{"id":10893,"date":"2022-10-17T12:01:11","date_gmt":"2022-10-17T10:01:11","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=10893"},"modified":"2022-10-18T14:40:34","modified_gmt":"2022-10-18T12:40:34","slug":"neuer-treffpunkt-moischt-profitiert-von-dorferneuerungsprogramm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=10893","title":{"rendered":"Treffpunkt Kamp: Moischt profitiert von Dorferneuerungsprogramm"},"content":{"rendered":"<p>Der &#8222;Treffpunkt Komp&#8220; bringt Menschen in Moischt zusammen. Das Dorfentwicklungsprogramm macht solche Gemeinschaftsprojekte m\u00f6glich. <!--more--><br \/>\nDer neue Ortsmittelpunkt &#8222;Treffpunkt Komp&#8220; l\u00e4dt die Bev\u00f6lkerung von Moischt ein, gemeinsam zusammenzukommen. Bei dem Geb\u00e4ude handelt es sich um das ehemalige Feuerwehrger\u00e4tehaus, das im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms umgebaut wurde. Nun haben die Mitglieder des Vereins &#8222;Treffpunkt Komp&#8220; gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt sowie zahlreichen G\u00e4sten die Er\u00f6ffnung des Begegnungsortes gefeiert.<br \/>\nAus alt neu zu machen, leerstehende Geb\u00e4ude zu beleben, neu zu bauen, zu sanieren, umzubauen, Mehrgenerationenpl\u00e4tze und vieles mehr in den Ortsmittelpunkten erm\u00f6glicht das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen. Die Universit\u00e4tsstadt Marburg ist mit ihren 15 Au\u00dfenstadtteilen seit 2014 Teil des Programms. In den l\u00e4ndlich gepr\u00e4gten Stadtteilen sollen zentrale Funktionen gest\u00e4rkt und eine gute Wohn- und Lebensqualit\u00e4t erhalten sowie verbessert werden.<br \/>\nSo wurde in Moischt ein neuer, generationen\u00fcbergreifender Begegnungsort im historischen Ortskern am Komp geschaffen. Die umgebaute Anlage umfasst neben dem ehemaligen Feuerwehrger\u00e4tehaus auch das Backhaus und wurde nun unter dem Namen &#8222;Treffpunkt Komp&#8220; er\u00f6ffnet. Der vgleichnamige n Verein betreut das Projekt.<br \/>\nDie Idee f\u00fcr das Projekt kam aus der Bev\u00f6lkerung von Moischt. Der Gedanke, eine neue Begegnungsst\u00e4tte zu schaffen, die unter anderem als Dorfcaf\u00e9, Pausenstation f\u00fcr Radfahrende und Veranstaltungsort f\u00fcr Vereine, Senioren, die Kirchengemeinde, Eltern, Jugend und Kinder, f\u00fcr Spieleabende und private Feiern genutzt werden kann, kursierte laut Ortsvorsteherin Margarete Hokamp schon lange im Dorf. Da das alte Ger\u00e4tehaus zentral im alten Ortskern am Komp liegt und im Besitz der Stadt ist, kam es relativ schnell ins Gespr\u00e4ch.<br \/>\nDas war auch der Fall, da sich die Bewohneinden f\u00fcr das angrenzende Backhaus wieder eine st\u00e4rkere Nutzung w\u00fcnschten. Daf\u00fcr musste die Baukolonne des DBM in ein Ausweichquartier an der Mehrzweckhalle umziehen. Bereits im Januar 2016 bildete sich eine kleine Gruppe im Dorf, die sich des Projekts annahm und in R\u00fccksprache mit der Steuerungsgruppe Dorfentwicklung sowie Mitarbeiter*innen der Stadt Marburg und der Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf ein Konzept erstellte. Gemeinsam mit dem Architekturb\u00fcro B\u00f6lle ging es in die detaillierte Planung. Im Oktober 2019 erhielt die Stadt Marburg eine F\u00f6rderzusage im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms \u00fcber 174.366 Euro vom Land Hessen. Mitte 2020 erhielt der Verein &#8222;Treffpunkt Komp&#8220; weitere rund 5000 Euro f\u00fcr die Ausstattung der Au\u00dfengastronomie &#8211; dieses Mal aus dem Landesf\u00f6rderprogramm &#8222;Starkes Dorf &#8211; Wir machen mit&#8220;. Insgesamt wurden um die 480.000 Euro in die Umsetzung des neuen Treffpunktes investiert.<br \/>\nNachdem alle Bescheide vorlagen, begannen im Juli 2021 die Bauarbeiten. Das Backhaus wurde renoviert und die Elektrik komplett erneuert. &#8222;Als die Bagger anrollten, da wusste ich, jetzt geht es los&#8220;, berichtete Ortsvorsterin und Vorsitzende des Vereines &#8222;Treffpunkt Komp&#8220;, Margarete Hokamp: &#8222;Vorher war ja alles viel Planung und daher sehr theoretisch, doch als die Bagger dann hier standen, wurde das alles erst richtig Realit\u00e4t.&#8220; Und dies bedeutete vor allem erstmal viel Arbeit: Der Boden des ehemaligen Feuerwehrger\u00e4tehauses musste raus und durch einen neuen ersetzt werden, die Gefache wurden abgeklopft und ebenfalls neu aufgebaut. Auch die Fenster und das Dach mussten erneuert werden. &#8222;Hier waren wirklich alle Arten von Gewerken gefragt. Von Innen ist das Geb\u00e4ude quasi ein Neubau&#8220;, sagte Hokamp. Die Handwerker*innen bereiteten die alten T\u00fcren des Geb\u00e4udes neu auf, die die neu eingesetzten Glast\u00fcren dahinter zus\u00e4tzlich verschlie\u00dfen und sch\u00fctzen. &#8222;Wir wollten das alte Erscheinungsbild erhalten, aber auch mehr nat\u00fcrliches Licht im Geb\u00e4ude haben und dass Besucher*innen, die den Treffpunkt nutzen, auch nach drau\u00dfen auf den Hof blicken k\u00f6nnen&#8220;, erkl\u00e4rte Birgit Bo\u00dfhammer, zweite Vorsitzende des Vereins &#8222;Treffpunkt Komp&#8220; und Mitglied in der IKEK-AG Ehrenamt. Hinzu kam ein Anbau, der einen Wickeltisch sowie eine behindertengerechte Toilette beherbergt.<br \/>\nDas Projekt des &#8222;Treffpunkts Komp&#8220; lebt vor allem von den Ehrenamtlichen, die den Prozess von Anfang an begleiten. Schlie\u00dflich gr\u00fcndeten die engagierten B\u00fcrger*innen in Moischt im August 2018 den gleichnamigen Verein &#8222;Treffpunkt Komp&#8220;, in dem sich heute bereits 35 Mitglieder aktiv einbringen. Dabei haben die Mitglieder Teams gebildet, die f\u00fcr unterschiedliche Bereiche zust\u00e4ndig sind, wie zum Beispiel f\u00fcr die Terminplanung der verschiedenen Veranstaltungen. Auch die Reinigung und Pflege liegt in den H\u00e4nden des Vereins, in dessen Tr\u00e4gerschaft die Stadt das Geb\u00e4ude \u00fcbergeben hat. Die Er\u00f6ffnung des Treffpunktes feierten die Vereinsmitglieder gemeinsam mit allen Beteiligten bei Kuchen und Kaffee. F\u00fcr die Kinder gab es zudem Kinderschminken, Seifenblasen und Luftballontiere.<br \/>\nMargarete Hokamp bedankte sich bei allen, die stets mit Rat und Tat zur Seite standen und den Treffpunkt zu dem gemacht haben, was er ist: &#8222;Es freut mich, dass wir nun wieder einen Ort mehr haben, an dem sich die B\u00fcrger*innen begegnen und gemeinsam ins Gespr\u00e4ch kommen k\u00f6nnen, der uns als Dorfgemeinschaft wieder einen Schritt n\u00e4her zusammenbringt und den wir als Dorfgemeinschaft zusammen beleben werden, wie wir es bereits heute auf diesem Fest tun.&#8220; Auch Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies besuchte die Er\u00f6ffnungsfeier und hob das ehrenamtliche Engagement im Stadtteil Moischt hervor: &#8222;Was hier an Tatkraft und an Zusammenhalt an den Tag gelegt wird, ist beispielhaft f\u00fcr alle Stadtteile. Denn ein solches Projekt kann eine Stadt nicht alleine umsetzen und vor allem beleben &#8211; daf\u00fcr braucht es die B\u00fcrger*innen vor Ort. Dass es R\u00e4ume braucht, in denen das Dorf zusammenkommen kann, das hat auch gerade die Pandemie gezeigt. Wir m\u00fcssen aufpassen, dass das Miteinander nicht verloren geht und das hat Moischt geschafft. Als Hinter der Abk\u00fcrzung &#8222;IKEK&#8220; steckt eine ganze Menge drin. Sie steht f\u00fcr &#8222;Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept&#8220;. Kurz gesagt geht es im Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen darum, (Bau-)Ma\u00dfnahmen in den Ortskernen zu f\u00f6rdern, die zum Erhalt oder zur Weiterentwicklung der Struktur beitragen. Solche Ma\u00dfnahmen umfassen beispielsweise die Modernisierung der B\u00fcrgerh\u00e4user, den Bau von Mehrgenerationenpl\u00e4tzen, die Umgestaltung von Gr\u00fcn- und Freifl\u00e4chen oder Angebote verschiedener Workshops und Aktionen. Zudem k\u00f6nnen alle, die ein Grundst\u00fcck, ein Geb\u00e4ude oder eine Hofanlage im Ortskern und ausgewiesenen F\u00f6rdergebiet in einem der 15 Marburger Au\u00dfenstadtteile besitzen, Antr\u00e4ge auf Zusch\u00fcsse zu Sanierungen, Um- oder Neubauten stellen. Bei einer F\u00f6rderquote von 35 Prozent der f\u00f6rderf\u00e4higen Nettokosten, k\u00f6nnen Antragssteller*innen pro Objekt bis zu 45.000 Euro, f\u00fcr Kulturdenkm\u00e4ler maximal 60.000 Euro erhalten. F\u00f6rderantr\u00e4ge k\u00f6nnen noch bis Ende 2023 gestellt werden. Weitere Informationen gibt es bei Rose Michelsen, Fachdienst Stadtplanung und Denkmalschutz der Universit\u00e4tsstadt Marburg, (06421) 201-1625, rose.michelsen@marburg-stadt.de. Ausk\u00fcnfte zu den F\u00f6rdermodalit\u00e4ten erteilt Stefanie Auer, Fachdienst Kreisentwicklung des Landkreises Marburg-Biedenkopf, (06421) 405-6131, AuerS@marburg-biedenkopf.de.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der &#8222;Treffpunkt Komp&#8220; bringt Menschen in Moischt zusammen. 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Mit dem Geld werden der Umbau des ehemaligen Feuerwehrger\u00e4tehauses in Moischt sowie zwei Workshops unterst\u00fctzt.\u2026","rel":"","context":"In &quot;Kultur&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":16624,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=16624","url_meta":{"origin":10893,"position":3},"title":"Mit Mobilit\u00e4t: Marburgs Stadtteil Moischt hat Zukunft","date":"15. Oktober 2024","format":false,"excerpt":"Beim Wettbewerb \"Unser Dorf hat Zukunft\" erh\u00e4lt Moischt einen Sonderpreis f\u00fcr sein Carsharing-Projekt. Neben der Ausleihe von Elektroautos bietet es auch einen Fahrdienst an. \"Unser Dorf hat Zukunft\" lautet das Motto des gleichnamigen Wettbewerbs. 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