zeugnisse von der Stadterweiterung in den 60er- und 70er-Jahren? Es k\u00f6nnten aber auch Gegenst\u00e4nde neueren Datums sein wie ein Handy oder Ausweisdokumente eines j\u00fcngst nach Marburg Zugewanderten etwa, ein Plakat zur 24-Stunden-Mahnwache von Fridays for Future, oder einfach Alltagsgegenst\u00e4nde wie ein Spielzeug, das \u00fcber die Coronazeit hinweggeholfen hat. Der Erinnerung sind keine Grenzen gesetzt.<br \/>\nDamit sich eine breite \u00d6ffentlichkeit angesprochen f\u00fchlt, soll die Ausstellung mitten in der Stadt im Rathaus am Markt zu sehen sein. Eine digitale Version wird es erm\u00f6glichen, die Geschichte auch von zu Hause aus zu genie\u00dfen und neue Zug\u00e4nge bieten. Geplant sind au\u00dferdem inklusive Elemente wie Audiodeskription und \u00dcbersetzungen f\u00fcr Blinde und Geh\u00f6rlose. Ziel ist eine zeitgem\u00e4\u00dfe Form der Geschichtsvermittlung.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte gemeinsam erz\u00e4hlen m\u00f6chte das Projekt &#8222;St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck&#8220;. Am Samstag (19. 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Verkn\u00fcpft werden acht Jahrhunderte Geschichte durch acht ausgew\u00e4hlte Objekte. \"Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist wichtig f\u00fcr\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":12071,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=12071","url_meta":{"origin":11037,"position":2},"title":"St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck: Unkonventionelle Ausstellung zur Stadtgeschichte","date":"4. M\u00e4rz 2023","format":false,"excerpt":"Die Ausstellung \"St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck\"stellt 35 Erinnerungsobjekte von Marburger*innen in den Mittelpunkt. Gezeigt wird sie ab Freitag (10. M\u00e4rz) im Rathaus. \"St\u00fcck f\u00fcr St\u00fcck\"hei\u00dft eine neue und zugleich ungew\u00f6hnliche Ausstellung. Sie zeigt Porzellan aus der einstigen Tiergarten-Gastst\u00e4tte, Schlosssouvenir, Blick auf den Stadtteil Richtsberg oder solider Bierseidel von Marburgs Traditionsbrauerei. 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Es sind die Erinnerungsst\u00fccke der Marburger Bev\u00f6lkerung und neue Perspektiven, die diese Ausstellung zu etwas Ungew\u00f6hnlichem machen: Bislang liebevoll verwahrt oder auf dem\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":10103,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=10103","url_meta":{"origin":11037,"position":4},"title":"Geschichte lernen: Kreatives Programm von Marburger Schulen","date":"11. Juli 2022","format":false,"excerpt":"Ein \"Lebendiges Geschichtsbuch\" mit Programm in der ganzen Stadt verspricht der \"Tag der Stadtgeschichte\". 50 kreative Stationen von Schulen f\u00fcr alle soll es am Donnerstag (14. Juli) geben. Lebendig statt staubtrocken soll der \"Tag der Stadtgeschichte\" am Donnerstag (14. Juli) werden. 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