{"id":10527,"date":"2022-09-03T10:02:50","date_gmt":"2022-09-03T08:02:50","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=10527"},"modified":"2022-09-03T18:42:36","modified_gmt":"2022-09-03T16:42:36","slug":"wieder-hinein-das-geheimnis-des-market-am-marktplatz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=10527","title":{"rendered":"Wieder hinein: Das Geheimnis des &#8222;Market&#8220; am Marktplatz"},"content":{"rendered":"<p>Gleich sieben Restaurants, eine Kellerkneipe und ein Caf\u00e9 gruppieren sich rund um den Marktplatz. Eins dieser Lokale hei\u00dft heute &#8222;Market&#8220;. <!--more--><br \/>\nAls ich 1977 nach Marburg kam, hie\u00df dieses Lokal noch &#8222;Krone&#8220;. Anfang der 80er Jahre bewirtschaftete ein Jugoslawe die &#8222;Krone&#8220;. Damals wurde noch nicht unterschieden zwischen Serben, Kroaten oder Montenegrinern.<br \/>\nNach zwischenzeitlichem Leerstand zog dann irgendwann das &#8222;Lokal Zentral&#8220; in die R\u00e4ume an der Einm\u00fcndung der Nicolaistra\u00dfe und der Barf\u00fc\u00dferstra\u00dfe zum Marktplatz ein. Grelle Neonwerbung war wohl der Grund, warum ich h\u00f6chstens zweimal in diesem Lokal war. Vielleicht habe ich aber auch ein oder zweimal drau\u00dfen davor gesessen.<br \/>\nEinmal jedoch war es mir verg\u00f6nnt, eine Pressekonferenz in dem kleinen Gew\u00f6lbekeller des historischen Backsteingeb\u00e4udes mitzuerleben. \u00dcber mehrere Stufen f\u00fchrte eine schmale Treppe neben der Theke hinab in den kleinen Raum, in dem ein gutes Dutzend G\u00e4ste Platz fand. F\u00fcr die regul\u00e4ren G\u00e4ste war dieser Raum allerdings nicht ge\u00f6ffnet, sodass es leider bei diesem einen einzigen Besuch blieb.<br \/>\nIrgendwann in den 2000er Jahren wurde das Restaurant in dem gotischen Backsteinbau am Markt dann umbenannt in &#8222;Market&#8220;. Nach anf\u00e4nglichem Fremdeln lie\u00df ich mich nach der Umbenennung dann aber doch vor und schlie\u00dflich auch im &#8222;Market&#8220; nieder. Vor allem drau\u00dfen kann man bei sch\u00f6nem Wetter das Treiben auf dem historischen Marktplatz und den Stundenschlag der Turmuhr des Rathauses genie\u00dfen.<br \/>\nGe\u00f6ffnet ist das &#8222;Market&#8220; &#8211; ebenso wie das <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=10397\">Caf\u00e9 Barfu\u00df einige hundert Meter weiter<\/a> die Barf\u00fc\u00dferstra\u00dfe hinab &#8211; werktags von 10 bis 1 Uhr sowie an Wochenenden von 10 bis 2 Uhr. Damit ver\u00e4ndert es seine Atmosph\u00e4re im Laufe des Tages von einem Fr\u00fchst\u00fcckscaf\u00e9 und einem Speiserestaurant hin zu einem Bierlokal. Das Speisenangebot ist eine Mischung aus mediterraner und deutscher K\u00fcche.<br \/>\nGesessen habe ich dort gelegentlich nach Veranstaltungen im Rathaus oder dem Stadtverordnetensitzungssaal an der Barf\u00fc\u00dferstra\u00dfe. Gut erinnern kann ich mich an meine Besuche im &#8222;Market&#8220; mit dem Leuchtfeuer-Preistr\u00e4ger Dr. Ulrich Schneider vom &#8222;Parit\u00e4tischen&#8220; in Berlin und mit dem Bremer rechtsanwalt Dr. Rolf G\u00f6ssner von der Internationalen Liga f\u00fcr Menschenrechte (ILMR). Mein letzter Besuch mit einer lieben Freundin ist jedoch nur drei Tage her.<br \/>\nDrau\u00dfen vor dem &#8222;Market&#8220; gesessen habe ich mit Mitstreitern der Humanistischen Union (HU), um Wahlkampfreden von Gregor Gysi und Janine Wissler auf dem Marktplatz zu lauschen. Im Juli 2022 ist bei einem Besuch mit einer Bekannten drau\u00dfen ein Stuhl unter mir zusammengebrochen, obwohl ich seit Beginn der Pandemie m\u00e4chtig abgenommen habe. Hilfsbereite G\u00e4ste und eine freundliche Bedienung waren schnell herbeigeeilt, damit ich ein Umfallen oder einen Sturz vermeiden konnte.<br \/>\nIm Inneren des &#8222;Market&#8220; stehen moderne Tische mit Polsterst\u00fchlen oder Lederb\u00e4nken auf einem Steinfu\u00dfboden. Vornean rechts kann man eine Stufe hinaufsteigen und dann auf einem Platz mit Holzfu\u00dfboden an einem kleineren Tisch sitzen. Der Eingang ist &#8211; beinahe stufenlos &#8211; erreichbar vom Marktplatz genau an der Ecke zwischen Barf\u00fc\u00dferstra\u00dfe und Nicolaistra\u00dfe aus.<br \/>\nWenige Meter oberhalb dieses Eingangs befindet sich an der Fassade zur Nicolaistra\u00dfe hin das zweite Geheimnis dieses historischen Stadthauses. Zur Reichstagswahl 1929 hat jemand einen Wahlslogan an die Wand gepinselt. Seither ist dort mit einiger M\u00fche &#8222;W\u00e4hlt Th\u00e4lmann!&#8220; zu lesen.<br \/>\nGezeigt hat mir diesen Spruch 1982 mein Mitstreiter Frank Schwalba-Hoth von der <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=10400\">Gr\u00fcn-Bunt-Alternativen Liste<\/a> (BGAL). Bei meinen <a href=\"http:\/\/www.marburgviews.de\">Stadtrundg\u00e4ngen<\/a> gebe ich dieses Wissen seither gerne weiter an andere. &#8222;W\u00e4hlt Th\u00e4lmann&#8220; ist eine jener Sehensw\u00fcrdigkeiten, die normalerweise nicht in Fremdenf\u00fchrern zu finden sind.<br \/>\nAls eines der \u00e4ltesten steinernen Stadth\u00e4user Marburgs ist allein schon das Geb\u00e4ude &#8222;Markt 11&#8220; sehenswert. Mit seinem &#8222;geheimen&#8220; Gew\u00f6lbekeller und dem schwer leserlichen Spruch an der Fassade hat das Haus einen ganz eigenen Charakter. Nicht zuletzt darum z\u00e4hlt es wohl auch zu den <a href=\"http:\/\/lokale.marburgviews.de\">legend\u00e4ren Lokalen in Marburg<\/a>.<\/p>\n<p>* Franz-Josef Hanke<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gleich sieben Restaurants, eine Kellerkneipe und ein Caf\u00e9 gruppieren sich rund um den Marktplatz. 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