{"id":10106,"date":"2022-07-12T12:11:07","date_gmt":"2022-07-12T10:11:07","guid":{"rendered":"http:\/\/marburg.news\/?p=10106"},"modified":"2022-07-12T12:11:07","modified_gmt":"2022-07-12T10:11:07","slug":"besondere-bewilligung-neuer-forschungsbau-auf-den-lahnbergen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/marburg.news\/?p=10106","title":{"rendered":"Besondere Bewilligung: Neuer Forschungsbau auf den Lahnbergen"},"content":{"rendered":"<p>Die &#8222;Gemeinsame Wissenschaftskonferenz&#8220; hat die F\u00f6rderung von &#8222;ATEMMA&#8220; beschlossen. Damit hat sie einen neuen Forschungsbau zur Entwicklung neuartiger Materialien bewilligt. <!--more--><br \/>\nEin neuer Forschungsbau f\u00fcr Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) zur Erforschung neuartiger Materialien entsteht in den kommenden Jahren auf dem Campus Lahnberge der Philipps-Universit\u00e4t. Der <a href=\"http:\/\/marburg.news\/?p=9306\">Wissenschaftsrat hatte im April bereits eine Empfehlung<\/a> f\u00fcr den Bau ausgesprochen. Nun hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) die F\u00f6rderung beschlossen.<br \/>\n&#8222;Advanced Transmission Electron Microscopy Marburg&#8220; (ATEMMA) soll im Jahr 2026 in Betrieb gehen. Die Gesamtkosten daf\u00fcr belaufen sich nach derzeitigem Stand auf etwa 10,75 Millionen Euro. Darauf entfallen etwa 6 Millionen Euro auf ein neues Rastertransmissionselektronenmikroskop mit exzellenter Orts-,<br \/>\nEnergie- und Zeitaufl\u00f6sung, das einen deutlich besseren Einblick in Materialien erm\u00f6glicht als bisher.<br \/>\nDas reicht bis hin zum atomaren Ma\u00dfstab. Etwa 4,7 Millionen Euro der Gesamtkosten entfallen auf das eigentliche Geb\u00e4ude. F\u00fcr das sehr empfindliche und komplexe Mikroskop ist eine stabile Umgebung notwendig, um Vibrationen zu minimieren und Magnetfelder abzuschirmen.<br \/>\n&#8222;Das ist ein gro\u00dfartiger Erfolg f\u00fcr die Philipps-Universit\u00e4t&#8220;, erkl\u00e4rte Universit\u00e4tspr\u00e4sident Prof. Dr. Thomas Nauss. &#8222;Kommunikations- und Energietechnologien sind von zentraler Bedeutung f\u00fcr unsere Gesellschaft &#8211;<br \/>\num nur zwei Anwendungsbereiche der vielf\u00e4ltigen Materialwissenschaften zu nennen. ATEMMA wird einen ganz wesentlichen Beitrag zum Strukturverst\u00e4ndnis und zur Entwicklung neuartiger Materialien leisten. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch an die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler!&#8220;<br \/>\nProf. Dr. Kerstin Volz leitet das Wissenschaftliche Zentrum f\u00fcr Materialwissenschaften (WZMW) als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin. &#8222;In zahlreichen Arbeitsgruppen &#8211; auch in Kooperation mit anderen Hochschulen wie zum Beispiel der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen &#8211; forschen wir seit langem intensiv und interdisziplin\u00e4r an der Charakterisierung von Materialien und inneren Grenzfl\u00e4chen&#8220;, berichtete sie. &#8222;ATEMMA wird unsere Forschung auf eine neue Ebene bringen. Ich freue ich sehr, dass wir die TEM als Methode weiterentwickeln und zeitgleich die Entwicklung von neuen, innovativen Materialien f\u00fcr verschiedenste Anwendungsbereiche, ob Solarenergie, Lasertechnologie oder Energie- und Datenspeicher, umsetzen k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nAuch die Hessische Wissenschaftsministerin Angela Dorn \u00e4u\u00dferte sich erfreut: &#8222;Durch die F\u00f6rderung von ATEMMA an der Philipps-Universit\u00e4t Marburg wird die hessische Materialforschung in ihrer Exzellenz best\u00e4tigt und gleichzeitig auf ein neues Niveau gehoben. Ich freue mich, dass nun weiterhin so viele exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen in Marburg zusammenkommen und gemeinsam Innovationen im Bereich der Materialforschung entwickeln k\u00f6nnen, die f\u00fcr unsere Gesellschaft von gro\u00dfer Bedeutung sind.&#8220;<br \/>\nDer Bedarf an Innovationen im Materialbereich ist immens &#8211; m\u00f6gliche Anwendungsfelder sind die Entwicklung effizienterer Laser f\u00fcr neue Wellenl\u00e4ngenbereiche, Stoffe f\u00fcr neuartige, ultraschnelle oder flexible Transistorkonzepte oder Datenspeicher. Auch bei der Erzeugung von gr\u00fcnem Wasserstoff oder der Effizienzsteigerung von Solarzellen und Energiespeichern spielen neuartige Materialien eine wichtige Rolle. Ein besonderer Forschungsfokus liegt dar\u00fcber hinaus auf dem Einfluss innerer Grenzfl\u00e4chen auf die Struktur und Eigenschaften dieser Materialien, um neue Erkenntnisse \u00fcber optische Anregungen entlang der Grenzfl\u00e4chen oder \u00fcber diese hinweg zu gewinnen.<\/p>\n<p>* pm: Philipps-Universit\u00e4t Marburg<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die &#8222;Gemeinsame Wissenschaftskonferenz&#8220; hat die F\u00f6rderung von &#8222;ATEMMA&#8220; beschlossen. 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Ein Geb\u00e4ude f\u00fcr das Elektronenmikroskop der neusten Generation entsteht auf dem Campus Lahnberge. In den kommenden Jahren entsteht auf dem Campus Lahnberge der Philipps-Universit\u00e4t ein neuer Forschungsbau f\u00fcr Transmissionselektronenmikroskopie (TEM) zur Erforschung neuartiger Materialien. Daf\u00fcr hat sich jetzt der Wissenschaftsrat ausgesprochen. Die\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":7330,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=7330","url_meta":{"origin":10106,"position":1},"title":"Zum Gesundheitsschutz: Neues Hochsicherheitslabor auf den Lahnbergen","date":"3. Juli 2021","format":false,"excerpt":"Die F\u00f6rderung von acht gr\u00f6\u00dferen Hochschulbauma\u00dfnahmen durch den Bund wurde am Freitag (2. Juli) beschlossen. Dazu z\u00e4hlt auch ein neues Hochsicherheitslabor in Marburg. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat entschieden, acht weitere Forschungsbauvorhaben an Hochschulen mit einem Gesamtvolumen von insgesamt rund 363 Millionen Euro bis 2026 zu f\u00f6rdern. Mit diesem Beschluss\u2026","rel":"","context":"In &quot;Bildung&quot;","img":{"alt_text":"","src":"","width":0,"height":0},"classes":[]},{"id":16013,"url":"http:\/\/marburg.news\/?p=16013","url_meta":{"origin":10106,"position":2},"title":"F\u00fcr Fotos und Geschichte: Neubau des Bildarchivs am Pilgrimstein eingeweiht","date":"22. Juli 2024","format":false,"excerpt":"Ein neuer Forschungsbau f\u00fcr das kulturelle Bildged\u00e4chtnis wurde am Montag (22. Juli) am Pilgrimstein eingeweiht. Die kunsthistorische Forschungseinrichtung komplettiert den Campus Firmanei. Nach rund vierj\u00e4hriger Bauzeit ist der Forschungsneubau f\u00fcr das Deutsche Dokumentationszentrum f\u00fcr Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg (DDK) an der Philipps-Universit\u00e4t fertiggestellt. Am Montag (22. 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