{"id":10248,"date":"2022-07-28T15:53:26","date_gmt":"2022-07-28T13:53:26","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=10248"},"modified":"2022-07-28T15:53:26","modified_gmt":"2022-07-28T13:53:26","slug":"anfang-abtransport-stadt-gedenkt-der-shoa-in-lettland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=10248","title":{"rendered":"Anfang Abtransport: Stadt gedenkt der Shoa in Lettland"},"content":{"rendered":"<p>Vertreter von 39 St\u00e4dten besuchten Orte des Erinnerns. Auch der Magistrat der Stadt Marburg gedenkt der Opfer des Holocausts in Lettland. <!--more--><br \/>\nVor \u00fcber 80 Jahren wurden zehntausende j\u00fcdische Menschen w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs nach Riga in Lettland deportiert. Zum Gedenken an die Opfer des Holocausts haben sich Delegierte aus 39 St\u00e4dten des Riga-Komitees &#8211; von W\u00fcrzburg bis Berlin &#8211; von Wien bis Rheine getroffen und zahlreiche Orte des Erinnerns besucht. F\u00fcr die Stadt Marburg nahm der ehrenamtliche Stadtrat Roland St\u00fcrmer an den Gedenkveranstaltungen teil.<br \/>\nDie lettische Hauptstadt Riga war f\u00fcr Zehntausende j\u00fcdischer Menschen aus dem &#8222;Gro\u00dfdeutschen Reich&#8220; die letzte Station einer Reise in den Tod. Riga z\u00e4hlt damit zu einem der ersten Orte des Massenmords an J\u00fcdinnen und Juden im Zweiten Weltkrieg. Sie wurden in den W\u00e4ldern von Bikernieki und Rumbula, in Jungfernhof und Salaspils in der nahen Umgebung von Riga ermordet.<br \/>\nUm an die Opfer der nationalsozialistischen Gr\u00e4ueltaten zu erinnern, organisierten das Riga-Komitee, die Deutsche und die \u00d6sterreichische Botschaft in Riga und die J\u00fcdische Gemeinde eine Reihe besonderer Gedenkveranstaltungen. F\u00fcr die Universit\u00e4tsstadt Marburg war der ehrenamtliche Stadtrat St\u00fcrmer f\u00fcr den Magistrat nach Riga gereist, um an den Veranstaltungen teilzunehmen.<br \/>\n&#8222;Es ist sehr bewegend, hier zu sein und gemeinsam mit Vertreter*innen weiterer Kommunen der Mitb\u00fcrger*innen zu gedenken, die aus unseren jeweiligen St\u00e4dten und Gemeinden nach Riga verschleppt und hier umgebracht wurden&#8220;, sagte St\u00fcrmer. &#8222;Es ist nicht nur wichtig, sondern auch unsere Aufgabe und Pflicht als Kommunalpolitiker*innen und Demokrat*innen, immer wieder jenen zu gedenken, die unter rassistischer Hetze und der menschenverachtenden Politik des Nationalsozialismus Uns\u00e4gliches erlitten haben. Wir m\u00fcssen uns an diese Menschen und ihre Schicksale erinnern. Und wir m\u00fcssen Rassismus, Antisemitismus und jeder anderen Form von Menschenfeindlichkeit heute in unseren St\u00e4dten entschieden entgegentreten.&#8220;<br \/>\nDie J\u00fcdische Gemeinde hatte zur offiziellen Gedenkveranstaltung an die Ruine der Gro\u00dfen Choral-Synagoge eingeladen. Direktor Ilya Lensky vom Museum der Juden in Lettland f\u00fchrte \u00fcber das Gel\u00e4nde &#8222;Jungfernhof&#8220; mit den \u00dcberresten des ersten Konzentrationslagers in Lettland.<br \/>\nRiga-Komitee und Volksbund erinnerten auf der Gr\u00e4ber- und Gedenkst\u00e4tte &#8222;Bikernieki&#8220; an die Verschleppung und den Massenmord vor 80 Jahren. In diesem Rahmen er\u00f6ffneten der Volksbund Deutsche Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge sowie die beiden Botschaften neue Ausstellungen. Das Gesamtprogramm in Riga und in Bikernieki wurde von den Beteiligten gemeinsam entwickelt und umgesetzt.<br \/>\nDas Riga-Komitee wurde im Mai 2000 von 13 St\u00e4dten und dem Volksbund Deutsche Kriegsgr\u00e4berf\u00fcrsorge gegr\u00fcndet. Es will an die Deportation und Verschleppung ihrer j\u00fcdischen Nachbar*innen nach Riga und anderen Vernichtungslagern in Osteuropa erinnern.<br \/>\nHeute geh\u00f6ren dem Riga-Komitee fast 70 St\u00e4dte aus Deutschland, \u00d6sterreich, Tschechien und der Slowakei an. Darunter ist auch die Universit\u00e4tsstadt Marburg. Vertreterinnen und Vertreter aus 39 St\u00e4dten des Riga-Komitees nahmen an der nationalen offiziellen Gedenkveranstaltung teil.<\/p>\n<p>* pm: Stadt Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vertreter von 39 St\u00e4dten besuchten Orte des Erinnerns. 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