{"id":10846,"date":"2022-10-10T18:26:51","date_gmt":"2022-10-10T16:26:51","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=10846"},"modified":"2022-10-10T18:26:51","modified_gmt":"2022-10-10T16:26:51","slug":"gedaechtnissicherung-wanderausstellung-gesichter-erzaehlen-geschichten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=10846","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnissicherung: Wanderausstellung &#8222;Gesichter erz\u00e4hlen Geschichten&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Die Ausstellung &#8222;Gesichter erz\u00e4hlen Geschichten&#8220; geht auf Wanderschaft. Zuvor feierte sie eine Finissage im BiP. <!--more--><br \/>\nDie <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=9213\">Ausstellung &#8222;Marburg erinnern &#8211;<br \/>\nGesichter erz\u00e4hlen Geschichten&#8220;<\/a> im Rahmen des Stadtjubil\u00e4ums &#8222;Marburg800&#8220; gew\u00e4hrt Einblicke in die Lebensgeschichte von 19 Marburger*innen. Bereits seit April war sie im Beratungszentrum mit integriertem Pflegest\u00fctzpunkt (BiP) zu sehen, doch nun geht die Ausstellung auf Wanderschaft.<br \/>\nZur Ausstellung ist eine Stadtschrift erschienen, die f\u00fcr 5,50 Euro erh\u00e4ltlich ist. &#8222;Heute feiern wir den Abschluss einer gelungenen Ausstellung im BiP anl\u00e4sslich des Stadtjubil\u00e4ums, die den Fokus auf \u00e4ltere Mitmenschen legt; und zugleich m\u00f6chten wir auch Sie heute als G\u00e4ste aufrufen, Ihre ,Visionen guten \u00c4lterwerdens&#8216; in Marburg mit uns zu teilen&#8220;, sagte Stadtr\u00e4tin Kirsten Dinnebier w\u00e4hrend der Finissage der Ausstellung im BiP am Freitag (7. Oktober). Nach dieser ersten Station soll die Ausstellung nun noch an anderen Standorten zu sehen sein.<br \/>\nSeit April ist die Ausstellung bereits in Marburg zu sehen. Nun geht sie voraussichtlich ein Jahr lang auf Wanderschaft. Erster Halt ist Elnhausen. In der Mehrzweckhalle werden die Bilder ab Mittwoch (12. Oktober) f\u00fcr vier Wochen zu sehen sein.<br \/>\nDie Vernissage findet im Rahmen eines Caf\u00e9s statt. Weitere Stationen sind das Beratungs- und Begegnungszentrum am Richtsberg sowie das Evangelische Alten- und Pflegeheim &#8222;Elisabethenhof&#8220; Marburg. Weitere Institutionen aus der Region k\u00f6nnen sich bei Interesse an der Ausstellung bei Petra Heuser unter 06421\/201-1004 oder per Mail an altenplanung@marburg-stadt.de wenden.<br \/>\nDie Stadtschrift zum Projekt ist ein &#8222;Lesebuch der unterschiedlichsten Marburg-Erinnerungen und Lebens-Geschichten, pers\u00f6nlich geschrieben, aber in der Perspektive zugleich auch immer stellvertretend f\u00fcr viele andere Marburger*innen&#8220;, erkl\u00e4rte Sabine Preisler. Sie ist Leiterin der Stadtschriftenreihe und des Jubil\u00e4umsb\u00fcros &#8222;Marburg800&#8220;. Die Publikation gibt es online auf <a href=\"http:\/\/www.marburg.de\/stadtschriften\">www.marburg.de\/stadtschriften<\/a>, bei der Pressestelle im Rathaus sowie im Buchhandel.<br \/>\n&#8222;Marburg erinnern &#8211; Gesichter erz\u00e4hlen Geschichten&#8220; bringt Interessierten die Lebensgeschichten von insgesamt 19 Marburgerinnen und Marburgern im Alter von 60 bis 97 Jahren n\u00e4her. Dabei fing die Fotografin Heike Heuser ihre Mitb\u00fcrger*innen auf Fotos ein, w\u00e4hrend Dr. Sabine Schock sie malte. Mitglieder der Projektgruppe Planung und Gestaltung interviewten die Marburger*innen.<br \/>\nAus diesen Informationen erstellte die freie Autorin Katrin V\u00f6lker Kurzportr\u00e4ts, die Interessierte sowohl in der Ausstellung im BiP als auch in der Langfassung in der gleichnamigen Stadtschrift (Band 116) lesen k\u00f6nnen. Die Ausstellung setzte der Fachdienst Altenplanung der Stadt Marburg zusammen mit der Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf sowie den Aktiven B\u00fcrger*innen Cappels, der Alzheimer Gesellschaft Marburg-Biedenkopf, dem Arbeitskreis Soziale Brennpunkte (AKSB), dem Bewohnernetzwerk f\u00fcr Soziale Fragen (BSF), dem Club der Aktiven am Ortenberg, dem Dorfcaf\u00e9 Bortshausen, Freiwilligen aus Wehrda, Ockershausen und dem Campusviertel, dem Heimat- und Kulturverein Elnhausen und dem Seniorbeirat um.<br \/>\nAuf der Finissage hatten Besuchende die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen und mit musikalischer Untermalung der Vielsaitigen Gitarreros die Ausstellung noch einmal zu besichtigen und mit den Portr\u00e4tierten ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Einige von ihnen stellten zudem ihre W\u00fcnsche und &#8222;Visionen des guten \u00c4lterwerdens in Marburg&#8220; in kurzen Statements vor, die sich in der zur Ausstellung erschienen Stadtschrift zum Teil ebenfalls finden.<br \/>\nVertreter der Lokalen Allianz f\u00fcr Menschen mit Demenz und der Alzheimer Gesellschaft Marburg-Biedenkopf pr\u00e4sentierten ebenfalls bei der Veranstaltung ihre Vorstellungen eines guten Lebens in Statements. Auch G\u00e4ste der Finissage waren aufgerufen, sich mit Anliegen und Anregungen zu beteiligen.<br \/>\n&#8222;Meine Vision ist ein Demenz-Bauernhof mit Landwirtschaft und Tieren, wo die anfallenden Arbeiten auch mit demenzerkrankten Mitb\u00fcrger*innen unter Anleitung erledigt werden&#8220;, stellte Laura Exner von der Alzheimer Gesellschaft eine Stimme vor. &#8222;Dieses Projekt sollte auch als Tagespflege anerkannt und damit auch abrechenbar sein.&#8220;<br \/>\nach dieser Vorstellung k\u00f6nne der Bauernhof auch generationen\u00fcbergreifend funktionieren. Unter den Teilnehmenden war auch von mehr autofreien Stra\u00dfen, bedarfsgerechten \u00f6ffentlichen Toiletten und etwa einer Notfallstelle zur Unterbringung von pflegebed\u00fcrftigen Personen die Rede. Aber auch immaterielle W\u00fcnsche waren zu h\u00f6ren, wie sie zum Beispiel Sonja R\u00f6llinghoff von der Lokalen Allianz vorstellte: &#8222;Ich w\u00fcnsche mir einen respektvollen Umgang, dass ich ohne mich gut ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen verstanden und respektiert werde&#8220;, und: &#8222;Ich w\u00fcnsche mir, m\u00f6glichst viele gl\u00fcckliche Momente mit Demenz zu erleben und nicht von anderen vergessen zu werden.&#8220;<br \/>\nDie Stadt hatte zum Austausch eingeladen, um sich ein Bild von aktuellen Anliegen \u00e4lterer Menschen zu machen. Vor drei Jahren verabschiedeten die Stadtverordneten das &#8222;Konzept III kommunaler Altenplanung Marburg&#8220;, das die Basis f\u00fcr die Arbeit des st\u00e4dtischen Fachdienstes Altenplanung bildet. Erstellt wurde es mit Beteiligung von B\u00fcrger*innen, Engagierten und Expert*innen zum Beispiel des Seniorenbeirats, der Sozialtr\u00e4ger oder Wohlfahrtsverb\u00e4nde.<br \/>\nZahlreiche Planungen wurden umgesetzt oder gestartet. Manches hat sich seitdem in Marburg weiterentwickelt. Daher werden die Pl\u00e4ne stets mit aktuellen Bed\u00fcrfnissen abgeglichen, damit sie ausreichende Ber\u00fccksichtigung finden.<br \/>\nNicht zuletzt die Visionen und Anregungen aus der Veranstaltung werden &#8211; wie Stadtr\u00e4tin Dinnebier betonte &#8211; dem Plan gegen\u00fcbergestellt, um die weitere Arbeit entsprechend abzustimmen. Anliegen k\u00f6nnen zudem per Mail an altenplanung@marburg-stadt.de eingebracht werden oder in der Offenen Sprechstunde des Seniorenbeirats jeden dritten Montag im Monat von 14.30 bis 16 Uhr im BiP Am Gr\u00fcn.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ausstellung &#8222;Gesichter erz\u00e4hlen Geschichten&#8220; geht auf Wanderschaft. Zuvor feierte sie eine Finissage im BiP.<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"advanced_seo_description":"","spay_email":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_is_tweetstorm":false,"jetpack_publicize_feature_enabled":true},"categories":[3,4],"tags":[216,265,4260],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p8mhvd-2OW","jetpack-related-posts":[{"id":10246,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=10246","url_meta":{"origin":10846,"position":0},"title":"Anfang Ausstellung: Gesichter erz\u00e4hlen Geschichten im BiP","date":"28. Juli 2022","format":false,"excerpt":"Die Ausstellung \"Marburg erinnern - Gesichter erz\u00e4hlen Geschichten\" ist noch bis Oktober im BiP zu sehen. Darauf hat die Stadt am Donnerstag (28. 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