{"id":10175,"date":"2022-07-20T14:48:24","date_gmt":"2022-07-20T12:48:24","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=10175"},"modified":"2022-07-20T14:48:24","modified_gmt":"2022-07-20T12:48:24","slug":"in-der-ukraine-philipps-universitaet-unterstuetzt-lehre","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=10175","title":{"rendered":"In der Ukraine: Philipps-Universit\u00e4t unterst\u00fctzt Lehre"},"content":{"rendered":"<p>Die Philipps-Universit\u00e4t unterst\u00fctzt eine ukrainische Universit\u00e4t in der Lehre. Der DAAD f\u00f6rdert das innovative Lehrprojekt. <!--more--><br \/>\nBereits seit M\u00e4rz 2022 unterst\u00fctzt die Philipps-Universit\u00e4t vom Krieg in der Ukraine betroffene Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, damit sie ihr Studium und ihre wissenschaftlichen T\u00e4tigkeiten weiterf\u00fchren k\u00f6nnen. Jetzt hat sie erfolgreich ein Projekt beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) eingeworben, das Studierenden der Kiev National Economic University (KNEU) eine Fortf\u00fchrung ihres Studiums erm\u00f6glichen und ihnen eine Perspektive auf einen erfolgreichen Studienabschluss geben soll. Das Projekt wird f\u00fcr eine Laufzeit von sechs Monaten mit 250.000 Euro gef\u00f6rdert.<br \/>\nIm Projekt &#8222;KNEU on the MO:VE&#8220; verbindet die Marburger Universit\u00e4t Expertise aus dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, der Digitalisierung und der Internationalisierung, um Studierenden der KNEU Zugang zu einem digitalen Lehrangebot zu erm\u00f6glichen. Seit 2009 bestehen schon Kooperationsbeziehungen zur KNEU. Seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine stehen Vertreterinnen und Vertreter beider Institutionen in engem Austausch, um Studierende und Forschende der KNEU zu unterst\u00fctzen &#8211; vor Ort in Kyjiw, auf der Flucht oder vor Ort in Marburg.<br \/>\n&#8222;Die Universit\u00e4t Marburg verf\u00fcgt dank etablierter methodisch-didaktischer Strukturen f\u00fcr digital gest\u00fctzte transnationale Lehr- und Lernformate bereits \u00fcber ausgewiesene Expertise im Kontext virtueller Kollaborationen mit ausl\u00e4ndischen Partnerhochschulen&#8220;, erkl\u00e4rte Prof. Dr. Elisabeth Schulte vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, die das Projekt gemeinsam mit dem International Office der Philipps-Universit\u00e4t initiiert hat. Prof. Dr. Marc Steffen Rapp vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften und Associate Professor Iryna Ivanets von der KNEU sind ma\u00dfgeblich am Konzept und der Umsetzung des Projekts beteiligt. seit M\u00e4rz Gastwissenschaftlerin an der UMR<br \/>\n&#8222;Das Projekt bietet willkommene Unterst\u00fctzung f\u00fcr ukrainische Lehrende und Studierende und wird die Freundschaft und die Kooperation zwischen den Partneruniversit\u00e4ten vertiefen&#8220;, sagte Ivanets. Seit M\u00e4rz ist sie Gastwissenschaftlerin an der Philipps-Universit\u00e4t. Rapp f\u00fcgte hinzu: &#8222;Ein wesentlicher Beitrag, um auch in diesen Zeiten eine Perspektive f\u00fcr die junge Generation in der Ukraine zu schaffen, ist es, institutionelle Rahmenbedingungen zu schaffen und bereitzustellen, welche den Menschen auch in der aktuellen Situation den Zugang zu Bildung erm\u00f6glicht.&#8220;<br \/>\nIm ukrainischen Herbstsemester gehen die ersten digitalen Kurse bei &#8222;KNEU on the MO:VE&#8220; an den Start. Schon vor dem offiziellen Semesterstart erhalten die Studierenden Zugang zu den digitalen Kursmaterialien, um die Arbeitsbelastung m\u00f6glichst flexibel verteilen zu k\u00f6nnen.<br \/>\nRund 200 Studierende der KNEU werden daran teilnehmen k\u00f6nnen. Bis zum Projektende sollen bis zu 900 Studierende vom Angebot profitieren. Gemeinsam mit ukrainischen Professorinnen und Professoren sowie Lehrenden wird ein Angebot an eigens konzipierten und zum Teil bereits erprobten wirtschaftswissenschaftlichen digitalen Kursen multimedial aufbereitet, weiterentwickelt und auf gesch\u00fctzten Lernplattformen bereitgestellt.<br \/>\nDazu tragen ukrainische und Marburger Lehrende bei und nutzen modernste digital gest\u00fctzte Technologien. Die digitalen Angebote werden auf der Lehr-<br \/>\nund Lernplattform &#8222;ILIAS&#8220; der Uni Marburg anwenderfreundlich aufbereitet und f\u00fcr alle Kurs- und Projektteilnehmenden bereitgestellt. &#8222;KNEU on the MO:VE&#8220; wird strukturell an das bereits 2021 erfolgreich etablierte virtuelle Austauschprogramm &#8222;Marburg Online: Virtual Exchange&#8220; (MO:VE) angebunden.<br \/>\nDie ukrainischen Studierenden erhalten Unterst\u00fctzung durch eigens auf sie zugeschnittene ILIAS-Schulungen und werden durch speziell weitergebildete Marburger Studierende auf Peer-Ebene fachlich wie interkulturell betreut. Sie erhalten finanzielle Entlastung, indem sie sich f\u00fcr Online- oder Aufenthaltsstipendien bewerben k\u00f6nnen.<br \/>\nDie Studien- und Pr\u00fcfungsleistungen der Studierenden werden direkt an der KNEU verbucht, so dass eine transparente und sichere Anrechnung der Studienleistungen sichergestellt ist. KNEU und die Uni Marburg m\u00f6chten mit &#8222;KNEU on the MO:VE&#8220; ein Fundament f\u00fcr den Aufbau eines innovativen digitalen Lehr-, Lern- und Austausch-Formats legen, das die Intensivierung von dauerhaften Verbindungen zu bestehenden ukrainischen Partnern sowie die Ausweitung auf weitere k\u00fcnftige (virtuelle) Hochschulkooperationen in der Ukraine erm\u00f6glicht.<br \/>\nStudierende, die durch das Kriegsgeschehen in der Ukraine unmittelbar beeintr\u00e4chtigt sind, sollen durch einen Beitrag zum Lebensunterhalt unterst\u00fctzt werden. Im M\u00e4rz hatte die Philipps-Universit\u00e4t daf\u00fcr einen Hilfsfonds eingerichtet.<br \/>\nViele Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige sowie Marburger B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger folgten dem Spendenaufruf. 24.155,52 Euro sind bis Ende Mai in den Hilfsfonds geflossen und \u00fcber das International Office an Antragsstellende ausgezahlt worden.<br \/>\nDie Antr\u00e4ge auf Unterst\u00fctzung \u00fcbersteigen derzeit die vorhandenen Mittel. Umso gl\u00fccklicher ist die Philipps-Universit\u00e4t, dass die Stadt Marburg die eingegangenen Spenden nun verdoppelt hat.<br \/>\nDer Ukraine-Hilfsfonds f\u00f6rdert derzeit neun Studierende und sechs Studienkollegiat*innen. Eine ukrainische Gastwissenschaftlerin konnte \u00fcber den Forschungscampus Mittelhessen (FCMH) gef\u00f6rdert werden Dabei wurde gro\u00dfz\u00fcgig aufgerundet. 25.000 Euro schie\u00dft die Stadt Marburg zu.<br \/>\n&#8222;Wir freuen uns sehr \u00fcber dieses gro\u00dfz\u00fcgige Engagement der Stadt Marburg&#8220;, sagte Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss. &#8222;wir k\u00f6nnen damit betroffenen Studierenden &#8211; egal, ob sie bisher schon bei uns studieren oder ihr Studium in ihrer Heimat unterbrechen mussten, um sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen &#8211; eine Perspektive bieten.&#8220;<br \/>\n&#8222;Millionen von Menschen in der Ukraine haben durch den Krieg nicht nur ihre Heimat, sondern auch ihre bisherige Lebensplanung verloren&#8220;, erkl\u00e4rte Oberb\u00fcrgermeister Dr. Thomas Spies. &#8222;Die Stadt Marburg will dazu beitragen, dass betroffene Studierende ihr Studium hier bei uns fortf\u00fchren k\u00f6nnen. Fehlende finanzielle Unterst\u00fctzung darf nicht der Grund sein, warum junge Menschen auch noch ihre berufliche Perspektive verlieren.&#8220;<br \/>\nDie Philipps-Universit\u00e4t schreibt auch kurzfristig ukrainische Studierende zun\u00e4chst als Austauschstudierende ein. Das International Office bietet spezielle Beratung und Unterst\u00fctzung f\u00fcr die ukrainischen Studierenden. Mehr Informationen sind per Mail erh\u00e4ltlich unter ukraine@uni-marburg.de<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Philipps-Universit\u00e4t unterst\u00fctzt eine ukrainische Universit\u00e4t in der Lehre. 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